Presseaussendung vom: 30.10.2020

Mehr als die Hälfte der Kinder besuchten ganztags die Kindergärten Krabbelstuben sogar zu 70 Prozent ausgelastet

36 Millionen Euro Zuschuss der Stadt Linz für Kinderbetreuung

Bürgermeister Klaus Luger: „Auch bei zu erwartenden Maßnahmen der Regierung: Krabbelstuben, Kindergärten und Horte müssen für alle Kinder geöffnet bleiben!“

Die vom Land Oberösterreich verordnete kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung für Kleinkinder bewog in anderen Gemeinden schon vor Ausbruch der Covid-Pandemie bis zu 50 Prozent der Erziehungsberechtigten zu einer Abmeldung. In der Landeshauptstadt besuchten dagegen dank des vom Gemeinderat beschlossenen sozialen Linzer Tarifmodells trotz der Pandemie derzeit im Durchschnitt 74 Prozent den Kindergarten. 67 Prozent sind auch nachmittags in Betreuung. In den Krabbelstuben waren vor den Herbstferien im Schnitt 79 Prozent der Kinder anwesend, in den Horten sogar 88 Prozent.

Durchschnittliche Kinderbetreuungsauslastung vor den Herbstferien
Kindergärten 74 Prozent
Krabbelstuben 79 Prozent
Horte 86 Prozent

Sogar während der Herbstferien waren die Kinderbetreuungseinrichtungen trotz der steigenden Anzahl an Corona-Fällen stark besucht. Dies zeigt, wie wichtig das Betreuungsangebot für die Familien ist. In den Kindergärten waren durchschnittlich 53 Prozent, in den Krabbelstuben 70 und in den Horten trotz Ferien immerhin noch 21 Prozent anwesend.

Durchschnittliche Kinderbetreuungsauslastung während den Herbstferien
Kindergärten 53 Prozent
Krabbelstuben 70 Prozent
Horte 21 Prozent

„Die Auslastungszahlen zeigen, dass die Eltern dieses Angebot benötigen und auch annehmen. Das bestätigt mich in der Auffassung, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen auch während dieser Krise geöffnet bleiben müssen“, betont Bürgermeister Klaus Luger. „Dazu kommt, dass mit den günstigen Kostensätzen in Linz die Familien jährlich um fast drei Millionen Euro entlastet werden. Die massiven städtischen Zuschüsse sorgen in diesen Zeiten, in denen viele LinzerInnen und Linzer infolge Kurzarbeit Einkommensverluste hinnehmen müssen, für weiterhin leistbare Tarife und entlasten so die Haushaltskassen“.

Laut den Statistiken des städtischen Kinder- und Jugend-Services besuchen zudem mehr als die Hälfte der Kinder die städtischen Kindergärten auch am Nachmittag zum Nulltarif. Durch die sozial gestaffelten Tarife müssen die Erziehungsberechtigten ebenso für jeweils ein Drittel der Hortkinder und sowie der Krabbelstubenkinder keine Besuchsgebühren bezahlen. Der volle Tarif wird nur für 14 Prozent der Krabbelstuben-, für 15 Prozent der Kindergarten- und für 12 Prozent der Hortplätze eingehoben.

Die städtischen Kinder- und Jugendservices betreiben an 59 Standorten Kindergärten, an 41 Standorten Krabbelstuben und an 34 Standorten Horte, die von zirka 10.000 Kindern besucht werden. Für die Finanzierung dieser Einrichtungen muss Linz heuer mehr als 30 Millionen Euro zuschießen. Weitere knapp 2.800 Plätze bieten private Betreiber wie die Caritas, davon 2.000 in Kindergärten, 200 in Krabbelstuben und 600 in privaten Horten. Dafür leistet die Stadt insgesamt Zuschüsse in der Höhe von knapp 36 Millionen Euro.

Corona-
Massentests
Corona-Massentests in Linz

Aktuelle Informationen der Stadt Linz zu den Massentests von 11. bis 14. Dezember 2020

Mehr dazu