Medienservice vom: 20.05.2021 |Fotos zum Medienservice

Sanierung und Umbau der Sportmittelschule Kleinmünchen trotz Corona-Pandemie voll im Zeitplan Fertigstellung der Ballsporthalle im Herbst 2021, Finalisierung der Schulsanierung bis Sommer 2023

  • 12-Millionen-Euro-Investition stützt Wirtschaft und sorgt für nachhaltig gute Rahmenbedingungen für Schule und Sport

Mit dem im Juli 2019 vorgestellten Sport-Infrastrukturpaket des Landes OÖ und der Stadt Linz wurde ein Meilenstein für den Sport in Oberösterreich gesetzt und wesentliche Verbesserungen für gleich vier traditionsreiche Linzer Sportvereine in Angriff genommen. Neben der Gesamtlösung im Fußball sollten auch die Handballer vom HC LINZ AG sowie die aktuellen Double-Gewinnerinnen im Volleyball von ASKÖ Steelvolleys Linz Steg beste Voraussetzungen für den künftigen sportlichen Erfolg erhalten. 

Knapp zwei Jahre nach der angekündigten Sanierung der Sport-MS Linz-Kleinmünchen mit einer Bundesliga-tauglichen Ballsporthalle überzeugten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus der Landes- und Stadtpolitik vom Baufortschritt an der Meindlstraße im Linzer Stadtteil Kleinmünchen. Trotz Corona-Pandemie liegen die Arbeiten des 12 Millionen Euro Projekts mit geplanter Fertigstellung der Bundesliga-Ballsporthalle im Herbst dieses Jahres bzw. der vorgesehenen Fertigstellung der Schulsanierung nach einem modernen pädagogischen Konzept im Jahr 2023 bislang voll im Zeitplan. 

Zum Dank an die Arbeiterinnen und Arbeiter der ausführenden Baufirmen überbrachten das Linzer Stadtoberhaupt, Bürgermeister Klaus Luger, Wirtschafts- und Sportlandesrat Markus Achleitner sowie die Linzer Sportreferentin, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, und die für die städtischen Liegenschaften zuständige Stadträtin Regina Fechter am heutigen Vormittag eine kraftspendende Jause.

„Die städtische Immobiliengesellschaft ILG ist Treiberin zahlreicher Bauprojekte in der Landeshauptstadt und damit auch Modernisierungsmotor für die städtische Infrastruktur. Gleichzeitig sorgen die Millionen-Investitionen für eine Fülle an Aufträgen für Bau- und Baunebengewerbe, die zur Sicherung der Arbeitsplätze beitragen. Besonders gut veranlagt ist das Geld der Linzerinnen und Linzer aber vor allem deshalb, weil wir es durch Investitionen in die Bildungsstandorte wieder direkt zurückzahlen können. Zudem freue ich mich, dass wir neben der Jahrhundert-Lösung im Fußball auch für unsere anderen Spitzenteams, und damit allen voran den erfolgreichen Double-Gewinnerinnen im Volleyball, ausgezeichnete Spiel- und Trainingsbedingungen schaffen. Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan und ich bin mir sicher, dass wir uns schon bald auch wieder über volle Sporthallen freuen können“, blickt Bürgermeister Klaus Luger voll Zuversicht in die Zukunft. 

Die Stadt Linz und das Sportland Oberösterreich spielen auch bei diesem Projekt einen starken Doppelpass: „Ob die beiden Fußballstadien, der neue, geplante Motorikpark im Süden von Linz oder eben die Ballsporthalle Kleinmünchen - eine gute Partnerschaft ermöglicht diese neuen Meilensteine in der Sportinfrastruktur und diese wiederum ist die Voraussetzung für sportliche Erfolge“, betont Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner. Das Sportland hat im Zuge des gemeinsamen Ballsportpakets eine halbe Million Euro für die Ballsporthalle zugesagt. „Wir wissen, dass wir nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Hallenkapazitäten haben. Für Volleyball und Handball kann damit eine nachhaltige sportliche Perspektive und Zukunft geboten werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Steelvolleys Linz Steg ihren Erfolgskurs fortsetzen und die Handballer des HC Linz AG schon bald wieder einen Erfolgskurs einschlagen werden“, so Landesrat Achleitner, der auch die hervorragende Arbeit der Sport Neuen Mittelschule Kleinmünchen unterstreicht, die vielen Talenten eine sportliche Chance bietet.

