Presseaussendung vom: 10.12.2020

Ehemaliges Frauenhaus in der Schillerstraße Neuerlich Heimstatt einer vom Land geförderten Sozialeinrichtung

Stadtrat Michael Raml: „Im Kampf gegen Drogenmissbrauch Dealer bekämpfen, nicht die Suchtkranken!“

Stadträtin Regina Fechter: „Nach Schutz vor Gewalt dient Liegenschaft der Stadt nun der Hilfe bei Sucht!“

Der Kampf gegen Drogenmissbrauch ruht auf mehreren Säulen, weiß der städtische Sicherheits- und Gesundheitsreferent Michael Raml: „Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich für einen harten Kampf gegen Drogendealer als das wirkungsvollste Instrument gegen den Drogenmissbrauch stehe. Dafür braucht es strenge Gesetze und mehr Ressourcen für die Exekutive“, so der Sicherheitsstadtrat. „Zugleich gilt es, an der Gesundung der Suchtkranken zu arbeiten, weil das den direkt Betroffenen hilft und den Dealern die Geschäftsgrundlage entzieht“, so Gesundheitsstadtrat Raml weiter. „Der Drogenmissbrauch kennt dabei keine Gemeindegrenzen, weshalb der Kampf dagegen zu Recht in erster Linie Bundes- und Landeskompetenz ist. Wo wir als Stadt können, leisten wir gerne einen Beitrag“, betont Stadtrat Michael Raml.

Daher gab es auch kein langes Zögern, als nach dem Auszug des Frauenhauses – einer vom Land Oberösterreich finanzierten Einrichtung zum Schutz vor Gewalt – aus einer städtischen Liegenschaft der ebenfalls vom Land geförderte Verein Substanz Interesse an dem Quartier zeigte: „Das Team von Substanz leistet großartige Arbeit in der Suchtbegleitung. Mit den neuen Räumlichkeiten in unserer Immobilie lassen sich die Rahmenbedingungen dafür deutlich verbessern“, erläutert Liegenschaftsreferentin Regina Fechter. Der heute vom Stadtsenat einstimmig beschlossene Mietvertrag sieht ab 1. Jänner 2021 einen monatlichen Bestandszins von 2.800 Euro netto (ohne Betriebs- und Verwaltungskosten, zuzüglich USt.) vor. Diese in dieser Lage vergleichsweise moderate Miete ergibt sich aus den hohen Investitionen, die der Verein Substanz für die notwendige Instandsetzung tätigt. 

Mit dem neuen Standort in der Schillerstraße 30 und der dadurch optimierten Erreichbarkeit für Suchtkranke wird eine weitere Forderung vergangener Jahre umgesetzt: „Das ist ein wichtiger Puzzlestein im Kampf gegen den Drogenmissbrauch. Es bleibt jedoch dabei: neben der Prävention und Bekämpfung der Suchtursachen braucht es vor allem die konsequente Verfolgung und Verhaftung der Drogendealer“, sind sich Stadtrat Michael Raml und Stadträtin Regina Fechter einig.