Presseaussendung vom: 09.07.2020

Kinderbetreuung in Linz wieder im Regelbetrieb – Sommeranmeldungen schließen auf hohen Betreuungsbedarf Bürgermeister Klaus Luger: „Unsere Kinder dürfen nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen bleiben. Sie brauchen andere Kinder zum Spielen!“

Wie heute vom Land Oberösterreich verlautbart, werden die Schließungen der Krabbelstuben, Kindergärten und Horte in den fünf Bezirken wieder aufgehoben. Ab kommenden Montag ist es den Betreuungseinrichtungen wieder erlaubt, ihren Regelbetrieb wiederaufzunehmen.

„Ich begrüße die Entscheidung des Landes Oberösterreich, die Kinderbetreuung wieder zu öffnen. Es stellt für mich, trotz leicht steigender Fallzahlen, die richtige Entscheidung dar. Aus Studien wissen wir, dass Kinder bei der Verbreitung des Virus keine große Rolle spielen. Viel wichtiger für Kinder ist ihr gewohntes soziales Umfeld und die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen. Daher sehe ich keine Notwendigkeit, Betreuungseinrichtungen zu schließen. Obwohl in Linz zu jeder Zeit die Möglichkeit der Kinderbetreuung in der gewohnten Einrichtung gegeben war, stellt der jetzt wieder hergestellte ‚Normalbetrieb‘ für berufstätige Familien eine Beruhigung dar, weil damit der Verunsicherung ein Riegel vorgeschoben wird“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Ausgelöst durch den massiven Anstieg an Corona-Fällen in der vergangenen Woche, schloss das Land Oberösterreich sämtliche Kinderbetreuungseinrichtungen mit Anfang Juli in fünf Bezirken. Die Stadt kam dieser Vorgabe natürlich nach und stellt den Regelbetrieb in den von ihr betriebenen Kindergärten, Horten und Krabbelstuben ein.

Linz garantierte in der vergangenen Woche jedoch allen Eltern, die keine andere Möglichkeit zur Kinderbetreuung haben, eine Tagesbetreuung in der gewohnten Einrichtung (Krabbelstube, Kindergärten, Horte). Diesen Notbetrieb nutzten heute 16 Prozent aller Kindergartenkinder und 33 Prozent aller angemeldeten Kinder in den städtischen Krabbelstuben. Die Auslastung der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen vor der Schließung Anfang Juli belegen aber einen großen Bedarf an Betreuungsplätzen. So waren Horte zur Hälfte, Krabbelstuben zu drei Vierteln und Kindergärten zu zwei Dritteln besucht. „Auch das belegt, dass es verantwortungslos wäre, unsere Kinder weiterhin vom gesellschaftlichen Leben zu isolieren. Unsere Kleinsten haben ein Recht auf ein Zusammenkommen mit Gleichaltrigen,“ meint das Linzer Stadtoberhaupt.

Die Anmeldungen für die Sommermonate lassen ebenfalls auf großen Bedarf schließen: Mehr als 60 Prozent der Kindergartenkinder und mehr als 80 Prozent der Krabbelstubenkinder sind für eine Sommerbetreuung angemeldet. „Die Ganzjahresöffnung der städtischen Krabbelstuben und Kindergärten stellt für die Linzer Familien einen wesentlichen Bestandteil ihrer Sommerplanung dar. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in der oberösterreichischen Landeshauptstadt kein Thema, sondern gelebte Praxis. Ich bedanke mich bei allen Eltern, die diese einwöchige Einschränkungen in Kauf nahmen und dazu beitrugen, die Ausbreitung des Virus soweit wie möglich einzuschränken“, so Bürgermeister Klaus Luger abschließend.

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