Presseaussendung vom: 11.01.2021

Impfplan: Impfwillige Unternehmen nicht zu Bittstellern machen Schlüsselarbeitskräfte aus Industrie und Wirtschaft sollen frühzeitig in Impfplan berücksichtigt werden

Bürgermeister Klaus Luger: „Der Weg aus der Krise funktioniert nur, wenn Impf- und Kooperationsbereitschaft genützt werden!“

Manager aus Industrie und Wirtschaft haben bei Bürgermeister Klaus Luger als Krisenstabverantwortlichen in Linz ihre Bereitschaft deponiert, dass sie ihre Beschäftigten in der kritischen Unternehmensinfrastruktur selbst rasch impfen lassen würden: „Der Aufruf der Industriellenvereinigung kommt nicht von ungefähr. Hier gibt es kooperationsbereite Unternehmen, die wir nicht nur für den Weg aus der wirtschaftlichen Krise dringend brauchen, sondern die teilweise sogar bereits konkretere Vorbereitungen für mögliche Impfungen in den Betrieben getroffen haben als die eigentlich zuständige Bundesregierung“, so das Linzer Stadtoberhaupt.

Diese Kooperationsbereitschaft und Impfwilligkeit sollte nicht unbeantwortet bleiben, noch dazu, wo sich die Verfügbarkeit von Impfstoff offenbar täglich verbessert: „Unmittelbar nach Abschluss der Impfungen im Gesundheitswesen und in der Altenpflege, wenn die weitere Ausrollung für Risikogruppen und die ältere Bevölkerung erfolgt, soll es auch ein Kontingent für die impfbereiten Beschäftigten in der kritischen Infrastruktur in Industrie und Wirtschaft geben. Mindestens 300.000 Impfdosen soll das Gesundheitsministerium dafür vorsehen“, unterstützt Bürgermeister Klaus Luger Forderungen aus Industrie und Wirtschaft.

Trotz Lockdowns und der Corona-bedingten Arbeitslosigkeit kämpfen Österreichs Industrie und Wirtschaft gemeinsam mit der Politik gegen die Auswirkungen der Pandemie. Zahlreiche Unternehmen halten ihren Betrieb aufrecht und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung. Ihren Appell an die Bundesregierung, die Beschäftigten frühzeitig in die Ausrollung der Impfstoffe einzubeziehen, unterstützt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger daher zu hundert Prozent: „Schon bei den Tests zeigten die Unternehmen ihre großartige Kooperationsbereitschaft, und zwar trotz der teils chaotischen Vorbereitung durch den Bund. Bereits vor den österreichweiten Massentests hat etwa Österreichs Industrie auf eigene Kosten dafür gesorgt, dass mehr als 310.000 Beschäftigte vorab getestet werden konnten“, so das Linzer Stadtoberhaupt. Damit wurde sichergestellt, dass zumindest bei den Schlüsselkräften in der kritischen Infrastruktur Infektionen frühzeitig erkannt wurden und die Ausbreitung des Virus eingedämmt wurde.

Bei den bevorstehenden Impfungen sollten diese impfbereiten Unternehmen mit ihren Schlüsselkräften nicht wieder auf sich allein gestellt bleiben: „Es ist für zahlreiche Manager selbstverständlich nicht nachvollziehbar, warum der Gesundheitsminister in der langen Vorbereitungszeit nicht mehr als eine halbgare Impfstrategie zustande gebracht hat, die die Bezeichnung Plan kaum verdient“, meint Bürgermeister Klaus Luger. Noch weniger verstehen die Menschen, warum daran auch noch so unflexibel festgehalten wird, obwohl seitens der Pharmaindustrie die Herstellung von Impfstoffen besser läuft als vorhergesehen: „Nach der Ausrollung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen und in den Alten- und Pflegeheimen können früher als geplant die ältere Bevölkerung und andere Risikogruppen versorgt werden. Zu diesem Zeitpunkt muss auch die Kooperationsbereitschaft der impfwilligen Beschäftigten und ihrer Unternehmen in Industrie und Wirtschaft genutzt werden“, meint das Linzer Stadtoberhaupt weiter.

Die derzeitige Vorgehensweise, die die Unternehmen de facto zu Bittstellern bei Wirtschaftskammer und Gesundheitsministerium ohne transparente Information über die tatsächliche Zuteilung von Impfstoffen degradiert, hält Luger für ein falsches Signal: „Bei mir melden sich zahlreiche Manager, die bereits organisatorisch alle Vorkehrungen getroffen haben, damit Impfungen in ihren Betrieben stattfinden können. Damit sind sie bereits weiter als die Vorbereitungen des Bundes“, weiß Bürgermeister Klaus Luger. Das sollte belohnt werden, indem ein entsprechendes Impfstoffkontingent für die Beschäftigten in der kritischen Infrastruktur in Industrie und Wirtschaft seitens des Bundes bereitgestellt wird: „Ich gehe etwa davon aus, dass die Testungen an 310.000 Beschäftigten, die von der Industrie selbst organisiert wurden, ein guter Bezugswert sind. Mindestens diese Menge sollte nach Abschluss der Impfungen im Gesundheitswesen und in der Altenpflege sofort am Beginn der nächsten Phase für Industrie und Wirtschaft zur Verfügung stehen“, fordert Bürgermeister Klaus Luger abschließend.

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