Presseaussendung vom: 23.11.2020 |

Gewaltschutz: Linzer Frauen- und Gewaltschutzorganisationen sind weiterhin für alle Frauen da „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“ im Zeichen der Pandemie

Gewalt gegen Frauen ist weltweit – auch in Österreich – die häufigste Menschenrechtsverletzung. Im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“ wird das Recht auf ein gewaltfreies Leben eingefordert. Diese 16 Tage finden zwischen 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen) und 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) statt. Die aufgrund der Corona-Pandemie notwendi-gen Ausgangsbeschränkungen und die wirtschaftliche Krisensituation er-höhen gerade jetzt die Gefahr für Frauen und Kinder, Opfer von Gewalt im eigenen Zuhause zu werden. Alle Linzer Frauen- und Gewaltschutzorgani-sationen sind -  wie die beigefügten Medieninformationen der Einrichtungen zeigen – in diesem Jahr mit steigender Gewalt konfrontiert.     

„Auch in Notsituationen darf Gewalt in unserer Gesellschaft keinesfalls hingenommen werden, weshalb ich alle ersuche, in ihrem Umfeld gerade jetzt wachsam zu sein. Wenn Sie akute Gewalt wahrnehmen, dann infor-mieren Sie bitte die Polizei. Auch die Linzer Frauen- und Gewaltschutzor-ganisationen sind jetzt für Betroffene da und leisten unter schwierigen Rahmenbedingungen eine unermesslich wichtige Arbeit. Dafür möchte ich mich als Frauenstadträtin von ganzem Herzen bedanken“, so Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

autonomes Frauenzentrums (aFZ)

Das autonome Frauenzentrum ist seit 1980 Frauenberatungsstelle und als Frauennotruf anerkannte Fachberatungsstelle für Frauen und Mäd-chen ab 14 Jahren als Opfer von sexueller Gewalt. Das Frauenzentrum ist telefonisch und per Mail erreichbar und bietet zudem über die Homepage auch die Möglichkeit zur Online-Beratung. Des Weiteren ist es möglich, mit den Beraterinnen einen Rückruf zu einer vorher ausgemachten Uhrzeit zu vereinbaren, um in Ruhe außer Hörweite des Partners oder des Kindes sprechen zu können.

Telefon: +43 743 602200
E-Mail: hallo@frauenzentrum.at und Homepage: www.frauenzentrum.at 

Gewaltschutzzentrum

Das Gewaltschutzzentrum kontaktiert Opfer nach Mitteilung der Polizei bei Wegweisung, Betretungsverbot sowie bei Stalkinganzeige und bietet psychosoziale und rechtliche Beratung an. Das 1997 eingeführte Gewaltschutzgesetz ermächtigt die Polizei, bei Gewalt in der Privatsphäre einzuschreiten, Gewalttäter aus Wohnungen wegzuweisen und ihnen das Betreten zu verbieten. Auch jetzt im Lockdown wird bei Gefährdung eine Weg-weisung und ein Annährungsverbot ausgesprochen! 

Das Gewaltschutzzentrum ist telefonisch unter +43 732 607760 oder per Mail unter ooe@gewaltschutzzentrum.at erreichbar.

Frauenhaus Linz

Auch im zweiten Lockdown ist das Linzer Frauenhaus tagsüber für Beratungen (vorwiegend telefonisch) erreichbar. Gerade im Frühsommer hat sich gezeigt, dass aufgrund der extremen Ausnahmesituation für viele Frauen das Schutzangebot (vorübergehende Wohnmöglichkeit) lebenswichtig war. Aufgrund der großen Zahl an Hilfesuchenden war das Frau-enhaus zu mehr als 100% ausgelastet, weshalb sogar vorübergehend eine Ausweitung des vorhandenen Angebotes erfolgen musste.

Das Frauenhaus ist natürlich auch jetzt - für akute Krisensituationen rund um die Uhr -  zur Aufnahme ins Wohnhaus für von Gewalt betroffene Frauen da. Erreichbar ist das Frauenhaus unter +43 732 606700 oder unter office@frauenhaus-linz.at 

Frauenhelpline und Helpchat 

Bundesweit erhalten alle Frauen Hilfe bei der Frauenhelpline 0800 222 555 oder beim Helpchat auf der Seite www.haltdergewalt.at

Sprechblasenaktion gegen Gewalt 

Das Frauenbüro lädt auch dieses Jahr wieder ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und Sprechblasen mit Sprüchen gegen Gewalt beispielsweise auf der Innenseite der Heckscheibe des Autos, im Fenster zu Hause oder in der Arbeit auf der Bürotüre anzubringen. Kostenlose Bestellungen werden unter frauenbuero@mag.linz.at entgegengenommen – Post-Adresse und das gewünschte Sujet bekanntgeben. Näheres zu den verschiedenen Vari-anten erfahren Interessierte unter https://www.linz.at/frauen/103988.php.

Wer dann noch ein Foto oder ein kurzes Video mit einer Sprechblase für die Facebook-Aktion des Frauenbüros im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“ einsendet, erhält als kleinen Dank eine Maske mit der Aufschrift „Nein heißt Nein!“.

Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen ist ein Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und jeder Form von Gewalt gegenüber Frauen. Im Jahr 1981 wurde dieser Tag von der UNO erstmals zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen erklärt. Er wird jährlich am 25. November begangen und findet im Gedenken an drei Bürgerrechtskämpferinnen aus Mittelamerika statt, die 1960 aufgrund ihres frau-enpolitischen Engagements ermordet wurden. Weltweit wird der Tag genutzt, um die internationale Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Jedes Jahr organisieren Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschen-rechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird und welche die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel haben. 
 

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