Presseaussendung vom: 31.08.2020

Wechsel in der Geschäftsführung von Ars Electronica Auf Diethard Schwarzmair folgt Markus Jandl

Pünktlich zum Auftakt des Linzer Kulturhauptstadtjahres „Linz 09“ und der feierlichen Eröffnung des auf 6.500 Quadratmeter erweiterten „Museums der Zukunft“ wurde Diethard Schwarzmair am 1. Jänner 2009 zum Kaufmännischen Geschäftsführer von Ars Electronica bestellt. In den darauffolgenden fast zwölf Jahren sollte der Manager maßgeblichen Anteil am bis heute andauernden Höhenflug der Linzer Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft haben. Mit 31. August 2020 geht Diethard Schwarzmair nun in Pension und übergibt an Markus Jandl, bislang Leiter der Corporate Finance und Prokurist der Ars Electronica Linz GmbH & Co KG.

„Die Ars Electronica ist die international bedeutendste Marke der Kulturstadt Linz. Diethard Schwarzmair hat diese Entwicklung im letzten Jahrzehnt offensiv und mit Sicherheit als kaufmännischer Leiter vorangetrieben. Mit knapp 20 Millionen Euro Erträgen und einer Eigenkostendeckung von 71 Prozent wurde das Vorjahr mit einer – auch vom Kontrollamt gewürdigten – Rekordbilanz abgeschlossen. Die weltweiten Projektaufträge sind nicht nur wesentlicher Teil der Kompetenz von Ars Electronica, sondern sichern auch wirtschaftlich den Linzer Museumsbetrieb, das Festival und den Prix“, würdigt Beirats-Vorsitzende Doris Lang-Mayerhofer die hervorragende Leistung von Diethard Schwarzmair und bedankt sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Neue Strukturen und neue Prozesse – Diethard Schwarzmair prägt fast zwölf Jahre Ars Electronica

Dass die Ars Electronica im Jahr 2020 nicht mehr viel gemein hat mit der Ars Electronica von 2008 liegt freilich nicht nur an Diethard Schwarzmair, hat aber viel mit ihm zu tun. „Ein Non-Profit-Betrieb im Kunst- und Kulturbereich kann genauso effizient und effektiv arbeiten wie ein kommerziell orientiertes Unternehmen“ – von seinem ersten Tag an suchte Diethard Schwarzmair dieses Credo in die Tat umzusetzen und ging daran Ergebnis- sowie Performanceorientierung unternehmensweit zu verankern. Kaum im Amt forcierte er 2009 eine neue Betriebsvereinbarung für Ars Electronica, aus zahlreichen freien Mitarbeiter*innen wurden Angestellte – ein Quantensprung nicht nur hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Absicherung und Entlohnung der Kreativarbeiter*innen, sondern auch eine Zäsur in puncto Unternehmenskultur und -identität. Es folgten viele weitere Meilensteine: Noch 2009 wurden Entscheidungskompetenzen und Budgethoheiten dezentralisiert, wodurch den Unternehmensbereichen mehr Gestaltungsfreiheit aber auch mehr Verantwortung übertragen wurden, 2012 wurde mit „Ars Electronica Solutions“ ein neuer Unternehmensbereich geschaffen, der bis dato Prototypen aus dem künstlerischen Kosmos zu Produkten weiterentwickelt und erfolgreich vertreibt, in Gestalt des 2015 in Betrieb genommenen Deep Space 8K sowie des 2019 wiedereröffneten neuen Ars Electronica Center setzte sich Diethard Schwarzmair ebenso hartnäckig wie erfolgreich für große Investitionspakete ein und hatte Anteil daran, dass diese Projekte auch ohne Kostenüberschreitung und Zeitverzögerung umgesetzt wurden. Schritt für Schritt implementierte Diethard Schwarzmair neue Strukturen und Prozesse und schuf damit die Voraussetzung dafür, dass sich Ars Electronica zu einem Unternehmen entwickeln konnte, das heute mit weltweit führenden Playern aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie zusammenarbeitet.

Wirtschaftlicher Erfolg trotz rückläufiger öffentlicher Gelder

Trotz eines mitunter schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und rückläufiger öffentlicher Gelder, gelang es Ars Electronica in diesen vergangenen elf Jahren nicht nur inhaltlich-künstlerisch, sondern auch wirtschaftlich sehr erfolgreich zu agieren. 2019 kulminierte diese Entwicklung in einem Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft, das mehr 100.000 Besuche zählte, einem nun auf KI fokussierten Ars Electronica Center, das mehr als 192.000 Mal besucht wurde, und einem wirtschaftlichen All-Time-High.

Erfolgreicher Krisenmanager in Zeiten von Corona

Mit raschen Entscheidungen sorgte Diethard Schwarzmair zuletzt in der Akutphase der Coronakrise für Stabilität innerhalb des Unternehmens. Durch die Inanspruchnahme des Kurzarbeitspakets der Bundesregierung sorgte er dafür, dass Ars Electronica von einem über unvermeidbare Erlösausfälle hinausgehenden wirtschaftlichen Substanzverlust verschont blieb und zahlreiche Jobs von Mitarbeiter*innen erhalten werden konnten. Am 31. August 2020 geht Diethard Schwarzmair in Pension. Er legt mit der Geschäftsführung der Ars Electronica Linz GmbH & Co auch jene der Kreativität, Kultur & Veranstaltungen der Stadt Linz Holding GmbH sowie diverse weitere Geschäftsführerfunktionen, die er in den letzten drei Jahre ausübte, zurück.

Markus Jandl ab September 2020 neuer Kaufmännischer Geschäftsführer

Gewissermaßen am Vorabend des diesjährigen Festivals übernimmt Markus Jandl als neuer kaufmännischer Geschäftsführer von Ars Electronica. Seit nunmehr 15 Jahren bei Ars Electronica tätig, kennt der 38-jährige das Unternehmen bestens und hat als Prokurist und Leiter der Abteilung Corporate Finance bereits in der Vergangenheit eine zentrale Rolle bei allen wesentlichen kaufmännischen Entscheidungen gespielt. Sein erstes großes Projekt als Geschäftsführer ist bereits in Umsetzung begriffen: die Erneuerung und Erweiterung der kaufmännischen Software-Systeme, die eine weitere Effizienzsteigerung und Professionalisierung der internen Abläufe ermöglichen sollen. Die größte Herausforderung der nächsten Monate und Jahre sieht Markus Jandl aber freilich in der Bewältigung der Corona-Krise, die Ars Electronica massiv trifft, gerade weil das Unternehmen so erfolgreich darin war, Einnahmen aus Projektgeschäft, Auftragsforschung und Ticketverkäufen zu erzielen. „Wir wären aber nicht Ars Electronica, würden wir diese Krise nicht als eine Herausforderung begreifen, die wir bestmöglich meistern wollen“, ist Markus Jandl zuversichtlich. „Wir sind deshalb schon mitten drinnen, in der Entwicklung und Erprobung neuer Strategien und Tools, mit denen wir unsere gemeinwirtschaftlichen genau wie unsere erwerbswirtschaftlichen Aktivitäten auch in Zukunft erfolgreich gestalten wollen.“

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