„Mit der Vorstellung des Sport-Infrastrukturpakets ist ein großer Wurf für die Sportstadt Linz und gleich vier Linzer Traditionsvereine gelungen. Mit der geplanten Lösung auf der Gugl kehrt der LASK an seine angestammte Heimstätte zurück. Der FC Blau-Weiß Linz erhält in absehbarer Zeit ein wahres Schmuckstück in bester Lage und auch für Handball und Volleyball eröffnet die neue Ballsporthalle beste Bedingungen. Auch die Misere einer zu geringen Hallenhöhe nach den Verbandsvorgaben und das Ausweichen der Volleyballerinnen in Ersatzhallen über Bundesländer-Grenzen hinweg, gehört dann endgültig der Vergangenheit an“, sieht Vizebürgermeisterin Karin Hörzing künftig beste Bedingungen im Sportgeschehen für die Linzer Bundesligisten.

„Schulen sind sowohl eine gute Startrampe in die Zukunft für unsere Kinder als auch Teil des großen Immobilienschatzes der Linzerinnen und Linzer, den das Liegenschaftsressort der Stadt verwalten darf. Kontinuierliche Instandsetzungen und Ausbauten tragen zum Werterhalt und zur Mehrung dieses Schatzes bei. Die städtische Infrastruktur und die Liegenschaften sollen allen Linzerinnen und Linzern zunutze sein – mit den Umbauten in der Sport-Mittelschule Kleinmünchen decken wir weitere wichtige Bedürfnisse ab“, erklärt Liegenschaftsreferentin Regina Fechter.

Knapp 12 Mio. Euro für die Erneuerung der Sport-MS Kleinmünchen veranschlagt

Am bestehenden Schulstandort der Sport-MS Kleinmünchen an der Meindlstraße 25 besteht der Bedarf, die Räumlichkeiten bezüglich ihres bautechnischen Zustands als auch im Hinblick auf neue pädagogische Konzepte an den aktuellen Standard einer zeitgemäßen Schuleinrichtung anzupassen. Darüber hinaus sollen sich die Nutzungsmöglichkeiten der Sporthalle an den aktuellen Anforderungen der Sportvereine orientieren.

Der Umbau der bestehenden Schulsporthalle zu einer Bundesliga-tauglichen Ballsporthalle wurde im Rahmen eines umfassenden Sport-Infrastrukturpaketes des Landes OÖ und der Stadt Linz am 3. Juli 2019 vorgestellt. Mit dem Beschluss zur Erweiterung und Revitalisierung der Sport-MS Kleinmünchen in der Sitzung des Linzer Gemeinderates am 30. November 2020 konnte das Projekt auf Schiene gebracht. 

Insgesamt 11,7 Millionen Euro sind für das von der Immobilien Linz GmbH & Co KG (ILG) verantwortete Projekt zur Sanierung der Schule und für den Zu- und Umbau der Ballsporthalle vorgesehen. Das Land OÖ beteiligt sich an der Errichtung der Bundesliga-Ballsporthalle, die neben dem Schulbetrieb vorrangig den beiden Bundesligisten HC LINZ AG und ASKÖ Steelvolleys Linz Steg zugutekommen wird, mit 500.000 Euro. Des Weiteren beabsichtigt die Stadt Linz im Zuge des Bauvorhabens die Schul- und Sporthalle mit Mobilien im Wert von 900.000 Euro auszustatten.
Nach intensiven Vorberatungen und Abstimmungsgesprächen mit allen betroffenen Stakeholdern sowie der Einholung der notwendigen behördlichen Genehmigungen konnte mit den Umbauten im März 2021 gestartet werden. Die Eröffnung der Ballsporthalle ist noch im heurigen Herbst vorgesehen. Die Fertigstellung der Schulsanierung, die um die Belastung der Schülerinnen und Schüler durch die Bauarbeiten zu verringern in zwei Etappen erfolgt, ist im August 2023 geplant.

Sanierung und Umbau des Turnsaales zu einer Bundesliga-tauglichen Ballsporthalle

Der erste Bauabschnitt sieht im Zeitraum von März bis Oktober 2021 die Sanierung und Revitalisierung der Sporthalle wie auch die Neugestaltung des Eingangsbereichs sowie den Um- und Zubau eines großzügigen Foyers samt Nebenräumen vor. Der bestehende Eingangsbereich wird zugunsten eines barrierefreien Zugangs komplett neugestaltet. Dazu wird die bestehende Rampe samt Eingang abgebrochen und ein neuer Eingang mit Foyer und zusätzlichen Räumlichkeiten für Sportveranstaltungen vorgebaut. Zudem wird im Neubau ein Stiegenhaus mit Lift errichtet, damit auch Lager- und Nebenräume für bessere Transportmöglichkeiten barrierefrei erschlossen sind.

