Medienservice vom: 13.04.2021 |Downloads zum Medienservice

Pakt für Linz: Erste Projekte bereits auf Schiene gebracht Knapp sechs Millionen Euro von Gemeinderat beschlossen

  • Grünes Licht für Vorhaben aus den Bereichen Kultur, Sport, Soziales, Sicherheit und Bildung

Nachdem der Gemeinderat im Dezember des vergangenen Jahres zur Abfederung der schwerwiegendsten Folgen und Auswirkungen der Corona-Pandemie einstimmig den „Pakt für Linz“ beschlossen hatte, wurden aus diesem 65 Millionen starken Investitionspaket die ersten richtungsweisenden Projekte aus Kultur, Sicherheit, Sport, Soziales und Bildung sukzessive auf Schiene gebracht. Der Linzer Gemeinderat gab in den vergangenen Wochen „grünes Licht“ für Projekte mit Gesamtkosten von knapp sechs Millionen Euro.

„Mit dem Pakt für Linz reagierte die Stadtregierung umgehend und ohne zu zögern auf die angespannte, wirtschaftliche Situation durch die Corona-Pandemie. Bereits wenige Tage nach dem ersten, offiziell verordneten Lockdown organisierte die Stadt neben einem Solidaritätsfonds zur Unterstützung besonders betroffener Menschen Hilfspakete für Unternehmen, um Betriebe zu entlasten und Arbeitsplätze abzusichern. Das mit 65 Millionen Euro dotierte Investitionspaket zeigt bereits positive Auswirkungen. Besonders erfreulich ist es, dass die breite Palette an Maßnahmen für die Menschen und die Wirtschaft unserer Lebensstadt von der gesamten Stadtregierung über die Parteigrenzen hinweg solidarisch getragen wird“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

„Zahlreiche weitere Projekte aus dem Pakt für Linz befinden sich bereits in der Pipeline. Dazu laufen die Gespräche mit allen Parteien und Unternehmen auf Hochtouren“, erklärt der Linzer Bürgermeister.

In den vergangenen Gemeinderatssitzungen wurden 5,7 Millionen Euro für die Realisierung beziehungsweise die Förderungen von Projekten mit Mitteln aus dem „Pakt für Linz“ beschlossen. Die Errichtung eines neuen Bewegungsparks beim Kleinen Weikerlsee, die Erweiterung des Freizeitangebotes im Franckviertler Sternpark, Investitionen in Millionenhöhe in stadteigene Kultureinrichtungen sowie Gebäudesanierungen der Freien Kulturszene zählen genauso dazu wie etwa die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für die Hauptfeuerwache, die Modernisierung der Linzer Seniorenzentren oder die Sanierung städtischer Schulen.

Stadt investiert in Infrastruktur beinahe vier Millionen Euro

Der Start des kommunalen Investitionsprogramms in die Infrastruktur erfolgt mit einem ersten Ausgabenpaket der Immobilien Linz GmbH (ILG) von fast vier Millionen Euro für bauliche Maßnahmen. Im Paket enthalten sind Gebäudesanierungen und -verbesserungen im Kultur- und Veranstaltungswesen, die Adaptierung von Sportstätten und Schulen sowie Ausbaumaßnahmen in der Hauptfeuerwache.

Diese Umsetzungsmaßnahmen waren ursprünglich nicht im Investitions- und Instandhaltungsprogramm der ILG für 2021 enthalten, das gemeinsam mit dem Budget der Stadt Linz für die Jahre 2020 bis 2021 beschlossen wurde. Sie bedurften daher der Zustimmung der Stadt Linz und des ILG-Aufsichtsrats.

Nachdem per Gemeinderatsbeschluss im Jänner dieses Jahres bereits von der Stadt Linz als Gesellschafter grünes Licht gegeben wurde, erteilte der ILG-Aufsichtsrat im März 2021 seine Zustimmung. Die vereinbarten Maßnahmen können gemäß dem Kommunalen Investitionsgesetz 2020 zur Förderung durch den Bund eingereicht werden, der bis zur Hälfte der Mittel zuschießt.

„Diese Investitionen bringen überaus positive Effekte für die heimische Wirtschaft und werden die Konjunktur verstärkt ankurbeln. Dies wirkt sich belebend auf den Arbeitsmarkt aus und trägt zur Entspannung der Situation bei“, sagt Bürgermeister Luger.

