Medienservice vom: 11.03.2021 |Downloads zum Medienservice

„Linz sattelt um“ Öffentlicher Fahrradverleih startet

  • 400 Leihräder an 40 Standorten bis Mitte April
  • Registrierung ab sofort via Smartphone-App

Smart und klimafreundlich durch die Stadt mit dem City Bike Linz – heute, Donnerstag, fällt der Start des öffentlichen Fahrradverleihs in der Landeshauptstadt. Ab sofort können 200 Leihräder an 20 zentralen Standorten in Linz genutzt werden. Die weiteren 20 Stationen werden in den kommenden Wochen nach und nach ausgebaut. Damit stehen Mitte April insgesamt 400 Leihräder im gesamten Stadtgebiet in vollem Umfang zur Verfügung. Der Verleih der Bikes funktioniert via Smartphone-App. Die Räder können von den Nutzerinnen und Nutzern individuell und standortunabhängig angemietet werden. Ideal, um kurze Wege in der Stadt klimafreundlich zurückzulegen. Betrieben werden die Verleihstationen von der City Bike Linz Rental Service GmbH. Die Finanzierung erfolgt maßgeblich durch Werbemöglichkeiten an den Verleihstationen und den Fahrrädern. Für die Stadt Linz kann dieses Service somit kostenneutral errichtet und betrieben werden.

Öffentliche Fahrradverleihsysteme sind bereits in vielen Städten ein fixer Bestandteil der Infrastruktur. Sie steigern nachweislich den Verkehrsanteil dieses umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels und erhöhen damit die Lebensqualität in urbanen Räumen. Umso erfreulicher ist es, dass die Lebensstadt Linz das Projekt Bike Sharing nach einer mehr als einjährigen, coronabedingten Verzögerung endlich realisiert hat und die Linzerinnen und Linzern diese klimafreundliche Fortbewegungsmöglichkeit ab sofort nutzen können“, gibt Bürgermeister Klaus Luger bekannt.

„Die Stadt Linz hat in Kooperation mit der City Linz Bike GmbH ein kostenneutrales Modell realisiert, das österreichweit in dieser Form einzigartig ist. Der Stadt entstehen keine Kosten, der Betrieb wird rein aus Werbeeinnahmen finanziert. Die Linzer Bevölkerung wird von den vielen Vorteilen des Radverleihs profitieren, so können die City Bikes flexibel an verschieden Standorten ausgeliehen und abgestellt, aber auch mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert werden. Die Fahrräder sind eine Aufwertung für die städtische Infrastruktur und ermöglichen ein rasches Fortkommen von einem Ort zum anderen“, führt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein aus.

„Als Betreiber freut es uns umso mehr, dieses Pilotprojekt in Linz nun endlich zu realisieren. Die City Bikes laden alle Linzerinnen und Linzer, aber auch alle Linz-Touristen dazu ein, in bessere Zeiten zu radeln. Gemeinsam mit der Stadt Linz haben wir ein österreichweit einzigartiges Finanzierungsmodell geschaffen, damit neue Zielgruppen kostengünstig für den öffentlichen Personenverkehr erschlossen werden können“, informiert Betreiber Alfred Stadler, MBA, Geschäftsführer der City Bike Rental Service GmbH.

„Alle Kooperationspartner und Beteiligten profitieren an dieser Public Private Partnership, allen voran natürlich die Nutzerinnen und Nutzer der City Bikes. Das System finanziert sich für die City Bike Linz Gmbh durch Werbeeinnahmen und Verleihgebühren, für die Stadt Linz ist das Projekt damit kostenneutral. So wird beispielhaft der Lizenzgeber von nextbike nachhaltigen Nutzen durch den Einsatz des Radverleihsystems ziehen“, erklärt Wolfgang Grüllenberger, Projektverantwortlicher der Gutenberg-Werbering GesmbH.

Digitale Fahrrad-Sharing-Systeme europaweit im Fokus

Leihradsysteme verändern das Mobilitätsverhalten. In Hamburg ersetzen zwölf Prozent der Bike-Sharing-Fahrten ehemalige Autofahrten, in Paris sogar 20 Prozent. Citybike Wien zeigt laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ), dass die Fahrräder zum Großteil für kurze Fahrten unter 30 Minuten verwendet werden. Bike-Sharing stellt somit auch eine Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr dar. Es werden vor allem Strecken gefahren, bei denen die Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als doppelt so lange dauern würde.

Auch die Digitalisierung eröffnet für Sharing-Systeme neue Möglichkeiten. Individuelle Mobilität entkoppelt sich vom Fahrzeugbesitz. Das Teilen von Fahrzeugen und die Nutzung von Mobilitätsdienstleistungen ermöglicht flexible Mobilität, ohne vom Besitz eines eigenen Fahrzeugs abhängig zu sein.

„Die zwei großen zukünftigen Veränderungen im Verkehr – E-Mobilität und Automatisierung – können auch zur Verringerung der Verkehrsprobleme und zur Verbesserung der Klimabilanz beitragen, wenn sie mit Sharing einhergehen. Die Stadt Linz hat smarte Digitallösungen für die Mobilität mit dem multimodalen Mobilitätsknoten des Car-Sharing-Dienstes tim bereits umgesetzt. Der neue, öffentliche City-Bike-Verleih ergänzt nun dieses Angebot“, führt Bürgermeister Klaus Luger aus.

