Presseaussendung vom: 08.09.2020

58 Prozent aller Kinder in den Krabbelstuben und 33 Prozent aller Kindergarten-Kids in städtischer Ferienbetreuung Corona-Krise hinterließ Spuren bei den Besuchszahlen: Eltern heuer deutlich vorsichtiger

Die Sommerferien stellen Eltern Jahr für Jahr bei der Kinderbetreuung vor große Herausforderungen. Auch heuer steht die Stadt mit ihren Betreuungseinrichtungen den Linzer Familien als verlässlicher Partner zur Seite. Seit nun mittlerweile 10 Jahren sind die städtischen Kindergärten und Krabbelstuben 52 Wochen im Jahr geöffnet. „Die Stadt Linz ist die einzige Stadt Österreichs, in der die eigenen Krabbelstuben und Kindergärten ganzjährig geöffnet sind. Das gewährleistet eine Betreuungsstabilität für die Eltern“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Die heurigen Besuchszahlen in den Ferien verdeutlichen aber, dass die Corona-Krise bei den Familien Spuren hinterlassen hat. Von Mitte Juli bis Ende August nutzten durchschnittliche 33 Prozent aller Kindergartenkinder und 58 Prozent aller Krabbelstuben-Kids die Betreuungsangebote. „Die Anwesenheiten zeigen, dass die Eltern noch immer sehr vorsichtig sind. Waren im vergangenen Jahr noch 80 Prozent der Krabbelstuben- und 60 Prozent der Kindergarten-Kinder in den Ferien in einer Betreuungseinrichtung, so sind es heuer mit knapp 60 und etwas mehr als 30 Prozent deutlich weniger“, analysiert Bürgermeister Klaus Luger die Betreuungszahlen. „Dennoch ist es wichtig, dass in Zeiten von Corona, wo vor allem unsere Kinder sehr große Einschränkungen ertragen mussten, die Betreuung der Kinder in ihrem gewohnten sozialen Umfeld sowie die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen gewährleistet ist“, so Luger.

Der Vergleich der Anmeldezahlen mit den tatsächlichen Anwesenheitszahlen verdeutlicht jedoch, dass die Verbindlichkeit bei manchen Eltern rückläufig ist. „Beinahe jedes zweite angemeldete Kindergartenkind und jedes vierte Krabbelstubenkind war trotz Anmeldung nicht anwesend. Diese Zahlen erwecken den Anschein, dass es sich hier nicht immer um kurzfristige berufliche oder private Änderungen handelt“, so Luger. Bei der Bereitstellung des pädagogischen Personals muss die Stadt jedenfalls davon ausgehen, dass alle angemeldeten Kids tatsächlich die Betreuung auch in Anspruch nehmen. Somit sind rund ein Drittel der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unnötigerweise in den Kindergärten und Krabbelstuben vor Ort. „Diese Situation ist aus meiner Sicht unfair gegenüber unseren Pädagoginnen und Pädagogen.

Anstelle auf Urlaub zu gehen, müssen sie in nicht voll benötigtem Ausmaß ihren Dienst verrichten“, analysiert Bürgermeister Luger. „Abhilfe könnte hier eine neuer Anmeldemodus sein, der den Eltern auch verdeutlicht, dass eine gewisse Verbindlichkeit der Anmeldung wichtig ist“, so Luger abschließend.

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