Presseaussendung vom: 04.01.2021

Landeshauptstadt Linz: Wachstum pendelt sich bei 208.000 EinwohnerInnen ein – Stopp bei Babyboom Bürgermeister Luger: „Geringstes Bevölkerungsplus seit 2013 - Corona wirkt sich deutlich auf die Mobilität aus“

Das jahrelange rasante Bevölkerungswachstum in Linz geht nun zurück, die Zahl der EinwohnerInnen hat sich bei knapp 208.000 eingependelt und die vierstelligen Zuwachsraten in den letzten Jahren gehören der Vergangenheit an. Das nimmt Druck von der Stadtplanung. Die Pandemie wirkt sich zudem auf das Mobilitätsverhalten der Menschen aus.

„Die aktuellen Entwicklungen verschaffen uns einerseits etwas Luft bei künftigen Infrastrukturprojekten, andererseits liefern uns die aktuellen Zahlen aus der Stadtforschung zusätzliche Erkenntnisse, wie Corona unsere Lebensgestaltung beeinflusst“, analysiert Bürgermeister Klaus Luger.

Die jüngste Statistik der Stadtforschung Linz weist 207.860 Hauptwohnsitz-Linzerinnen und -Linzer aus, das sind nur exakt 17 mehr als vor einem Jahr. 13.866 Zuzügen im Jahr 2020 stehen 13.803 Wegzüge gegenüber. Im Vergleich zu 2.059 Geburten wurden 2020 2.098 Sterbefälle verzeichnet.

„Die momentane Abschwächung des Bevölkerungswachstums verschafft uns Luft, denn mit steigenden Einwohnerzahlen gehen auch entsprechend hohe Ausgaben für den Ausbau der städtischen Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen oder Wohnraum einher“, betont Bürgermeister Klaus Luger. „Das bedeutet weiters, dass wir bei künftigen Projekten wie zum Beispiel bei der Stadterweiterung in Ebelsberg weniger Zeitdruck haben.“

Ein Blick auf die Statistik der vergangenen sieben Jahre zeigt, dass die Zahl der Hauptwohnsitze seit 2013 von 193.500 auf die nunmehrigen 207.860, somit um mehr als 14.000 EinwohnerInnen angewachsen ist. Das entspricht der Größenordnung der Einwohnerzahlen der Städte Eferding, Grieskirchen und Bad Leonfelden zusammen. Dieser „Boom“ ist nun zum Stillstand gekommen. Auch bei den Geburtenzahlen wurde heuer mit 2.059 der geringste Wert seit 2013 registriert.

Ein deutlicher Rückgang ist bei der Mobilität zu verzeichnen: mit 13.866 Zuzügen und 13.803 Wegzügen wurden 2020 im Vergleichszeitraums 2013 bis 2020 sehr niedrige Werte verzeichnet. Die Wanderungsbilanz ist jedoch mit einem Plus von 63 Personen auch 2020 immer noch knapp positiv.

„Aus dem vorliegenden Zahlenmaterial lässt sich erkennen, wie sehr sich die Corona-Pandemie nicht nur auf das tägliche Leben, sondern auch auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung auswirkt. Die wirtschaftliche Unsicherheit und der Trend zum Homeoffice äußern sich in einer zunehmenden Ortsfestigkeit der Menschen in und um Linz“, schließt Bürgermeister Klaus Luger.

Infos zum
Coronavirus
Infos zum Coronavirus

Hier finden Sie aktuelle Informationen der Stadt Linz, Sicherheitsbestimmungen und Erreichbarkeiten sowie oft gestellte Fragen rund um COVID-19 und zur Corona-Impfung.

Mehr dazu