Presseaussendung vom: 26.08.2020

Zukunftsorientierte Integrationsstrategie: Integration am Arbeitsmarkt als wichtige Säule Integrationsstadträtin Regina Fechter: „In der Krise zeigt sich umso mehr: die Stellung am Arbeitsmarkt bestimmt den Standort in der Gesellschaft. Integration in die Gesellschaft braucht daher gute Integration am Arbeitsmarkt!“

Am 2. Juli 2020 verabschiedete der Linzer Gemeinderat die erste Linzer Integrationsstrategie. „Diese Strategie, die wir in einem breit aufgestellten Verfahren erarbeitet haben, fußt auf der guten Integrationsarbeit, die Linz seit vielen Jahrzehnten betreibt. Der zugrundeliegende Bericht über das bisher Geleistete ist eine Bestätigung des Kurses, den die Stadt Linz in Sachen Integration eingeschlagen hat. Zugleich haben wir dort, wo es sinnvoll erschien, zeitgemäße Ergänzungen vorgenommen“, blickt Integrationsstadträtin Regina Fechter auf einen gut eineinhalbjährigen Prozess zurück. Ein wichtiges Rad, an dem für eine gelingende Integration gedreht werden kann und muss, ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt: „In unserer leistungsorientierten Gesellschaft bestimmt die Stellung am Arbeitsmarkt vielfach den Standort in der Gesellschaft. Eine gute Integration in die Gesellschaft bedingt daher auch eine Integration in der Arbeitswelt“, erörtert Stadträtin Fechter. Wie in den anderen Handlungsfeldern der Integrationsstrategie setzt die Stadt auch bei diesem Thema auf einen erfolgreichen Mix aus Eigeninitiative und Kooperation mit kompetenten, zuständigen Institutionen.

Neben Sprache und Bildung zählen berufliche Qualifizierung und die Integration am Arbeitsmarkt zu den wichtigsten Säulen für eine gelingende Teilhabe an der Gesellschaft. Seitens der Stadt Linz werden dafür seit 2010 viele einzelne Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Gefordert sind allerdings auch andere Institutionen, wie Bildungseinrichtungen und das Arbeitsmarktservice.

Erfolg durch Berufsqualifizierung und besseren Einsatz vorhandener Qualifikation

Die Stadt Linz unterstützt die Möglichkeiten für berufliche Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten, die bereits Qualifikationen mitbringen. „Während viele im Zusammenhang mit Zuwanderung nur die Herausforderungen sehen, begreift die Stadt Linz Vielfalt auch als Chance“, erklärt dazu Integrationsstadträtin Regina Fechter. Zugewanderte bringen viele Potenziale und Kompetenzen mit. Diese gilt es besser wahrzunehmen und als Ausgangspunkt für berufliche Qualifizierung und qualifizierte Arbeit zu nutzen. Oftmals scheitern die Einsatzmöglichkeiten von Zugewanderten am Arbeitsmarkt, zum Beispiel als Fachkräfte, einfach nur an der fehlenden Anerkennung bereits vorhandener Qualifikationen.

Förderung des Berufseinstieges

In Bezug auf Jugendliche ist besonders auf den Übergang zwischen Pflichtschule und beruflicher Qualifizierung bzw. Arbeitswelt zu achten. Jugendliche mit Problemen in der Schule und sozial schwierigen Rahmenbedingungen benötigen nach dem Ende der Pflichtschule bei Bedarf unterstützende und begleitende Angebote. „Dies gilt natürlich unabhängig von der Herkunft der Jugendlichen. In Linz sollen alle junge Menschen eine Chance auf eine gute Ausbildung haben“, betont Stadträtin Regina Fechter. Daher sollen Angebote für Jugendliche mit schwieriger Ausgangslage nach der Pflichtschule ausgebaut und mit Mentoring verstärkt werden. Beispiele für die bereits erfolgreich angewandten Unterstützungsangebote sind „Perspektive Lehre“, „Jobimpuls“, „AMIGO@Work“ und „Nachbarinnen“. „Mir ist es dabei ein besonderes Anliegen, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Sicherheit bieten. Denn aus einem Gefühl der Perspektivenlosigkeit und fehlender Sicherheit kann rasch Verantwortungslosigkeit und mangelnder Respekt werden, und darunter leidet dann das Miteinander in der Gesellschaft“, so Stadträtin Regina Fechter.

Die Zukunft braucht bessere Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und bessere Rahmenbedingungen für die Anerkennung vorhandener Qualifikationen

Einzelne Module des Projektes „Do.It“ sollen überarbeitet werden. Darüber hinaus braucht es die Verstärkung der beruflichen Qualifizierung von MigrantInnen sowie eine bessere Kommunikation von Ausbildungsmöglichkeiten in Engpassberufen, etwa in der Pflege. „Damit erreichen wir vor allem bereits hier lebenden Jugendliche mit Migrationshintergrund, um sie für eine zukunftsorientierte Ausbildung zu motivieren“, erklärt Stadträtin Fechter.

Für Fachkräfte aus dem Ausland (so genannte „Expats“) soll der Standort Linz noch attraktiver gemacht werden. Dafür werden seitens der Stadt die Informationsangebote und die Willkommensbroschüre erweitert, modernisiert und vor allem digitalisiert. Ergänzend ist es allerdings notwendig, die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Schlüsselkräfte aus dem Ausland zu erleichtern. Dazu zählt auch, dass vorhandene Qualifikationen von Zugewanderten besser nutzbar gemacht werden, indem vor allem Anpassungs- und Anerkennungs- bzw. Nostrifizierungsprozesse für bereits bestehende, nicht in Österreich absolvierte Ausbildungen in Verbindung mit dem Fachkräftebedarf vereinfacht werden.

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