„Mit den City Bikes unterwegs zu sein, heißt, flexibel unterwegs zu sein. Alle Verleihstationen wurden an zentralen und stärker frequentieren Plätzen installiert, so dass die Fahrräder mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bim einfach miteinander kombiniert werden können. Bei der Wahl der Standorte wurde der Fokus vor allem auf dichter besiedelte Stadtteile und Wohngebiete gelegt, um das Angebot für viele Linzerinnen und Linzer nutzbar machen zu können“, informiert Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

City Bike Linz Rental Service GmbH betreibt als Konzessionärin

Durch ein offenes Ausschreibungsverfahren wurde mit der City Bike Linz Rental Service GmbH bereits im Jahr 2019 ein geeigneter Anbieter gefunden, der dazugehörige Gemeinderats-Beschluss erfolgte im Jänner 2020. Die City Bike Linz Rental Service GmbH betreibt das Bike-Sharing-System in Linz als Konzessionärin. Für die Stadt Linz fallen somit keine Kosten an. Das System finanziert sich hauptsächlich durch Werbeeinnahmen und Verleihgebühren. Die Errichtung und den laufenden Betrieb übernimmt die City Bike Linz Rental Service GmbH, die künftig bei den meisten Verleihstationen – je nach Verfügbarkeit – Werbeanlagen betreibt.

400 robuste Fahrräder an 40 Stationen

Die Stadt Linz hat gemeinsam mit der City Bike Linz Rental Service GmbH 40 Verleihstationen an gut sichtbaren und publikumsrelevanten Standorten in einem Standortkonzept festgelegt. Die Bikes sind so platziert, dass sie niemanden behindern oder eine Gefährdung darstellen. Die Verleihstationen und Werbeflächen wurden verkehrspolizeilich geprüft, die Zustimmungen der Grundeigentümer liegen vor. Wird das Bike-Sharing-System gut angenommen, ist ein Ausbau in Zukunft grundsätzlich denkbar.

Nach der ersten Ausbauphase stehen zunächst 200 Fahrräder an 20 Standorten zur Verfügung, im Schnitt also zehn City Bikes bei jeder Station. Befestigt werden die Fahrräder dort an Halterungen. Die Bikes selbst verfügen über eine Diebstahlsicherung. Die Fahrräder eignen sich für Personen von 1,40 bis zwei Metern Körpergröße und einem maximalen Körpergewicht von 120 Kilogramm. Die wartungsarmen und robusten Räder verfügen über eine Beleuchtung, die sich automatisch bei Dunkelheit aktiviert. Ein Serviceteam hat alle Bikes ständig auf dem Radar und hält sie verlässlich fit. Bei Problemen können die Nutzerinnen und Nutzer ein Service-Team rund um die Uhr kontaktieren. Das Service-Team verfügt auch über einen E-Bus, der für Wartungsarbeiten im Einsatz steht.

Eine Aufrüstung auf E-Bikes wird jederzeit möglich sein. Die Stationen sind dafür mit einem Stromanschluss ausgestattet. Die Nutzungsbestimmungen werden an jeder Verleihstation in Deutsch und Englisch angebracht. Die Straßenreinigung inklusive Winterdienst übernimmt die Stadt Linz bei den einzelnen Verleihstationen.

 
Standorte der Verleihstellen in der Innenstadt

An folgenden 20 Verleihstationen können die City Bikes ab sofort ausgeliehen werden:

  • Alter Markt – Hahnengasse 
  • Am Volksgarten bei Nr.1 (Musiktheater) 
  • Dinghoferstraße bei Nr. 65 
  • Ernst Koref-Promenade bei Nr. 1 (Lentos) 
  • Fabrikstraße bei Nr. 18 – Kaisergasse 
  • Friedensplatz nahe Nr. 1 
  • Harrachstraße bei Nr. 2 – Landstraße 
  • Hauptplatz nahe Nr. 9 
  • Hauptstraße bei Nr.1-5 (Neues Rathaus) 
  • Herrenstraße gegenüber Nr. 25, nahe Mariendom
  • Hessenplatz gegenüber Nr. 5 
  • Knabenseminarstraße bei Nr. 2 – Freistädter Straße 
  • Marktplatz 10-12 (Südbahnhofmarkt) 
  • Martin Luther-Platz 
  • Promenade bei Nr. 27 – Klammstraße 
  • Schillerplatz gegenüber Nr. 2 
  • Spittelwiese bei Nr. 14 – Herrenstraße 
  • Stockhofstraße 34 – Karl-Wiser-Straße 
  • Untere Donaulände bei Nr. 7 (Brucknerhaus) 
  • Volksgartenstraße gegenüber Nr. 3a – Auerspergplatz 

Die weiteren 20 Standorte stehen ebenfalls bereits fest, diese werden nach Inbetriebnahme jeweils auf www.citybikelinz.at ersichtlich sein.

Verleih via Smartphone-App

Der Verleih der Fahrräder funktioniert via Smartphone-App und ist ab sofort unter www.citybikelinz.at möglich. Die Räder können von den Nutzerinnen und Nutzern individuell und standortunabhängig angemietet werden. Das Ausleihen funktioniert mittels der Smartphone-App nextbike. Die Anwendungssoftware ist für Mobiltelefone mit Googles Android und Apples iOS geeignet. Mit einem Account können bis zu vier Fahrräder gleichzeitig ausgeliehen werden.

Die ersten 30 Minuten der Fahrt bietet die Stadt Linz kostenlos an (gültig für die erste Fahrt pro Tag), pro weiterer 15 Minuten wird ein Euro verrechnet, ab der fünften Stunde fällt der 24-Stunden-Tarif von 15 Euro an. Die Bezahlung ist mit den für aktuelle Webshops gängigen Kredit- und Debitkarten sowie Online-Bezahldiensten möglich.

 

 
Die Registrierung und Bezahlung der Bikes erfolgt mittels Smartphone App.

 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Infrastrukturreferent Markus Hein zum Thema „Öffentlicher Fahrradverleih“)

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