Medienservice vom: 12.01.2021 |Downloads zum Medienservice

Was tun, wenn nichts mehr geht? Stadtrat Raml: „Erst letzte Woche schrammte Europa an einem Blackout vorbei – nur richtige Vorsorge schützt Linzer vor bösem Erwachen“

Nicht nur Corona ist derzeit eine Bedrohung: Am Freitag, 8. Jänner 2021 ist es zu einer starken Frequenzabsenkung im europäischen Stromnetz gekommen. Laut Angaben des Energieversorgers EVN ist Europa nur knapp an einem flächendeckenden Stromausfall vorbeigeschrammt. Ausgelöst wurde diese brisante Situation durch Kraftwerksausfälle in Südosteuropa und daraus resultierende Netzschwankungen.

„Dieser erneute Vorfall zeigt, wie anfällig das europäische Stromnetz gegenüber derartigen Ereignissen ist“, betont der Linzer Sicherheitsreferent Stadtrat Michael Raml. Erst etwa drei Wochen zuvor hatte Stadtrat Raml auf die latente Gefahr hingewiesen. „Man kann sich vorstellen, welche Folgen ein großflächiger Stromausfall vor allem bei den derzeitigen Temperaturen für uns hätte“, sagt Raml.

„Wir wissen um die Gefahr. Wichtig ist, dass wir in so einem Fall nicht panisch reagieren, sondern proaktiv die richtigen Maßnahmen setzen. Es ist mir nicht nur ein besonderes Anliegen, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, sondern auch, die Haushalte vor einem bösen Erwachen zu schützen. Gemeinsam mit DI Johannes Zimmerberger, MBA, Geschäftsführer der Linz Netz GmbH, möchte ich in meiner Eigenschaft als Linzer Sicherheitsreferent auf die wichtigsten Präventionsmaßnahmen aufmerksam machen. Zivilschutz beginnt bei jedem von uns zuhause: mit der richtigen Vorbereitung und der richtigen Verhaltensweise“, so Stadtrat Michael Raml. „Der Vorfall am vergangenen Freitag hat gezeigt, dass die Vorhaltung konventioneller Kraftwerke zur Netzstabilisierung trotz der Bemühungen zur Energiewende unbedingt erforderlich ist“, weist Zimmerberger, Geschäftsführer der Linz Netz GmbH, ergänzend hin.

Die wichtigsten Maßnahmen sind nachfolgend kurz zusammengefasst. Auch ein eigener Folder zum Thema Blackout informiert darüber – dieser liegt zur freien Entnahme im Alten und Neuen Rathaus auf.

Selbstschutz ist die beste Vorsorge: „Campingurlaub“ im eigenen Haus

Jeder Bürger/jede Bürgerin sollte für mindestens zehn Tage autark leben können. Erstellen Sie sich einen privaten Notplan. Worauf könnten Sie auf keinen Fall verzichten, wenn der Strom plötzlich weg wäre? Welche Vorräte benötigen Sie für sich und Ihre Familie? Finden Sie wichtige Dokumente auch im Dunkeln? Idealerweise packen Sie alle Artikel für einen Stromausfall leicht zugänglich in eine Box und stellen diese in den Schrank. Wichtig ist eine Sicherstellung der Grundbedürfnisse innerhalb der ersten zehn Tage. 

Was muss ich im Haus im Fall eines Blackouts haben?

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat: Getränkevorrat (Mineralwasser, Fruchtsäfte) für zehn Tage, Lebensmittelvorrat für zehn Tage, der Inhalt der Tiefkühltruhe sollte zuerst verbraucht werden – aber nicht in erster Linie als Vorrat verwendet wenden
  • Wasservorrat für Hygiene
  • Ersatzkochgelegenheit, zum Beispiel Zivilschutz-Notkochstelle, Campingkocher, Fonduekocher… 
  • Ersatzbeleuchtung: Am besten kurbelbetrieben, durch den Verzicht auf Kerzen kann die Brandgefahr verringert werden
  • Bargeld
  • Hygieneartikel: Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Müllbeutel
  • Erste Hilfe – Zivilschutzapotheke
  • Alternative Heizmöglichkeit, wie Heizgeräte, die mit Petroleum oder Flaschengas betrieben werden, Kachelöfen, Kaminöfen usw.

Generell gilt: 

Führen Sie keine unnötigen Ortswechsel durch, warten Sie auf weitere Informationen und leisten Sie den Anweisungen der öffentlichen Krisenstäbe Folge.

Achten Sie auch auf Folgendes:

  • Alle Geräte, die beim Eintreten des Blackouts eingeschalten waren, ausschalten, weil dadurch verhindert werden kann, dass z.B. ein am E-Herd vergessenes Geschirrtuch Feuer fängt. Die Ausschaltung aller Sicherungen in Ihrem Sicherungskasten ist nicht sinnvoll, da für den Netzwiederaufbau eine Netzbelastung notwendig ist.
  • Obwohl die normalen Kommunikationskanäle wahrscheinlich nicht mehr funktionieren, sind die Systeme des öffentlichen Rundfunks für einen mehrtägigen Notsendebetrieb ausgestattet. Nutzen Sie ein stromunabhängiges Notfallradio, um sich zu informieren.
  • Rufen Sie keine Notrufnummern an, wenn nicht wirklich ein Notfall vorliegt! 

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