Medienservice vom: 22.03.2021

Digitale Schule: Fortsetzung der IT-Offensive Weitere 200.000 Euro für IT-Ausstattung der Linzer öffentlichen Mittelschulen

  • Luger, Schobesberger und Fechter: „Investition in moderne IT ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder“

Mehr als drei Millionen Euro hat die Stadt Linz seit 2015 in die Modernisierung der IT-Infrastruktur der öffentlichen Pflichtschulen investiert. Dadurch wurde auch die Basis dafür geschaffen, dass nun alle öffentlichen Linzer Mittelschulen die notwendigen IT-infrastrukturellen Grundvoraussetzungen erfüllen, um an der mit dem Schuljahr 2021/2022 startenden Bundes-Initiative „Digitale Schule“ teilnehmen zu können. Ein Kernelement dieser Initiative ist die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schulstufe mit mobilen Endgeräten. Um den optimalen Nutzen dieses Projekts bestmöglich hervorzubringen, werden nun in einem nächsten Schritt weitere 200.000 Euro in die Hand genommen, um auch die Klassenräume der städtischen Mittelschulen mit Laptops auszustatten und die WLAN-Infrastruktur auszubauen.

„Mit unserem kommunalen Investitionspaket ‚Pakt für Linz‘ investieren wir insgesamt 65 Millionen Euro in die Zukunft von Linz und fördern so auch den Zusammenhalt in unserer Stadt. Ich bin überzeugt, dass wir so die Auswirkungen der Corona-Krise abschwächen können um gestärkt in die Zukunft zu gehen. Die aktuelle Modernisierungs-Offensive ist vor allem auf die Zukunft unserer Kinder fokussiert“, stellt Bürgermeister Klaus Luger fest.

„Durch unsere Vorarbeiten verfügen alle städtischen Linzer Mittelschulen bereits über die notwendige IT-Infrastruktur, um an der Bundes-Initiative teilnehmen zu können. Mit der Weiterführung unserer IT-Offensive wollen wir dieses Projekt sinnvoll begleiten und den verstärkten Einsatz digitaler Endgeräte in allen Klassen der Linzer Mittelschulen vorantreiben. Durch die zeitgemäße Ausstattung unterstützen wir ganz konkret die Lehrerinnen und Lehrer dabei, unseren Kindern digitale Kompetenzen bestmöglich vermitteln zu können“, erklärt Bildungsreferentin Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

„Neben der Fortführung der IT-Offensive und die Investition in die nächsten Digitalisierungsschritte unserer Schulen ist eine weitere Million Euro der ersten Tranche des Investitionspakets der Stadt Linz für Sanierungen in den Schulen vorgesehen. Neben dem bereits laufenden Schul- und Hort-Erweiterungsprogramm nehmen wir dringend notwendige Sanierungen in Angriff“, ergänzt Liegenschaftsreferentin Regina Fechter.

Bereits 2015 startete das Programm zur Modernisierung der IT-Infrastruktur der Linzer Pflichtschulen. Insgesamt hat die Stadt Linz seitdem 3,3 Millionen Euro investiert. Etwa die Hälfte war alleine für die Verkabelungsarbeiten fällig, die mit Beginn dieses Schuljahres im Vorjahr fertiggestellt war. Im Rahmen des Modernisierungsprogramms, das sich nun in der Schlussphase befindet, wurden zudem folgende Anschaffungen und Maßnahmen getätigt:

•    Windows 10-Lizenzen
•    Office-Lizenzen
•    EDU-Secure-Boxen (Schnittstelle zwischen Schule und Schulnetzwerk)
•    Tablets in Transportkoffern
•    Software für zentrale Steuerung an den öffentlichen Linzer Mittelschulen und Polytechnischen Schulen (LogoDidact)
•    Erhöhung der Leitungsgeschwindigkeiten
•    Virensoftware
•    Flachbildschirme für Direktionen und Konferenzzimmer
•    Software für Fernwartung
•    Beamer

Neben der Einrichtung von leistungsfähigen und sicheren Netzanschlüssen wurde damit auch eine solide Grundausstattung mit Endgeräten geschaffen. Nun werden weitere 200.000 Euro zur Verfügung gestellt, um alle 158 Klassenräume der öffentlichen Linzer Mittelschulen mit Laptops auszustatten und die WLAN-Infrastruktur auszubauen.

