Presseaussendung vom: 22.07.2020 |

Umstieg auf das Fahrrad und Klimaschutz im Fokus Förderungen des Linzer Umweltressorts stärken Investitionen in die Zukunft

Ganz im Zeichen eines umfassenden Klimaschutzes stehen die Umweltförderungen der Stadt Linz. Im Mai wurde eine Adaptierung die Umweltförderrichtlinien der Stadt vom Gemeinderat beschlossen. Die Stadt Linz fördert nunmehr im Rahmen des Umwelt- und Energiefonds Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, zur Energieeinsparung, zur Luftreinhaltung, zum Klimaschutz, zur Verbesserung des Stadtklimas, zum Bodenschutz, zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Bewusstseinsbildung in den genannten Bereichen. Die bereits bestehenden Förderschwerpunkte wurden damit gestärkt.

„Echter Klimaschutz heißt Mobilitätswende. Denn die Reduktion von Emissionen, Feinstaub und hitzeerzeugenden Strukturen verbessert die Lebensqualität für alle und gibt uns die Möglichkeit, die Stadt den Menschen zurückzugeben. Neben unseren Förderungen braucht es deshalb auch Investitionen in die Infrastruktur. Ich freue mich deshalb sehr, dass sich die Zukunftswerkstatt zuletzt einhellig dafür ausgesprochen hat, dass bei einer Neugestaltung des Urfahrmarktareals auch die Rad- und Fußwegbrücke geprüft werden muss. Auf diese Brücke warten die LinzerInnen schon lange, denn sie ist der dringend benötigte Lückenschluss für den Linzer Radverkehr“, so die Linzer Umweltreferentin Mag.a Eva Schobesberger.

Klimafreundliche Mobilität: Förderbilanz 2019 und 2020

Bereits in den vergangenen Jahren hat das Linzer Umweltressort erfolgreich einen Schwerpunkt auf umweltfreundliche Mobilität gelegt. Dazu werden der Ankauf von (E-)Lastenfahrrädern, Fahrradanhängern sowie die unterschiedlichen Arten der Elektromobilität (für Betriebe) gefördert. Besonders nachgefragt waren Radanhänger, (E-)Lastenräder und E-Autos für Unternehmen. 

Umsatteln auf das Lastenrad 

Mit (Lasten-)Fahrrädern kommt man gerade im urbanen Raum oftmals schneller ans Ziel, als das mit PKW oder LKW der Fall wäre. Mit einem Cargobike lassen sich auch problemlos gleichzeitig Kinder und ein Einkauf transportieren. Deshalb kann das Lastenrad nicht nur für Betriebe, sondern gerade auch für Familien in der Stadt eine große Hilfe sein, wie Kopenhagen zeigt. Dort besitzt jede vierte Familie ein Transportfahrrad. Insgesamt sind laut VCÖ 40.000 Transporträder in der dänischen Radmetropole unterwegs. Deshalb unterstützt das Umweltressort Privatpersonen, Fahrgemeinschaften, Betriebe/Organisationen etc. (mit Standort bzw. Hauptwohnsitz in Linz) beim Kauf von Lastenfahrrädern, Elektro-Lastenfahrrädern und Fahrradanhängern. 
Es werden 30 Prozent der Investitionskosten gefördert, jedoch maximal:

  • Lastenfahrrad: 800 Euro
  • E-Lastenfahrrad: 1.000 Euro
  • Fahrradanhänger: 150 Euro
  • Lastenfahrrad-E-Anhänger: 1.000 Euro

Wird auch eine Förderung des Bundes in Anspruch genommen, so fördert die Stadt Linz nur bis zu einer Höhe von maximal 50 Prozent der Investitionskosten.

Erfolgreiches Umweltticket 

Neben den Mobilitätsförderungen des Umweltressorts fördert die Stadt Linz auch mit dem Umweltticket den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr. Um lediglich 285 Euro sind die Hauptwohnsitz-LinzerInnen das ganze Jahr über öffentlich mobil. Eine Maßnahme, die wirkt: Die Zahl der Linzer JahreskartenbesitzerInnen hat sich seit Einführung des Umwelttickets im Juli 2013 von knapp 5.400 auf mehr als 16.000 (Ende Mai 2020) verdreifacht.

