Presseaussendung vom: 19.10.2020

Zukunftsorientierte Integrationsstrategie für das Miteinander in Linz: Teilhabe als Recht, aber auch als Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft Integrationsstadträtin Regina Fechter: „Integration lebt von gleichen Pflichten und Rechten innerhalb der Gesellschaft!“

Am 2. Juli 2020 verabschiedete der Linzer Gemeinderat die erste Linzer Integrationsstrategie. „Diese Strategie, die wir in einem breit aufgestellten Verfahren erarbeitet haben, fußt auf der guten Integrationsarbeit, die Linz seit vielen Jahrzehnten betreibt. Der zugrundeliegende Bericht über das bisher Geleistete ist eine Bestätigung des Kurses, den die Stadt Linz in Sachen Integration eingeschlagen hat. Zugleich haben wir dort, wo es sinnvoll erschien, zeitgemäße Ergänzungen vorgenommen“, blickt Integrationsstadträtin Regina Fechter auf einen gut eineinhalbjährigen Prozess zurück. Im Fokus steht dabei stets das Miteinander in Linz.

Ein wichtiges Rad, an dem für eine gelingende Integration gedreht werden kann und muss, ist die Teilhabe an der Gesellschaft: „Wir haben mit dem Migrations- und Integrationsbeirat bereits in den 1990er Jahren ein Instrument geschaffen, das Zugewanderten in Linz eine Stimme gibt. Gleiche Rechte, etwa beim Zugang zum Gesundheitswesen, sind jedoch auch mit gleichen Pflichten, etwa beim Einhalten der geltenden Regeln, verbunden“, erörtert Stadträtin Fechter.

Morgen endet die Nominierungsfrist für die nächste Arbeitsperiode des Migrations- und Integrationsbeirates. „Alle sechs Jahre werden die verschiedenen Migrantengruppen in Linz eingeladen, Vertreterinnen und Vertreter für die Interessensvertretung zu nominieren. Entsprechend der Größe der einzelnen Gruppen schlägt das Integrationsbüro dem Bürgermeister aus dieser Nominierungsliste bis zu 21 Personen vor, die dieser dann ernennt. Der Austausch zu Fragen des Zusammenlebens oder etwa zu Gemeinderatsanträgen, die in besonderem Ausmaß die zugewanderte Bevölkerung betreffen, hat sich seit den 1990er bewährt“, erklärt Integrationsstadträtin Regina Fechter. „Ich bin überzeugt, dass uns das viele Konflikte erspart hat, die in anderen vergleichbaren Städten zu beobachten waren“, meint Fechter.

Nicht nur die politische Teilhabe, sondern vor allem auch der gleichberechtigte Zugang zu Gesundheitsleistungen steht im Mittelpunkt dieses Handlungsfeldes der Integrationsstrategie. „Menschen aus anderen Ländern sind oft mit dem System unserer Gesundheitsversorgung nicht vertraut. Hier braucht es viel Aufklärung und Information, um eine möglichst effiziente Inanspruchnahme des Gesundheitswesens gewährleisten zu können“, ist Stadträtin Regina Fechter überzeugt.

Gleiche Rechte bei der Wahrnehmung politischer Interessen und beim Zugang zum Gesundheitssystem sind jedoch unweigerlich mit Verpflichtungen verbunden. „Das beginnt natürlich beim Einhalten der Regeln, die in unserer Gesellschaft gelten. Dazu gehört auch, dass die Menschen Verantwortung für sich und füreinander übernehmen“, so Fechter. Aus diesem Grund will das Integrationsressort im Zuge der Integrationsstrategie die Freiwilligenarbeit stärker forcieren. „Wir fördern hier insbesondere die Kooperation zwischen Migrantenvereinen und traditionellen österreichischen Vereinen“, erklärt Regina Fechter. Sorge um das freiwillige Engagement der Zugewanderten macht sie sich nicht, im Gegenteil: „Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr haben sich über ganz Linz zahlreiche Initiativen zur Nachbarschaftshilfe gebildet. Sehr viele davon wurden unter anderem von LinzerInnen mit Migrationshintergrund getragen“, ist Integrationsstadträtin Regina Fechter stolz.

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