Presseaussendung vom: 10.07.2020 |

200.000 Euro Impuls für Freie Linzer Kunst- und Kulturszene Kulturelle Sonderförderprogramme ermöglichen Projekte im Bereich Medienkunst – Künstliche Intelligenz und Augmented Reality – Kreative Leerstandnutzung

Noch rechtzeitig vor dem Sommer wurden gestern im Stadtsenat kräftige Förderimpulse für die freien Kunst- und Kulturschaffenden in Linz gesetzt. 2020 wurden von der Stadt Linz die Sonderförderprogramme LINZimPULS, LinzEXPOrt, LinzIMpORT, das neu eingeführte LINZ_sounds und LinzKultur/4 im Vergleich zu den Vorjahren um 50.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht. Insgesamt wurden 89 Kulturprojekte eingebracht, 28 davon von den Jurys ausgewählt. Mit den zwei noch offenen Förderprojekten des Kultur/4, die im Oktober ausgewählt werden, können durch die Sonderförderprogramme insgesamt 30 juryprämierte Kulturprojekte von Linzer Kunst- und Kulturschaffenden in Umsetzung gehen.  

„Gerade in Zeiten der Covid-19-Krise sind die auf 200.000 Euro aufgestockten Sonderförderungen ein wichtiger Impuls für die Vitalität der Linzer Kulturszene und damit zur Belebung der Stadt. Die vielen Einreichungen im Bereich Medienkunst und Digitalisierung zeigen zudem, dass Linz als UNESCO City of Media Arts auch wesentlich von der Freien Szene geprägt wird. Ein spannender Impuls verspricht das Projekt der kreativen Leerstandnutzung zu werden“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer.

Unter den vielfältigen Einreichungen der Sonderförderprogramme LINZimPULS, LinzEXPOrt, LinzIMpORT und LINZ_sounds finden sich Filmproduktionen, Kunstprojekte im öffentlichen Raum, Festivals mit Wettbewerben und Diskussionsveranstaltungen, Projekte zum Thema Kunst und Gender, Artist-in-Residence-Programme und – passend zu Linz als UNESCO City of Media Arts – Projekte zu Musik und Digitalisierung sowie Medienkunstprojekte. 

So widmen sich zwei der prämierten Einreichungen bei LINZimPULS der Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und Augmented Reality. Die gesellschaftspolitische und künstlerische Dimension von KI wird im Projekt „Alexa – was ist Kunst?“ vom Verein servus.at – Kunst & Kultur im Netz kritisch betrachtet. Tanz, Objekt- und Videokunst ergänzt durch Augmented Reality werden im Projekt „DARV__Steps Untold“ zu einer mixed-reality-Performance im öffentlichen Raum verwoben. 

Neben diesen innovativen Projekten der Medienkunst sticht auch ein Projekt der kreativen Leerstandnutzung heraus: „planting potatoes“. Das nicht kommerzielle Label Potato Publishing eines Linzer KünstlerInnenkollektivs kümmert sich dabei um das Self-Publishing von jungen KünstlerInnen. In einer temporären Nutzung werden leerstehende Geschäftsflächen zu Arbeitsstätten, Vernetzungsorten und Veranstaltungs- bzw. Ausstellungsräumen.

Die große Zahl der ausgewählten Projekte zeugt auch von der hohen Qualität und dem außerordentlichen Innovationspotenzial der Linzer Kunst- und Kulturszene. Entsprechend dem aktuellen Kulturentwicklungsplan stehen die nachhaltige Stärkung, die kulturelle Innovation und die Förderung des kreativen Potenzials der Linzer Kunst- und Kulturschaffenden im Zentrum der fünf Förderprogramme. 

  • LINZimPULS: 90.000 Euro; 25 Einreichungen, zehn prämierte Projekte
  • LinzEXPOrt: 50.000 Euro, 27 Einreichungen, neun prämierte Projekte
  • LinzIMpORT: 20.000 Euro, 16 Einreichungen, drei prämierte Projekte
  • LINZ_sounds: 30.000 Euro, 21 Einreichungen, sechs prämierte Projekte
  • LinzKultur/4: 10.000 Euro, Ausschreibungsende: 1. Oktober 2020

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