Medienservice vom: 14.04.2021 |Downloads zum Medienservice

E-Mobilität: Neuanmeldungen von E-Autos in fünf Jahren verzehnfacht Luger: umweltschonendes Verkehrsangebot und Vorrang für Öffentlichen Verkehr Gebot der Stunde

  • Zahlreiche Fördermöglichkeiten für E-Fahrzeuge

Bei den Alternativen zu herkömmlichen, auf fossilen Energieträgern basierenden Antriebssystemen ist das Elektro-Auto bisher am weitesten fortgeschritten. In Kombination mit einer nachhaltigen Stromproduktion mit erneuerbaren Energieträgern kann das E-Auto wesentlich zur Reduktion von Treibhausgasen, Feinstaub und Stickstoffoxid (NO2) beitragen.

„Uns geht es darum, die Rahmenbedingungen für einen Systemwechsel zu unterstützen, ohne dabei andere Mobilitätsziele aus den Augen zu verlieren“, meint Bürgermeister Klaus Luger. Als Motivation gilt auch die Förderung der Stadt Linz für den Umstieg auf E-Autos, für die bislang 180.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden.

„Aktuell sind 1.000 E-Autos in Linz zugelassen. Obwohl dies nur einem Prozent aller PKW entspricht, hat sich die Zahl der Neuanmeldungen von E-Autos innerhalb von fünf Jahren verzehnfacht hat. Das zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind. Dennoch bleibt hier auch in Zukunft noch viel zu tun, wie beispielsweise der Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder die Weiterentwicklung der Lade-Infrastruktur für E-Autos“, ergänzt das Linzer Stadtoberhaupt.

1.000 E-Autos in Linz

Auch wenn der Anteil der angemeldeten E-Autos in Linz erst bei einem Prozent an der Gesamtzahl der PKWs hält, so hat sich doch die Zahl der Neuanmeldungen pro Jahr innerhalb von fünf Jahren verzehnfacht. In Summe sind derzeit 1.000 E-Autos in Linz gemeldet, wovon 380 im vergangenen Jahr angemeldet wurden.

1Vorläufige Schätzung für 2020, endgültige Zahl noch nicht verfügbar

 

Lade-Infrastruktur: 60 Standorte, 190 Stationen

Derzeit stehen im Linzer Stadtgebiet an 60 Standorten insgesamt 190 Ladepunkte zur Verfügung. Diese befinden sich entweder in Besitz der Linz AG oder werden von ihr betreut. Während die öffentlichen Ladepunkte für alle zur Verfügung stehen, sind die privaten Ladepunkte für einen eingeschränkten Nutzerkreis, zum Beispiel für Mitarbeitende eines Unternehmens.

Übersicht der Lade-Infrastruktur der Linz AG

Die Linz AG erweitert das Netz der E-Tankstellen laufend. Neben dem Netz der Linz AG gibt es noch weitere Anbieter von Ladestationen.

e-Tankstellen-Übersicht der Linz AG

https://e-tankstellen-finder.com/at/de/partner/index/linzag

Weiterentwicklung der Lade-Infrastruktur

Um die Attraktivität der E-Mobilität zu steigern, bündeln sieben österreichi-sche Energieversorger ihre Kräfte mit der Gründung der E-VO eMobility GmbH. Die weiteren Gesellschafter neben der Linz AG sind Energie Graz, Energie Steiermark, EVN, illwerke vkw, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG und Kelag. Mit der Weiterentwicklung der IT-Systeme der Lade-Infrastruktur soll das Lade-Netz effizienter, stabiler und sicherer werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Abrechnungssystemen und Tools, die das Laden einfach und bequem machen sollen.

Bislang Umstieg mit mehr als 180.000 Euro gefördert

Die Stadt Linz unterstützt in Kooperation mit der Linz AG den Kauf oder das Leasing von E-Autos, E-Motorrädern und E-Scootern für Firmen, Betriebe, Unternehmen und Organisationen mit öffentlichem Interesse.
Die E-Mobilitätsförderung der Stadt Linz stellt eine umweltpolitische Lenkungsmaßnahme dar. Sie soll Firmen, Betrieben, Unternehmen und Organisationen mit öffentlichem Interesse, deren Fahrzeuge ständig im Stadtgebiet unterwegs sind, einen Anreiz bieten, auf umweltfreundlichere E-Fahrzeuge umzusteigen.

1größtenteils noch in Bearbeitung

Nachdem jedes E-Auto mit 1.000 Euro gefördert wird, entspricht dies einem Gesamtbetrag 101.000 Euro bis 2020 und im Jahr 2021 bisher 83.000 Euro.

Zusätzlich gibt es bei der Anschaffung von E-Autos für Privatpersonen Förderungen vom Bund, für die Installation der erforderlichen Basis-Infrastruktur einer Lademöglichkeit auch Unterstützung vom Land Oberösterreich.

Weiters unterstützt die Stadt Linz Privatpersonen, Fahrgemeinschaften, Betriebe bzw. Organisationen beim Kauf von E-Lastenfahrrädern und E-Lastenanhängern mit jeweils 30 Prozent der Investitionskosten und maximal mit 1.000 Euro.