Bei den aktuellen Umbauten werden die Wünsche der Sportvereine bzw. die Verbandsvorgaben von Hand- und Volleyball bestmöglich berücksichtigt. Dazu werden die Nebenräume adaptiert, die Nass- und Kabinenräume umgebaut und zusätzliche Flächen geschaffen. Das Hallendach wird auf die erforderliche Höhe von 9 Metern angehoben. Des Weiteren erfolgt eine umfassende thermische wie haustechnische Sanierung, die auch im Bauabschnitt zwei und drei am Schul-Hauptgebäude durchgeführt wird.

Visualisierung Eingang: Die Eingangssituation wird komplett umgestaltet, die bestehende Rampe abgebrochen und ein barrierefreier Eingangsbereich samt Foyer vorangebaut. © ZOOM VP.ATVisualisierung Eingang: Die Eingangssituation wird komplett umgestaltet, die bestehende Rampe abgebrochen und ein barrierefreier Eingangsbereich samt Foyer vorangebaut. © ZOOM VP.AT

Die Zufahrts- und Anlieferungsmöglichkeiten per LKW werden zudem speziell an die Vereins-Anforderungen bei Meisterschaftsspielen optimiert. Dafür wird ein von außen ebener Zugang in die Sporthalle zum An- und Abtransport von Sportböden geschaffen. Der Um- und Zubau des Foyers wird auf zirka 250 m2 realisiert. Diese Begegnungszone vor, während und nach Veranstaltungen bietet neben der Möglichkeit zum Verkauf von Speisen und Getränken auch einen abgegrenzten VIP-Bereich mit direktem Hallenzugang.

Immer wichtiger wird zudem ein TV-taugliches Setting der Sportstätten. Dafür wird in der neuen Ballsporthalle eine Lichtanlage mit 1.000 Lux sowie eine zeitgemäße Beschallungs- und eine moderne Medientechnik mit Broadcasterfähiger Stromversorgung hergestellt. Ebenso entsprechen Cardio- und Krafttrainingsräume sowie Räumlichkeiten für Therapien und Massagen den Anforderungen im modernen Spitzensportbetrieb. Auch ein eigenes Ärzte-Zimmer, das als Nada-Raum für Doping-Kontrollen genutzt werden kann, ist in den Plänen vorgesehen. Die bestehende Kapazität auf den Zuschauerrängen bleibt erhalten, eine mobile Lösung zur Erweiterung wird mitgeplant.

Visualisierung Foyer: Dieses wird auf 250 m2 neugestaltet und beherbergt neben einem Buffet- auch einen abgegrenzten VIP-Bereich. © ZOOM VP.ATVisualisierung Foyer: Dieses wird auf 250 m2 neugestaltet und beherbergt neben einem Buffet- auch einen abgegrenzten VIP-Bereich. © ZOOM VP.AT

Schulsanierung erfolgt in zwei Etappen bis Sommer 2023

Die Sanierung des Schul-Hauptgebäudes erfolgt in zwei Etappen. Der Zeitplan des Projekts sieht den ersten Bauabschnitt für die Schulsanierung mit Beginn im Juli 2021 vor, der finale Bauabschnitt folgt im unmittelbaren Anschluss daran im Juli 2022. Die Gesamtfertigstellung des Projekts ist im August 2023 geplant.

Während der Umbauarbeiten wird der Schulbetrieb geteilt. Dafür wird eine Container-Lösung für jeweils die Hälfte der Klassen am Schulgelände errichtet. Für diese geteilte Sanierung in zwei Etappen spricht eine geringere Belastung für die Schülerinnen und Schüler während der mehrjährigen Umbauphase.

Im Zuge der Modernisierung des Schul- und Klassentrakts wird unter anderem die gesamte Haustechnik erneuert, die Außenhülle thermisch saniert und die Akustik im Gebäudeinneren auf den Stand der Technik gebracht. Die Sanierung des Speisesaales erfolgt in den Sommermonaten während der Schulferien, damit die Ausspeisung während des Schulbetriebes immer gewährleistet werden kann.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die räumliche Ausgestaltung zur Umsetzung eines modernen pädagogischen Konzepts gelegt. Diese pädagogischen Überlegungen sollen neben abgeschlossenen Lernbereichen, in denen gemeinsames Lehren und Lernen in Klassen- und Gruppensituationen stattfindet, auch ein eigenständiges, eigenverantwortliches und kompetenzorientiertes Arbeiten und Lernen ermöglichen.

(Informationsunterlage von Bürgermeister Klaus Luger, Wirtschafts- und Sportlandesrat Markus Achleitner, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing sowie Stadträtin Regina Fechter zum Thema „Besichtigung des Baufortschritts an der Sportmittelschule Linz-Kleinmünchen“)