Presseaussendung vom: 11.08.2020

Stadtentwicklung am Beispiel Pichling: Bürgermitsprache wird großgeschrieben Vizebürgermeister Hein: Bewohnerinnen und Bewohner gestalten die Zukunft ihres Stadtteils

Der Stadtteil Pichling erlebte in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung. Aus der ursprünglichen dörflichen Struktur wurde durch den Bau der SolarCity und durch den von der Stadt angelegten Südpark ein begehrtes Wohngebiet mit zahlreichen Arbeitsplätzen im Nahbereich. Mit seinen Baulandreserven bietet Pichling weiterhin einzigartige Möglichkeiten für die Stadtentwicklung von Linz.

Um diese Chancen optimal zu nützen, hat auf Initiative von Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein die im Vorjahr etablierte städtebauliche Kommission unter dem Vorsitz des Linzer Architekten DI Andreas Kleboth ein Konzept für die mittel- bis langfristige Entwicklung des Stadtteils ausgearbeitet. Ziel dabei ist es, die Stadtentwicklung nicht nur den Grundbesitzern und Bauträgern zu überlassen, sondern mit Mitsprache der Bewohnerinnen und Bewohner voranzutreiben. 

Die Heliosallee in der Solar City soll als „lineare Mitte“ ausgebaut werden, die Traundorfer Straße könnte zur Hauptachse von „Alt-Pichling“ werden. Die umliegenden Grünzonen, zum Beispiel der Traun- und Donauauen, und des Umfeld des Weikerl-, weiters des Pichlinger Sees und des Schiltenbergwalds sollen in die in künftigen Planungen mit einbezogen werden. 

Dem Radverkehr und dem öffentlichen Verkehr durch eine Straßenbahnverlängerung bis zum Pichlinger See sowie eine S-Bahn mit hoher Taktfrequenz soll ausreichend Platz eingeräumt werden. Zudem sind zusätzliche Begrünungsmaßnahmen mit Bäumen vorgesehen. Die Erdgeschoßzonen künftiger Neubauten sollten umweltfreundlichen Betrieben, Ärztezentren oder Vereine vorbehalten sein, während sich das Wohnen in den oberen Etagen abspielt. So kann gleichsam ein „Gewerbehof des 21. Jahrhunderts“ entstehen. „Als nächster Schritt zur Umsetzung der Empfehlungen sollen entsprechend dem Vorschlag der städtebaulichen Kommission themenorientierte Bürgerbeteiligungen stattfinden“, informiert der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Hein über den Projektstand. „Der Stadtteil Pichling hat gute Voraussetzungen, zu einem vitalen, vielfältigen und noch lebenswerteren Wohn- und Arbeitsort weiterentwickelt zu werden, wobei die Bewohnerinnen und Bewohner mitbestimmen können, wohin die Reise geht.“

Aber nicht nur in Pichling, sondern in ganz Linz soll, so Hein, der Bürgerbeteiligung mehr Stellenwert zukommen. Dies zeigt auch die Arbeit am künftigen Stadtentwicklungsplan, der von Expertinnen in Workshops erarbeitet und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden soll. Dieser Plan soll definieren, wohin sich Wohnen, Arbeiten und Leben in Linz in Zukunft entwickeln werden. Als Auftakt dazu sollen im Herbst so genannte Streitgespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern stattfinden. Das erste Streitgespräch startet im September dieses Jahres.

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