Presseaussendung vom: 13.11.2020

Zukunftswerkstatt arbeitet an Nutzung des Urfahraner Marktgeländes Bereits 2021 soll mit der Gestaltung begonnen werden

In seiner aktuellen Sitzung hat sich der Beirat der Linzer Zukunftswerkstatt auf ein weiteres Vorgehen hinsichtlich des Urfahraner Marktgeländes geeinigt. Als Grundlage für die weitere Entwicklung dient das Inselprojekt des Architekturkollektivs G.U.T. Dieser innovative Ansatz bietet die Möglichkeit, direkt an der Donau und in unmittelbarer Zentrumsnähe einen hochqualitativen Freiraum zu schaffen. Der vorliegende und bekannte Plan des Architektenteams ist noch entsprechend zu überarbeiten, damit der Urfahraner Jahrmarkt auch künftig in gewohnter Form gesichert ist.

Neben dem Inselprojekt werden aber auch die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt „Donauufer / Urfahraner Markt“, die unter der Leitung von Frau Univ.-Prof.in Sabine Pollak entstanden sind, bei der weiteren Bearbeitung einfließen. Mit den verschiedenen Vorschlägen, die im Rahmen dieser Grundlagenforschung erarbeitet wurden, liegen zwar keine konkreten Gestaltungsprojekte vor, aber eine „Toolbox“ mit zahlreichen Nutzungs- und Bespielungsmöglichkeiten. Diese können auch außerhalb der Jahrmarktzeiten angeboten werden. Alle Gemeinderatsfraktionen sind sich einig, dass diese einmalige Chance zu Gestaltung einer wichtigen innerstädtischen Fläche gemeinsam ergriffen werden muss. Bereits 2021 soll mit der Gestaltung begonnen werden.

„Mit der Zukunftswerkstatt haben wir einen neuen städtischen Think-Tank ins Leben gerufen. Auf eine völlig neue und vor allem innovative Art und Weise, sollen Lösungen für große Problemstellungen gefunden werden. Das Urfahraner Jahrmarktareal ist hier sicherlich ein gelungenes Beispiel dafür“, betont Bürgermeister Klaus Luger. „Aufgrund der sehr speziellen Anforderungen kann nicht eine Gestaltung alleine den unterschiedlichen Nutzungen gerecht werden. Die Entwicklung einer Tool-Box mit diversen Bespielungsmöglichkeiten sind sicherlich für dieses Areal von Vorteil. Aufbauend auf der Inselidee kann so bereits ab dem kommenden Jahr die Fläche neu attraktiviert werden“, so Luger.

„Wenn auch vielleicht die ursprüngliche Erwartung an die autarke Zukunftswerkstatt eine andere war, ist eine Kombination des Inselprojekts und der Kunst-Uni-Studie für mich der vielversprechendste Ansatz. Auch nach einer neuen Gestaltung hätten wir uns ohnehin über die Bespielung Gedanken machen müssen. Jetzt machen wir endlich Nägel mit Köpfen und gehen in eine rasche Umsetzung. Wichtig ist mir aber, dass der Jahrmarkt jedenfalls ein fixer Bestandteil aller Planungen bleibt“, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein.

„Ich befürworte den Neustart im Planungsprozess, denn die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zum Urfahrmarktgelände haben mich nicht überzeugt. Die zeitlichen und finanziellen Aufwendungen hätten besser investiert werden sollen“, zeigt sich Vizebürgermeister Bernhard Baier enttäuscht von den bisherigen Plänen der Zukunftswerkstatt. „Unabhängig davon soll sich dieses Gelände mit dem Fixstarter Jahrmarkt zu einem neuen Naherholungsgebiet an der Donau entwickeln. Das vorliegende „Inselprojekt“ liefert dafür gute Grundlagen und Anhaltspunkte. An diesem wunderbaren Platz muss sich endlich etwas tun“, betont Vizebürgermeister Bernhard Baier abschließend.

„Ich freue mich sehr, dass das Inselprojekt des Architekturkollektivs G.U.T. kombiniert mit den Nutzungsideen von Professorin Pollak nun ab nächstem Jahr umgesetzt werden soll. Wir haben mit der Neugestaltung des Jahrmarktareals die einmalige Chance einen hochwertigen Frei- und Erlebensraum im Herzen unserer Stadt zu schaffen. Es ist an der Zeit, dass wir den Linzerinnen und Linzern endlich einen der schönsten Plätze direkt an der Donau zurückgeben“, sagt Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

„Die Zukunftswerkstatt ist die Kreativabteilung der Stadt. Tun sich neue Flächen oder Fragestellungen der Stadtentwicklung auf, sollte die Zukunftswerkstatt ran. Beim meist leeren Parkplatz am Urfahraner Gelände konnten so Möglichleiten und Chancen aufgezeigt werden. Die vorgeschlagene Lösung bleibt allerdings programmatisch und lässt einen größeren Wurf vermissen“, sagt Beiratsmitglied Lorenz Potocnik.

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