E-Mobilität für Unternehmen

Das Linzer Umweltressort und die Linz AG unterstützen insbesondere auch Linzer Betriebe beim Umstieg auf eine nachhaltige Mobilität. Deshalb wird neben der Anschaffung von E-Fahrzeugen auch die Inanspruchnahme einer „Betrieblichen Mobilitätsberatung“ beim Klimabündnis ebenso gefördert wie die Schaffung der Ladeinfrastruktur. So wird die Installation von E-Ladestationen (Standsäulen) für Linzer Firmen, Betriebe, Unternehmen und Organisationen mit öffentlichem Interesse (z.B. Hauskrankenpflege) mit zehn Prozent und maximal 1.000 Euro gefördert. Die E-Ladestation muss im Stadtgebiet Linz errichtet und mit Ökostrom betrieben werden.

Nachhaltige Energienutzung

Gemeinsam mit der Linz AG fördert das Linzer Umweltressort auch Investitionen in eine nachhaltige Energienutzung. Auch hier werden sowohl die Beratung als auch der konkrete Umstieg gefördert. Einen besonderen Service bietet die Stadt Linz mit dem Solardachkataster. Mit wenigen Mausklicks kann man sich informieren, ob das eigene Dach für eine Solaranlage/Photovoltaikanlage geeignet ist. In enger Kooperation mit der Firma Geoplex GmbH aus Osnabrück wurde für jedes Dach in der Stadt Linz das Solarpotential berechnet.

Bei den Berechnungen wurde zwischen der Eignung für Photovoltaikanlagen zur Stromproduktion und solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung unterschieden. Über die Eignungskategorie hinaus erhält man per Mausklick weitere Informationen, beispielsweise zur Modulfläche und zu den möglichen Erträgen. Für jedes Dach können außerdem umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt werden. Alle Förderung für nachhaltige Energienutzung im Überblick:

  • Förderung von Energieberatungen
  • Förderung von Energiemonitoring
  • Förderung von Solaranlagen 
  • Förderung eines Solaranlagen-Check
  • Förderung von Photovoltaikanlagen
  • Förderung von Wärmepumpen für Beheizung und Warmwasseraufbereitung
  • Förderung für nachträglichen Einbau von kontrollierten Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung
  • Förderung von Thermografiemessungen
  • Förderung Pellets- und Hackschnitzelanlagen
  • Förderung der Heizungsumstellung auf Fernwärme

Stadtklima: Fassaden- und Dachbegrünung als Schutz vor Hitze

Die Überhitzung von Städten wird besonders im Sommer mehr und mehr zum Problem. Neben Parkanlagen, die zur Durchlüftung und Abkühlung der Innenstadt dienen, können auch Fassaden- und Dachbegrünungen einen wichtigen Beitrag leisten. Gut ausgeführte Begrünungen können helfen, die Entstehung von städtischen Hitzeinseln abzuschwächen und so zur Kühlung beizutragen. Das Umweltressort der Stadt Linz fördert deshalb seit letztem Jahr Fassaden- und Dachbegrünungen im Stadtgebiet.

Bewusstseinsbildung

Ein sorgsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen setzt Wissen und Bewusstsein voraus. Deshalb fördert das städtische Umweltressort auch die Bewusstseinsbildung zu den Themen Umwelt, Energieeinsparung, Luftreinhaltung, Klimaschutz, Verbesserung des Stadtklimas, Bodenschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Details zu allen genannten Förderungen finden sich auf der städtischen Homepage unter: https://www.linz.at/umwelt/foerderungen.php

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „Förderungen des Linzer Umweltressorts“ .Weitere Gesprächspartnerin: DIin Anna Sonnleitner, Abteilung Umweltmanagement )

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