Bundes-Initiative „Digitale Schule“

Die Ende letzten Jahres vorgestellte Initiative des Bundes „Digitale Schule“ sieht unter anderem für das Schuljahr 2021/2022 die Ausstattung der SchülerInnen der 5. und 6. Schulstufe mit mobilen Endgeräten vor. Ab dem Schuljahr 2022/2023 soll dann jeweils immer die 5. Schulstufe mit einem mobilen Endgerät ausgestattet werden.

Da die Gemeinden in diesem Zusammenhang als Schulerhalterinnen fungieren, war die Schaffung der notwendigen Infrastruktur, wie die Verkabelung und Internetanschlüsse, gefordert. Durch die Modernisierungs-Offensive der vergangenen Jahre wurde diese notwendige Infrastruktur an den städtischen Schulen bereits geschaffen und alle Linzer Mittelschulen können an der Bundes-Initiative ungehindert teilnehmen.
Das Ziel der Bundes-Initiative „Digitale Schule“ ist die Schaffung der pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht. So sollen alle Schülerinnen und Schüler unter den gleichen Rahmenbedingungen Zugang zu digitaler Bildung erhalten. Dazu gehört die Vermittlung digitaler Kompetenzen, wie das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit mobilen Endgeräten, aber auch der optimale Einsatz dieser Geräte für bessere Lernchancen.

Für Schulen, die an dieser Initiative teilnehmen wollen, soll der Zugang möglichst einfach sein. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Letter of Intent) erfolgt eine Anmeldung, mit der die Schule bekennt, sich zu einer digitalen Schule entwickeln zu wollen. Schritt für Schritt sind dabei vier Bereiche zu entwickeln. Schulentwicklung und Steuerung, Infrastruktur und technische Betreuung, Pädagogik sowie Fort- und Weiterbildung.

Bei den Endgeräten für die SchülerInnen ist auch ein Finanzierungsanteil durch die Erziehungsberechtigten von 25 Prozent vorgesehen. Für finanziell belastete Erziehungsberechtigte soll es nach Angaben des Bildungsministeriums die Möglichkeit zur Befreiung vom Selbstkostenanteil geben.

Digitalisierungsschub und angepasste Strategie

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie gibt es in vielen Bereichen einen Digitalisierungsschub, was auch eine angepasste Digitalisierungsstrategie in den Linzer Pflichtschulen notwendig macht. Eine zeitgemäße Pädagogik erfordert daher Investitionen in die Digitalisierung der Lehrmittel.

Auch im Pakt für Linz ist die weitere Modernisierung der digitalen Ausstattung der Linzer Pflichtschulen als Ziel festgelegt. Mit der Ausstattung der Klassenräume der öffentlichen Linzer Mittelschulen mit Laptops können PädagogInnen noch einfacher einen IT-gestützten Unterricht abhalten, Unterrichtsmaterial über den Beamer projizieren, Lerninhalte im Internet oder Präsentationen zeigen. Somit kann ein zeitgemäßer Unterricht gewährleistet werden.

„Ziel der IT-Offensive ist es auch, allen Linzer Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen Unterricht zu bieten, der Digitalkompetenz als Grundstein für ihre künftigen Laufbahnen legt. Als Schulerhalterin ist es der Stadt Linz ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche aller Schulformen und unabhängig von äußeren Faktoren, wie etwa der Einkommenssituation oder dem formalen Bildungsgrad ihrer Eltern, die gleichen Chancen zukommen zu lassen“, resümieren Luger, Schobesberger und Fechter.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus Luger, Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger und Liegenschaftsreferentin Regina Fechter zum Thema „Digitale Schule: Fortsetzung der IT-Offensive“)