Große Unterstützung für Linzer Kultur

Unter den negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie litt und leidet vor allem die Kultur- und Kunstszene massiv. Gravierende Einnahmenverluste sowohl für die „klassischen“ Kulturinstitutionen als auch für die sogenannte „Freie Szene“ waren die Folge. Die Verluste und Einbußen bedrohten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der „Freien Szene“ in ihrer Existenz. Mit fünf Millionen Euro Kulturinvestitionen setzte die Stadt in ihrem Konjunkturpaket ein starkes Signal für die Stärkung des Kulturstandortes. Eine lebendige Kunst- und Kulturszene ist für den Aufschwung und für die Zukunft von Linz als Wirtschafts-, Tourismus- und Kreativstandort eine essenzielle Voraussetzung.

„Für die Kulturstadt Linz ist es selbstverständlich, auch in diesen schwierigen und fordernden Zeiten die geeigneten Maßnahmen zu setzen und die zahlreichen Einrichtungen, Institutionen und Vereine entsprechend zu unterstützen“, so Bürgermeister Klaus Luger.

Mit zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen hilft die Stadt Linz vor allem auch den Freischaffenden durch die Krise und sichert mit einem erhöhten Investitionstopf ihre Zukunft.

„Die Realisierung von Gebäudesanierungen der Freien Szene mit Gesamtkosten von 300.000 Euro und Investitionen von 2,2 Millionen Euro in stadteigene Kultureinrichtungen sind durch aktuelle Gemeinderatsbeschlüsse bereits gesichert. Damit ist die erste Hälfte der zusätzlichen Kulturinvestitionen bereits vergeben“, berichtet Bürgermeister Klaus Luger.

Die freigegebenen Gelder wirken durch die zusätzlichen Aufträge an die Wirtschaft konjunkturfördernd und stärken durch die verbesserte Infrastruktur die Arbeit der einzelnen Kultureinrichtungen. Die Unterstützung der Kulturszene erfolgt zusätzlich zu den regulären Subventionen im aktuellen Budget mit baulichen Maßnahmen zur Modernisierung von Veranstaltungsräumlichkeiten, etwa im Brucknerhaus, in der Musikschule, im Ars Electronica Center und im Nordico sowie in Kulturstätten, die von der „Freien Szene“ genützt werden können.

Kultureinrichtungen und Veranstaltungshäuser werden durch Mittel aus dem Pakt für Linz gefördert.                 
(Foto: Stadt Linz/Dworschak)

Sanierung und Modernisierung der städtischen Schulen

Eine Million Euro der ersten „Tranche“ des Investitionspakets der Stadt Linz ist für Sanierungen in den Schulen vorgesehen. Neben dem aktuellen Schul- und Hort-Erweiterungsprogramm will die Stadt Linz dringend notwendige Sanierungen angehen. Zudem wird die IT-Offensive fortgeführt und in die nächsten Digitalisierungsschritte der Schulen investiert. Neben Inneneinrichtungen, wie eine Verbesserung der Raumakustik, wird etwa in Dächer investiert.

„200.000 Euro wurden bereits beschlossen, um die öffentlichen Mittelschulen mit zeitgemäßen Laptops auszustatten und somit die IT-Offensive und den Ausbau der Digitalisierung auch an den Schulen voran zu treiben“, sagt Bürgermeister Luger.

Pakt für Linz zeigt auch sportliche Seiten

Eines der bedeutendsten Sportprojekte aus dem „Pakt für Linz“ umfasst die geplante Errichtung des neuen Bewegungsparks in Pichling am Weikerlsee. Finanziert werden soll die Sportstätte gemeinsam mit dem Land Oberösterreich mit Gesamtkosten von 300.000 Euro. Es entsteht damit eine Art Fitness-Parcours mit Bewegungsangeboten für alle Generationen.

„Die Freigabe der Mittel für den neuen Bewegungspark erfolgte im März durch den Linzer Gemeinderat. Der Baubeginn soll noch im heurigen Jahr erfolgen“, betont Bürgermeister Luger.

Die geplante Positionierung des neuen Bewegungsparks im Naherholungsgebiet Weikerlsee in unmittelbarer Nähe zur SolarCity und des Sportparks Pichling stellt eine ideale Ergänzung der bestehenden Freizeitinfrastruktur im Stadtteil dar und ist durch die Anbindung an die Straßenbahnlinie 2 und an diverse Buslinien auch mittels Öffis gut erreichbar. Überdies ist die Standortwahl auch geprägt von der Tatsache, dass die Bevölkerungsstruktur in den Stadtteilen Ebelsberg und Pichling in der Altersgruppe der 6-14-Jährigen über zehn Prozent liegt und damit den stadtweiten Durch-schnitt von acht Prozent klar übertrifft. Etwa 13 Prozent aller Linzer Jugendlichen unter 18 Jahren leben in diesen beiden Stadtteilen. Der Standort ist auch deshalb überaus günstig, da durch die Nähe zum Weikerlsee in den Sommermonaten für ausreichend Erfrischung und Abkühlung gesorgt ist.