Rückgrat der E-Mobilität ist in Linz der Öffentliche Verkehr: 70 Prozent aller Fahrgäste e-mobil

Im Vergleich der Landeshauptstädte, mit Ausnahme von Wien, zeigt Linz den höchsten ÖV-Anteil, welcher sich in den vergangenen Jahrzehnten im stetigen Wachstum befindet. Die Streckenlänge der öffentlichen Verkehrsmittel inkl. Bergbahn liegt bei knapp über 210 Kilometer. Im Jahr 2019 legen 177 Fahrzeuge der Linz AG Linien im Linzer Streckennetz neun Millionen Kilometer zurück. Davon fahren knapp die Hälfte stromgetrieben, welche gleichzeitig die meistgenutzten Verkehrsmittel sind. Rund 70 Prozent der Fahrgäste sind somit elektrisch unterwegs und tragen damit einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei.

Entwicklung des Streckennetzes im ÖV in km

Quelle: Linz Linien 2019

Der Ausbau des ÖV-Netzes und die Attraktivierung des Angebots haben zu kontinuierlich steigenden Fahrgastzahlen geführt. Lediglich im letzten Jahr werden erstmals wieder aufgrund der Covid-19-Pandemie weniger als 90 Millionen Menschen durch die Linzer Linien befördert.

Entwicklung der Fahrgastzahlen in Mio.

Quelle: Linz Linien 2019

Umstellung der Busflotte auf Hybrid-Antrieb

Im vergangenen Jahr nahmen die ersten beiden Hybridelektro-Autobusse der Linz Linien ihren Betrieb auf. In Summe investiert die Linz AG mehr als 36 Millionen Euro in den neuen Autobus-Fuhrpark. Bis 2024 soll die 88 Fahrzeuge umfassende Busflotte vollständig erneuert werden. „Nachhaltige Verkehrspolitik hat für Linz höchste Priorität. Die neuen Busse werden in den kommenden Jahren signalisieren, dass sich die oberösterreichische Landeshauptstadt zu einem attraktiven öffentlichen und vor allem umweltschonenden Verkehrsangebot bekennt“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

e-Carsharing

Im Durchschnitt steht ein privates Auto 23 Stunden am Tag still und verbraucht dabei eine der wertvollsten Ressourcen in der Stadt: Platz. Aus diesem Grund haben sich aus dem Mietwagenkonzept verschiedene Carsharing-Systeme entwickelt, das zusätzliche Kosten spart.

Die Linz Linien bieten als Ergänzung zum öffentlichen Personen-Nahverkehr seit Herbst 2019 den stationären Carsharing-Service tim-Linz an. Das Ziel besteht darin, den öffentlichen mit dem Individualverkehr zu verbinden und den Verzicht auf den PKW zu erleichtern. Das Carsharing-Angebot kann dabei mit Straßenbahn und Bus kombiniert werden. Neben konventionellen Autos stehen bei tim auch E-Autos zur Verfügung. Aktuell gibt es in Linz sechs tim-Standorte, bis Ende des Jahres sind drei weitere geplant.

Aktuelle tim-Mobilitätsknoten:

  • Tabakfabrik Linz, Ludlgasse
  • LINZ AG, Wiener Straße 151
  • Hauptplatz Linz
  • JKU – Johannes Kepler Universität, Altenberger Straße
  • Grüne Mitte Linz, Edeltraud-Hofer-Straße
  • SolarCity, Heliosallee

E-Scooter

Zu Spitzenzeiten waren in Linz mehr als 1.000 E-Scooter im öffentlichen Raum verfügbar. Mittlerweile hat sich die Zahl auf etwa 400 Verleih-E-Scooter reduziert. Verringert hat sich jedoch nicht nur die Zahl der E-Scooter, sondern auch jene der Anbieter selbst. Während es vor Beginn der Corona-Krise noch vier Anbieter waren, so sind jetzt nur noch die Unternehmen Tier und Foama in der Landeshauptstadt vertreten.

Vorteile der E-Mobilität: weniger Emissionen und Ausstoß von CO2

Im Vergleich zum klassischen Verbrennungsmotor bieten elektrisch betriebene Autos mehrere Vorteile:

  • Wesentlich bessere Energieeffizienz von Elektromotoren gegenüber Verbrennern.
  • Ob das auch in der eingesetzten Primärenergie zur Erzeugung des für die E-Mobilität benötigten Stromes gilt, hängt stark von der Art der Erzeugung des Stromes ab. In Österreich ist der Strom-Mix in dieser Richtung relativ günstig, sodass insgesamt auch eine Ersparnis an klimawirksamem CO2 gegenüber den Verbrennern gegeben ist.
  • Bei niedrigen Geschwindigkeiten (bis ca. 40 km/h) deutlich leiser als Verbrenner. Über 40 km/h dominieren die Reifengeräusche, sodass sich kaum mehr ein Unterschied zu den Verbrennern ergibt.
  • Keine Emissionen beim „Leerlauf“ von Fahrzeugen.

Auch wenn die E-Mobilität viele Vorteile bietet, das Problem der Beanspruchung des öffentlichen Raumes durch parkende Autos ist auch beim Umstieg auf E-Autos nicht gelöst. Eine Entlastung des öffentlichen Raums kann nur durch die generelle Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs erreicht werden. Deshalb muss auch künftig der öffentliche Verkehr weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Weitere Informationen zu städtischen Förderungen von E-Autos, E-Motorrädern und E-Mopeds

https://www.linz.at/foerderungen

https://www.linzag.at/portal/de/privatkunden/unterwegs/e_mobilitaet_1/foerderungen_3# 

(Online-Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Bilanz Elektromobilität in Linz“)

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