Presseaussendung vom: 22.02.2021

Top-Meldung: kein einziger positiv getesteter Fall in Linzer Pflegeheimen Acht von zehn HeimbewohnerInnen geimpft

  • Bürgermeister Klaus Luger für erweiterte Besuchsmöglichkeiten: „Vereinsamung schadet auch der Gesundheit. Ein Besuch pro Tag unter Auflagen wäre sinnvoll!“
  • Ungleichbehandlung zu daheim Gepflegten beenden

Die vom Bund verhängten Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime sollten dringend aktualisiert werden, fordert heute der Linzer Bürgermeister Klaus Luger: „Wir haben aktuell null positiv Getestete in unseren Häusern, auch dank der flächendeckend erfolgten Impfungen. Trotzdem hält das Ministerium seine überbordenden Besuchsrestriktionen aufrecht, die eine enorme psychische Belastung für die BewohnerInnen darstellen“, meint das Linzer Stadtoberhaupt. Es sollte je BewohnerIn zumindest wieder ein Besuch pro Tag möglich sein, fordert Bürgermeister Klaus Luger den Entwicklungen entsprechende Besuchsregeln. Selbstverständlich seien dabei Schutzmaßnahmen wie negative Testergebnisse einzuhalten.

Mit der Beschränkung auf einen Besuch pro Woche würden den älteren Menschen seit langem ihre Familien vorenthalten: „Das war nachvollziehbar, als uns für den Schutz der BewohnerInnen keine anderen Mittel zur Verfügung standen“, so Bürgermeister Klaus Luger. „Mit der Impfung sollte wieder mehr gewohnte Normalität zurückkehren, hat der Gesundheitsminister angekündigt. 80 Prozent der HeimbewohnerInnen sind nun geimpft – aber wo bleibt die versprochene Normalisierung?“ fragt sich das Linzer Stadtoberhaupt.

Zudem ortet Luger eine grobe Ungleichbehandlung. Während zuhause Gepflegte legal täglich Besuche empfangen dürfen, wird dieser Kontakt durch den Erlass des Gesundheitsministers in Seniorenzentren drastisch eingeschränkt. „Bei aller Achtsamkeit geht es immer mehr darum, die sich auch auf die Gesundheit negativ auswirkende Vereinsamung zu bekämpfen“, begründet der Linzer Bürgermeister seine Initiative.

Luger zeigt sich verwundert, warum das Gesundheitsministerium so häufig den Entwicklungen des Infektionsgeschehens hinterher hinkt: „Zu späte Vorbereitung der Tests, Verzögerungen beim Impfen – und umgekehrt hält das Ministerium unverständlicherweise an Besuchsregeln fest, die nicht mehr notwendig erscheinen.

Wenn Kinder in die Schulen gehen dürfen, der Handel geöffnet hat und vieles mehr – dann sollten Enkel auch ihre Großeltern in Pflegeheimen besuchen dürfen, bei denen acht von zehn ohnehin bereits geimpft und damit ausreichend geschützt sind“, meint Bürgermeister Klaus Luger. Daher sollte hier rasch wenigstens ein Besuch pro Tag erlaubt werden.