Presseaussendung vom: 07.12.2020 |

Abstrich im Akkord: Stadt Linz stellt organisatorische Abwicklung für flächendeckende Massentests sicher Anmeldung ab 8. Dezember auf www.linz.at/massentest möglich

11 Standorte mit 75 Teststraßen stehen für Linzer Bevölkerung bereit, 1.000 MitarbeiterInnen im Einsatz

Bürgermeister Klaus Luger: „Magistrat, Rotes Kreuz und Samariterbund sichern professionelle Massentests. Ich lade die Linzerinnen und Linzer ein, sich testen zu lassen“

Gesundheitsstadtrat Michael Raml: „Bundesregierung hat nach großspuriger Ankündigung kurzerhand die Arbeit an Städte und Länder delegiert“

Alle Linzerinnen und Linzer haben von 11. bis 14. Dezember die Möglichkeit, sich freiwillig und kostenlos einem Antigen-Schnelltest zu unterziehen. Ab morgen, Dienstag, 8. Dezember, ist eine Anmeldung auf www.linz.at/massentest für alle Linzerinnen und Linzer möglich. Bereits am vergangenen Wochenende ging die Testung des Linzer Bildungspersonals im Design Center Dank des professionellen Einsatzes des Bundesheeres reibungslos über die Bühne.

„Binnen weniger Tage hat die Stadt Linz im gebündelten Zusammenspiel aller Einsatzkräfte, dem Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariterbund, der Berufsfeuerwehr, dem Militärkommando Oberösterreich sowie in enger Koordination mit dem Land Oberösterreich die Massentests in der Landeshauptstadt vorbereitet. Trotz widriger Umstände wird dieses Großprojekt rasch und professionell abgewickelt. Dafür gilt allen Beteiligten mein Dank“, betont Bürgermeister Klaus Luger. Aufgrund Unwägbarkeiten des Online-Anmeldeportal des Bundes hat sich die Stadt Linz entschieden, die eigene, erprobte IT-Lösung einzusetzen. „Wir möchten damit allen Linzerinnen und Linzern, die sich testen lassen möchten, unkomplizierte Rahmenbedingungen bieten. Insgesamt werden an den vier Tagen mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Linz im Einsatz sein“, so das Stadtoberhaupt und die für die Organisation verantwortliche Magistratsdirektorin von Linz, Ulrike Huemer.

„Die Bundesregierung hat nach der großspurigen Ankündigung von Massentests kurzerhand die Arbeit an die Städte und Länder delegiert und mit dem fehlerhaften Anmeldesystem vergangene Woche zusätzlich sogar noch für ein weiteres Durcheinander gesorgt. Gerade in schwierigen Zeiten ist eine geordnete und nachvollziehbare Strategie aber unabdingbar“, erklärt Gesundheitsstadtrat Michael Raml.

Anmeldungen erforderlich unter www.linz.at/massentest

Damit es nicht zu Menschenansammlungen durch längere Wartezeiten vor den Teststationen kommt, ist eine Anmeldung für die Massentests unbedingt erforderlich. Die Anmeldung ist ab 8. Dezember online auf www.linz.at/massentest möglich. 

Alle TeilnehmerInnen werden gebeten, einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis (z.B. Reisepass, Führerschein, Personalausweis,…), die E-Card sowie das ausgedruckte Personendatenblatt mitzunehmen, welches bei der Anmeldung auszufüllen ist. Dieses wird für den gesamten Durchlauf in der Teststraße benötigt. 

Personen ohne Internet-Zugang können direkt zur Teststation kommen und sich vor Ort anmelden. Es wird allerdings gebeten, weitestgehend die Online-Anmeldung zu nutzen. Eine telefonische Anmeldung zu den Tests ist nicht möglich.

11 Standorte im gesamten Stadtgebiet geöffnet

Für die großflächigen Tests von 11. bis 14. Dezember wurden an elf Standorten im gesamten Stadtgebiet 75 Teststraßen installiert. 

Drei Linzer Teststationen können an allen vier Tagen zwischen 7 und 17 Uhr besucht werden:

  • Innenstadt: Design Center 
  • Kleinmünchen: Sport-Mittelschule Linz-Kleinmünchen
  • Urfahr Volkshaus Dornach-Auhof 

Acht Linzer Teststationen können an allen vier Tagen zwischen 7 und 18 Uhr besucht werden:

  • Froschberg: Tips Arena 
  • Innenstadt: Tabakfabrik 
  • Urfahr: Volkshaus Harbach 
  • Bindermichl: Volkshaus Bindermichl 
  • Bindermichl: Dr. Ernst Koref Schule, Eingang Uhlandgasse 5
  • Neue Heimat: Dr. Karl Renner Schule 17/18
  • Ebelsberg und Pichling: BRG SolarCity 
  • Keferfeld und Oed: Ferdinand-Hüttner-Schule 

Die unterschiedlichen Öffnungszeiten an den Linzer Teststandorten ergeben sich daraus, dass die notwendigen Nachtestungen für corona-positive Personen mittels PCR-Test ausschließlich an den drei Standorten Design Center, Sport-Mittelschule Linz-Kleinmünchen und Volkshaus Dornach-Auhof durchgeführt werden. Diese drei Standorte sind deshalb für die herkömmlichen Testungen lediglich bis 17 Uhr geöffnet. Diese Nachtestungen finden noch am selben oder am darauffolgenden Tag statt und sind jeweils ab 18 Uhr möglich. Der letzte Tag für allfällige Nachtestungen ist der 14. Dezember. Ab Dienstag, 15. Dezember, ist für einen Termin zur Nachtestung mittels PCR-Test die allgemeine Rufnummer 1450 zu kontaktieren.

