Medienservice vom: 08.02.2021

30 Prozent mehr Arbeitslose in Linz Bürgermeister Klaus Luger fordert Sonderpaket des Bundes ge-gen drohende Massen-Langzeitarbeitslosigkeit: durchschnittliche Arbeitslosigkeit auf sieben Monate gestiegen

  • 65-Millonen-Pakt für Linz wirkt als „Konjunkturspritze“

Ende Jänner 2021 waren in der oberösterreichischen Landeshauptstadt knapp 12.000 Menschen arbeitslos gemeldet, um 30 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Beinahe doppelt so viele Menschen befinden sich noch in Kurzarbeit. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger fordert ein Sonderpaket des Bundes gegen die dramatisch ansteigende Vormerkdauer der Arbeitssuchenden. Massen-Langzeitarbeitslosigkeit würde ohne gezielte Gegenmaßnahmen zur drohenden Realität werden, so das Stadtoberhaupt. Bereits jetzt beträgt die durchschnittliche Arbeitslosigkeit sieben Monate.

Die Zahl der arbeitslosen Männer ist innerhalb der letzten zwölf Monate um 27 Prozent gestiegen, die Zahl der arbeitslosen Frauen sogar um 31 Prozent. 61 Prozent der Arbeitsuchenden sind Männer, 39 Prozent Frauen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2020 ist die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden noch einmal um ein Prozent gestiegen. Der dramatische Anstieg der Arbeitslosigkeit trifft dabei mit Ausnahme einer alle Altersgruppen:

Drastisch ist auch die Vormerkdauer gestiegen: waren Arbeitssuchende im Jänner des Vorjahres durchschnittlich noch weniger als ein halbes Jahr vorgemerkt, so waren sie zum heurigen Stichtag im Durchschnitt bereits mehr als sieben Monate arbeitssuchend gemeldet. „Um 41 auf insgesamt 218 Tage ist die Vormerkdauer gestiegen, ein neuer Höchstwert und ein Indiz für eine drohende Langzeitarbeitslosigkeit für eine zunehmend größere Gruppe von Menschen“, analysiert Bürgermeister Klaus Luger. „Dem gilt es mit gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken, für die ein eigenes Sonderpaket des Bundes erforderlich ist“, meint das Linzer Stadtoberhaupt.

Linz geht dabei mit gutem Beispiel voran. „Die Auswirkungen der Pandemie haben sowohl in gesundheitlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht historische Dimensionen erreicht. Obwohl wir bei den aktuellen Infektionen eine der niedrigsten Inzidenzraten in Österreich aufweisen können, ist die Wirtschaft im Linzer Zentralraum schwer getroffen. Leider wird sie sich nicht rasch erholen. Wir versuchen derzeit, dieser Abwärtsspirale mit ressortübergreifenden Investitionen der Stadt Linz entgegenzuwirken, vor allem in jene Projekte, in denen öffentliche Ausgaben rasch und effizient für eine Ankurbelung der Konjunktur sorgen können. Vor allem vorgezogene und verstärkte Baumaßnahmen sowie Investitionen in die Digitalisierung wirken hier am effizientesten”, sagt Bürgermeister Klaus Luger und verweist dabei auf das kürzlich im Linzer Gemeinderat beschlossenen erste Maßnahmenpaket im Rahmen des „Pakts für Linz“.

„Wir werden um jeden Arbeitsplätz in unserer Stadt kämpfen. Besonders bedauerlich ist auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen. Es kommt besonders für WiedereinsteigerInnen in den Arbeitsmarkt auch in Zukunft darauf an, dass wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken. Daher wird der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze zusammen mit einem investitionsorientierten Kurs der Stadt Linz heuer im Fokus stehen. Mit dem 65 Millionen Euro schweren Konjunkturpaket ,Pakt für Linz‘ unterstützen wir nicht nur die Bauwirtschaft und deren Nebengewerbe, sondern leisten auch einen Beitrag zur Sicherung der Kaufkraft und zur langfristigen Erholung der regionalen Betriebe“.

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