Freizeitangebot im Sternpark wird erneuert und erweitert

Ein weiteres bedeutendes Projekt aus dem „Pakt für Linz“ ist die Erneuerung und Erweiterung des Freizeitangebotes im Sternpark im Linzer Franckviertel, mit dem auch der dynamischen und steten Aufwärtsentwicklung dieses Stadtteils Rechnung getragen wird. Das Projekt mit Gesamtkosten von 350.000 Euro wurde ebenfalls bereits im Linzer Gemeinderat beschlossen.

Das erweiterte Angebot im Sternpark soll eine multifunktionale Sportfläche, die Sanierung des Fußballplatzes für die ganzjährige Bespielbarkeit sowie bewegungsanimierende Spiel- und Freizeitangebote für die Jüngeren als auch die älteren Generationen umfassen.

Im Detail besteht das Projekt aus der Erneuerung bestehender Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Menschen unterschiedlichsten Alters. Von einem Fun-Court für multifunktionales Spielvergnügen, einer ganzjährig bespielbaren Grünfläche bis hin zu speziellen Bewegungsangeboten für die ältere Generation soll das aufgewertete Freizeitangebot im Sternpark künftig reichen.

Das Freizeitangebot des Sternparks im Franckviertel soll noch heuer erneuert und erweitert werden.                 
(Foto: Stadt Linz/Pertlwieser)

Bessere Rahmenbedingungen für Feuerwehr

Auch Maßnahmen für die Hauptfeuerwache sind mit Mitteln aus dem „Pakt für Linz“ geplant. Unter anderem wird der Ausbau der Fahrzeughalle und der Garderoben in Angriff genommen. Die Investitionen in die Hauptfeuerwache sind ein bedeutender Beitrag für die nachhaltige Optimierung von Einrichtungen, die der Sicherheit der Bevölkerung dienen.

Modernisierung der Seniorenzentren

Mittel in Höhe von 500.000 Euro wurden überdies für die weitere Modernisierung und Attraktivierung der Linzer Seniorenzentren beschlossen.

„Die Stadt Linz ist permanent bemüht, für unsere ältere Generation, die so viel für unsere Stadt geleistet hat, beste Bedingungen zu schaffen. Mit den vom Linzer Gemeinderat freigegebenen Mitteln können wir die Modernisierung der heimischen Alten- und Pflegeheime kontinuierlich vorantreiben“, betont Bürgermeister Luger.

Trotz der schwierigen Zeiten soll die Modernisierung der Linzer Seniorenzentren kontinuierlich fortgesetzt werden.
(Foto: Stadt Linz/Dworschak)

Neugestaltung des Jahrmarktgeländes – ein Wunsch der Bevölkerung geht in Erfüllung

Dank des Pakts für Linz kann für die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebensstadt auch bald der Traum einer Neugestaltung des Jahrmarktgeländes in Erfüllung gehen.

Das Projekt sieht auf dem ehemaligen Parkplatz am Urfahrmarktgelände ein parkähnliches Erholungsareal vor, unter anderem auch mit einer Badebucht und einem Gastro-Bereich. Im Winter steht zudem eine Eislauffläche zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt ebenfalls aus Mitteln des „Pakts für Linz“ zur Ankurbelung der Wirtschaft. Vor kurzem vergab der Stadtsenat den Planungsauftrag dafür. Der Urfahrmarkt kann weiterhin auf dem Gelände stattfinden, der angedachte Donauarm wird durch eine Badebucht ersetzt.

Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg

„Ganz besonders möchte ich betonen, dass dem Pakt für Linz eine gemeinsame Willensbildung aller Stadtregierungsparteien zugrunde liegt. Unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der neben wirtschaftsbelebenden Effekten nachhaltige Investitionen in allen städtischen Verantwortungsbereichen zum Ziel hat“, berichtet Bürgermeister Luger.

Es handelt sich vor allem um Projekte, die die Infrastruktur dauerhaft verbessern und somit nicht nur kurzfristig für Konjunkturbelebung sorgen, sondern sich auf lange Sicht amortisieren. Vor allem für von der Krise stark betroffene Berufsgruppen, wie jene im Kultur- und Freizeitbereich, werden diese Investitionen von Nutzen sein.

Mit den geplanten Sanierungen und Modernisierungen in den Schulen sowie mit einem akzentuierten Klimaschwerpunkt sorgt der „Pakt für Linz“ für bleibende Verbesserungen.

(Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Zwischenbilanz Pakt für Linz“)

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