Presseaussendung vom: 10.07.2020

Zukunftswerkstatt „Urfahraner Jahrmarktgelände“ – Eine Toolbox für Nutzungsmöglichkeiten Inselprojekt und Fußgänger-Radfahrbrücke werden im Herbst vertiefend diskutiert

Gestern Donnerstag, 9. Juli 2020 wurde dem Beirat der Linzer Zukunftswerkstatt das Ergebnis der Studie „Donauufer / Urfahraner Markt“ von Frau Professor Sabine Pollak vorgestellt. Diese Studie hatte es nicht zur Aufgabe, auf direkte Umsetzungsvorschläge einzugehen, viel mehr dient sie als Grundlagenforschung, die aufzeigt, was am Jahrmarktgelände prinzipiell möglich wäre und was nicht. Sie bietet zudem eine „Toolbox“ mit zahlreichen attraktiven Nutzungsmöglichkeiten des donaunahen Geländes außerhalb der Jahrmarktzeiten an. Während der Präsentation war rasch zu erkennen, dass sich die einzelnen Tools mit andere Neugestaltungvorschlägen, wie beispielsweise dem Inselprojekt des Architekturkollektivs G.U.T für das Jahrmarktgelände sehr gut kombinieren lassen würden.  

Die Mitglieder des Beirats haben sich in der anschließenden intensiven Diskussion darauf verständigt, dass eine weitere Sitzung im kommenden Herbst stattfinden soll. Schwerpunkte dieser Sitzung, zu der auch das Architekturkollektiv G.U.T eingeladen wird, soll das Inselprojekt sein. Weiters will sich der Beirat auch mit der möglichen Errichtung einer Fuß- und Radwegbrücke über die Donau befassen. Diese schon lange diskutierte Brücke würde jede neue Gestaltung und Nutzung des Urfahraner Markt-Geländes aufwerten, sind sich die Mitglieder einig.

„Der Jahrmarkt muss ein fixer Bestandteil in unserer Stadt auf diesem Gelände bleiben. Außerhalb der Jahrmarktzeit ist es aber sinnvoll, das donaunahe Gelände – vielleicht sogar mit einer neuen Fuß- und Radfahrerbrücke – zu bespielen. Ich bin auch davon überzeugt, dass sich eine Kombination des Inselprojekts des Architekturkollektivs G.U.T und einige Tools der Zukunftswerkstatt sehr gut kombinieren lassen. Da wird es auch zu Änderungen der Flächen kommen. Eine Voraussetzung dafür wird daher aber auch sein, dass von Seiten der MarktbeschickerInnen die Bereitschafft vorhanden ist, Standplätze zu verschieben. Am Umfang und Angebot des Marktes soll sich aber nichts ändern“, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein. 

Wirtschaftsreferent Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier sieht den Jahrmarkt als Zentrum der Entwicklungsüberlegungen für das Urfahrmarktgelände. „Linz noch mehr an die Donau zu bringen, ist eine große Chance für die Entwicklung unserer Stadt. Das Urfahrmarktgelände ist für diese Entwicklung das Herzstück und soll daher im Mittelpunkt stehen. Entscheidend ist dabei allerdings, dass der über 200 Jahre alte Jahrmarkt nicht länger nur stiefmütterlich mitgedacht wird, sondern im Zentrum der Überlegungen steht. Den Bau einer neuen Fußgänger -und Radfahrbrücke von der Linzer auf die Urfahraner Seite sehe ich dabei als Schlüssel in der gesamten Diskussion: Nur so ergeben sich für den Jahrmarkt und die Zwischennutzung des Areals neue Perspektiven, die einen entscheidenden Mehrwert bringen indem Wege verkürzt und die Lage am Wasser für Radfahrer und Fußgeher attraktiviert wird. Denn ohne neue Brücke wird es nicht gelingen das volle Potential des Geländes zu heben“, ist Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier überzeugt. 

„Wir haben die einmalige Chance mit der Neugestaltung des Jahrmarktareals im Herzen von Linz einen hochwertigen Frei- und Erlebensraum zu schaffen. Ich würde mich sehr freuen, wenn das Inselprojekt des Architekturkollektivs G.U.T umgesetzt werden würde. Auch für eine Fuß-und Radwegbrücke, die bereits Jürgen Himmelbauer vorgeschlagen hat und auf die die LinzerInnen schon lange warten, wäre im Inselprojekt Raum. Die Präsentation von Professorin Pollak hat gezeigt, welche Nutzungen am Areal dann möglich wären. Wir müssen nun alles daran setzen, in die Umsetzung zu kommen“, betont Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

„Linz besitzt mit dem Gelände an der Donau eine Jahrhundertchance. Die ist zu nutzen. Hier kann eine Art offener Central Park entstehen, wo Radtouristen campen, ein Stadtwald am Wasser wächst, Kinder sicher sind, keine Autos fahren, es gibt Street Food und natürlich auch zwei Mal im Jahr ein cooler Urfix stattfindet. Leicht ist das nicht, das ist klar. Da muss scharf nachgedacht werden. Deshalb hoffe ich, dass bei dieser Idee alle Kräfte und Kompetenzen gebündelt werden. Linz wäre dann die einzige Stadt Österreichs, die richtig ans Wasser rückt. Familien verbringen in Zukunft ihr Wochenende hier“, so Gemeinderat Lorenz Potocnik.

Reisepass
jetzt verlängern!
Reisepass jetzt verlängern!

Im "Superpassjahr 2020" laufen die Pässe vieler LinzerInnen ab. Reservieren Sie Ihren Termin gleich online, um Wartezeiten zu vermeiden.

Mehr dazu