Wer wird in Linz getestet und wer nicht?

Getestet werden können grundsätzlich alle BürgerInnen ab 6 Jahren mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Oberösterreich. Auch Personen, die sich aus Arbeits- und Studiengründen in Oberösterreich aufhalten, dürfen teilnehmen. Minderjährige müssen von einem Elternteil begleitet werden. Um die Abläufe zu erleichtern, appellieren die Projektverantwortlichen, sich in ihrer jeweiligen Heimatstadt/-gemeinde testen zu lassen. 

An der Testaktion dürfe folgende Personengruppen nicht teilnehmen: Personen, mit Symptomen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen, die sich im häuslichen Krankenstand befinden bzw. in den vergangenen drei Monaten bereits auf Covid-19 positiv getestet wurden oder sich derzeit in Quarantäne befinden. Ebenfalls nicht teilnehmen dürfen Menschen, die bereits für einen anderweitigen behördlichen Termin für einen Test vorgemerkt sind, die berufsbedingt regelmäßig getestet werden oder in Alten- und Pflegeheimen wohnen. Ausgenommen von den Testungen sind darüber hinaus Kinder vor der Schulpflicht sowie Personen, die sich stationär in einer Krankenhausbehandlung befinden.

Arbeiten im Akkord – koordinierter Ablauf in den Teststraßen

Bis zu 1.000 qualifizierte Helferinnen und Helfer werden für den Corona-Massentest von 11. bis 14. Dezember benötigt. Mit der Organisation ist der Linzer Magistrat beauftragt. Die Stadt Linz stellt sämtliche Räumlichkeiten zur Verfügung, sie trägt auch für die Ausstattung der IT-Infrastruktur, Möbel, Lagerung bzw. Entsorgung von Schutz- und Testausrüstung bis hin zur Bereitstellung und Verpflegung des Personals Sorge. Im Einsatz stehen MitarbeiterInnen aus den städtischen Feuerwehr, aus der Verwaltung, dem Ordnungsdienst der Stadt Linz sowie eingeteilte Magistratsbedienstete aus allen Geschäftsbereichen. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb. Die medizinischen Testungen selbst führt geschultes Personal aus – die Organisation dafür übernehmen in Linz das Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariterbund.

Der Ablauf in den Teststraßen erfolgt nach einem koordinierten Schema, um rasch, effizient und ohne lange Wartezeiten sowie Massenansammlungen arbeiten zu können. Pro Teststraße werden 6 Tische, 9 Stühle, 3 Notebooks, 3 Stromverteiler sowie 1 Mobiltelefon und 1 Funkgerät für den/die Standort-ManagerIn zur Verfügung gestellt. MitarbeiterInnen des städtischen Ordnungsdienstes sorgen beim Empfang bzw. im Eingangsbereich für einen geordneten Eintritt in die Teststation, damit es zu keinen Menschenansammlungen kommt und ausreichend Abstände eingehalten werden („Crowd Management“). 

Im Registrierungsbereich werden die Anmeldungen entgegengenommen und die angegebenen Daten kontrolliert. Im Abnahme- und Auswertungsbereich entnimmt das geschulte medizinische Personal die Proben mittels Nasen-Rachen-Abstrich durch. Der Test dauert nur wenige Minuten. Die Testperson kann die Teststation sofort nach dem Abstrich verlassen.

In der anschließenden Ergebniserfassung der Teststraße werden die jeweiligen Testergebnisse dokumentiert. Die Behördenvertreter bearbeiten die positiven Testergebnisse und leiten diese an die Gesundheitsbehörde weiter. Diese tritt mit der positiv getesteten Person noch am selben Tag telefonisch, per SMS oder per E-Mail in Kontakt, um die weiteren erforderlichen behördlichen Schritte sowie die PCR-Nachtestung zu veranlassen.
Weiters erhalten Personen mit positivem Testergebnis die Information, dass sie sich sofort in Absonderung begeben müssen. Sie werden zudem gebeten, am selben Tag ab 18 Uhr in einer der Teststationen Design Center, SMS Linz-Kleinmünchen oder im Volkshaus Dornach-Auhof zu erscheinen. Dort wird zur Sicherung der Diagnose noch ein zweiter Test (PCR-Test) durchgeführt. Der schriftliche Absonderungsbescheid folgt sobald als möglich durch die Gesundheitsbehörde.

Ist der Test negativ, heißt das, dass die Testperson zum Zeitpunkt der Probenahme nicht mit SARS-CoV-2 infiziert ist. Ein negatives Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme. Es wird empfohlen, auf jeden Fall weiterhin die Vorsorgemaßnahmen zu beachten: Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten und Hände desinfizieren.

„Alle Beteiligten haben bislang Außerordentliches geleistet. Die Teststationen wurden rasch und professionell aufgebaut, Abläufe koordiniert und qualifiziertes Personal mit großem Aufwand rekrutiert. Es erfüllt uns mit Stolz, zu sehen, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Großprojekt binnen kürzester Zeit und unter erschwerten Umständen umgesetzt werden musste“, betonen Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat Michael Raml abschließend.

Die Infektionszahlen der Landeshauptstadt: Mit Stand 8 Uhr sind heute in Linz 735 Personen aktiv an Covid-19 erkrankt und 1.483 Personen vorsorglich in Quarantäne.

Corona-Hotline der Stadt Linz: +43 732 7070 2630
Täglich von 8 bis 18 Uhr 
 

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