Presseaussendung vom: 28.09.2020

Am 27. September 1985 wurde das Neue Linzer Rathaus eröffnet Bürgermeister Klaus Luger: „Seit 35 Jahren städtebaulicher Akzent und eine bewährte Heimstatt für wichtige Bürgerdienstleistungen der Stadt! Heute besitzt die Digitale Agenda denselben Stellenwert wie damals die Zusammenführung der Magistrats-Ämter“

Uneinheitlicher, sanierungsbedürftiger Baubestand wich städtebaulichem Impuls für Urfahraner Zentrum, der auch zum Stadtklima beiträgt

Ein moderner Standort für zuvor über die Stadt verteilte Magistratsdienststellen spart BürgerInnen Weg und Zeit 

Heute vor genau 35 Jahren wurde das Neue Linzer Rathaus vom damaligen Stadtoberhaupt Prof. Hugo Schanovsky eröffnet. „Damit erhielten zahlreiche, zuvor über das ganze Stadtgebiet verteilte Magistratsdienststellen eine neue Heimstatt. Die Bürgerinnen und Bürger konnten ab diesem Zeitpunkt die meisten städtischen Dienstleistungen an einem Standort in Anspruch nehmen, sparten sich damit Wege und Zeit. Die Weichenstellung der Ära Hillinger war damals ebenso zukunftsweisend wie heute die Digitalisierung des städtischen Dienstleistungs-Angebotes“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger eine der Damaligen Motivlagen für die Errichtung des Neuen Rathauses und zieht Vergleich mit der Gegenwart.

1977 fällte der Gemeinderat unter Franz Hillinger die Entscheidung, am westlichen Urfahraner Brückenkopf der Nibelungenbrücke ein modernes städtisches Verwaltungsgebäude zu errichten. „Die Wahl des Standortes war nicht zufällig. Zum einen bildete die Brücke die Achse zum Hauptplatz und zum bis dahin einzigen Rathaus der Stadt. Zum anderen hatte die Stadt bereits zuvor mit der Sanierung des früheren Urfahraner Zentrums begonnen, das von einer weitgehend verfallenden Bausubstanz geprägt war“, blickt Bürgermeister Klaus Luger zurück.

Das Neue Rathaus, nach Plänen des Wiener Architektenteams Falkner und Fürtler erbaut und weit früher sowie günstiger als geplant seiner Bestimmung übergeben, ist heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Auf den Terrassen finden mittlerweile auch Stadtbienen eine Heimat, gemeinsam mit der zunehmenden Begrünung des Hauses leistet der Bau damit ebenso einen wichtigen Beitrag zur Stadtökologie und zum Klimaschutz.

Der Bau der Nibelungenbrücke von 1938 bis 1940 stellte einen schweren Eingriff in den Ortskern von Urfahr dar. Früher für das belebte Zentrum wichtige Häuser wurden vom Verkehrsstrom abgeschnitten und verloren ihre Bedeutung. Damit einher ging ein zunehmender Verfall der Bausubstanz. 1975 begann die Stadt mit der Sanierung des Stadtteils. Der uneinheitliche und sehr sanierungsbedürftige Baubestand direkt am westlichen Urfahraner Brückenkopf begünstigte die Vision, hier einen gänzlich neuen städtebaulichen Impuls zu setzen.


Luftbild Urfahraner Brückenkopf 1951, im Auftrag der U.S. Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch - ISB)

Zugleich benötigte die Verwaltung der wachsenden Stadt Linz neue Räumlichkeiten: das Rathaus am Hauptplatz war schon lange viel zu klein, um dem Magistrat mit seinen zahlreichen Aufgabenbereichen im Dienste der Bürgerinnen und Bürger ausreichend Platz zu bieten. Die Dienststellen waren daher über das gesamte Stadtgebiet verstreut, was teilweise viele und lange Wege für die Linzerinnen und Linzer sowie für die städtischen Beschäftigten bedeutete.

Daher entschied 1977 der Linzer Gemeinderat, ein neues Verwaltungsgebäude in Urfahr zu errichten. 26 Entwürfe wurden beim Architektenwettbewerb eingereicht, aus dem die Pläne des Architektenteams Rupert Falkner und Anton Fürtler als Sieger hervorgingen. Der von diesem Duo geplante Baukörper besteht aus einem vierkantigen, fünfgeschoßigen Hauptbau und einer zur Donau hin niedrigen Verbauung mit zwei- und dreigeschoßigen Gebäudeteilen. Das Rathausgeviert steigt von der Donau aus gesehen Terrasse für Terrasse empor. Der Stahlbetonbau hat eine Außenfassade aus 6.700 Betonfertigteilen und 2.120 Fenstern, eine Vielzahl von Arkaden und abgerundete Gebäudeecken bilden miteinander eine Einheit. Der Bau wird durch ein Kupferdach gekrönt

Baubeginn war am 16. März 1980, am 13. Oktober 1983 wurde die Dachgleiche erreicht. Bereits am 27. September 1985 – ein Jahr früher als geplant und mit geringeren Baukosten – wurde das Neue Rathaus feierlich eröffnet und seiner Bestimmung übergeben.

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