Medienservice vom: 11.06.2021 |Fotos zum Medienservice

Digitaler Marktplatz startet in SolarCity und Urfahr Smarte Schließfächer für mehr Versorgungssicherheit

  • Stärkung des lokalen Handels durch Einbindung regionaler ProduzentInnen

Digital, regional und einfach in der Handhabung – die smarten Schließfächer des „Digitalen Marktplatzes“ versorgen ab sofort die Linzerinnen und Linzer. Die bestellten Produkte können seit 11. Juni an den Standorten Volkshaus Pichling-SolarCity / Lunaplatz sowie am Urfahrmarktgelände per „Click & Collect“ bequem und ohne lange Umwege bestellt sowie abgeholt werden. Zur Verfügung stehen jeweils 29 versperrbare Abholfächer, die teilweise mit sensorgesteuerter Kühlung ausgestattet sind. Zuvor online bestellte Waren von regionalen LieferantInnen werden darin abgelegt, in Folge von den Kundinnen und Kunden mittels eines gesendeten Codes abgeholt. Die dazugehörige App steht unter www.digitalermarktplatz.com zum kostenlosen Download bereit. Für die Nutzung der Schließfächer selbst fallen für die KundInnen keine extra Kosten an.

„Mit diesem Pilotprojekt ist die Lebensstadt Linz österreichweit die erste Landeshauptstadt, die einen digitalen Marktplatz in dieser Form anbietet. Vor allem älteren oder weniger mobile Mitbürgerinnen und Mitbürgern wird so ein nachhaltiger, bequemer und kundenorientierter Einkauf ohne lange Wege ermöglicht“, begrüßt Bürgermeister Klaus Luger das Projekt.

„Ich selbst kaufe meine Lebensmittel gerne bei Landwirten aus der Region. Der Digitale Marktplatz bietet den Linzerinnen und Linzern eine bequeme, von Ladenöffnungszeiten unabhängige Alternative, um heimische Produkte rasch und sicher in Wohnnähe einzukaufen. Die smarten Schließfächer können außerdem auch als Paketabholstationen genutzt werden. Eine tolle und innovative Idee für unsere Heimatstadt“, freut sich Stadtrat Michael Raml über das neue Angebot.

„Zahlreiche LieferantInnen aus der Region konnten bereits als Zulieferer gewonnen werden. Ich würde mich freuen, wenn diesen tollen Service der Stadt auch viele Linzer Unternehmen und Bürger nutzen werden. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, dabei zu sein, ihre regionalen Produkte zu präsentieren und unsere App und Abholstation mit sensorgesteuerter Kühlung bis Ende Juli gebührenfrei zu testen. Gerne unterstützen wir die LieferantInnen auch kostenlos bei der Präsentation des Unternehmens und dem Onboarding der Produkte“, informiert Hannes Pöcklhofer, Projektkoordinator der Digitalen Marktplatz GmbH

Zwei Standorte im Linzer Norden und Süden

Der Digitale Marktplatz (DMP) hat rund um die Uhr geöffnet. Für die LinzerInnen kann dieses Angebot kostenlos, also ohne Nutzungsgebühr, in Anspruch genommen werden.

29 Schließfächer an den Standorten SolarCity und Linz-Urfahr.29 Schließfächer an den Standorten SolarCity und Linz-Urfahr.29 Schließfächer an den Standorten SolarCity und Linz-Urfahr.

Kurze Wege für ältere Menschen

Mit dem Digitalen Marktplatz sollen vor allem ältere oder weniger mobile Menschen im Alltag entlastet werden. Ob tägliche Post, der Einkauf oder bestellte Pakete – extra Wege zum Nahversorger, Bäcker und Co. werden mithilfe der smarten Abholfächer eingespart, da die Waren direkt im Digitalen Marktplatz hinterlegt und in der Nähe der eigenen Wohneinheit abgeholt werden können. Kundenfreundliche Zahlungsmöglichkeiten beim LieferantInnen und eine einfache Bedienung zum Öffnen der Abholstation runden das Angebot ab.

„Es ist vielen Menschen immer wichtiger, gute Produkte von Produzentinnen und Produzenten aus der Region zu kaufen. Einrichtungen wie der Digitale Marktplatz sind eine ausgezeichnete Lösung für kundenfreundliches Einkaufen rund um die Uhr und unterstützt noch dazu die heimische Wirtschaft“, informiert Stadtrat Raml.

Stadt Linz gewährleistet Versorgungssicherheit

Zur Umsetzung des Digitalen Marktplatzes werden von der Stadt Linz zwei Abholstationen von der Variocube GmbH für die Dauer von zumindest drei Jahren angemietet. Dafür trägt die Stadt für beide Stationen einen wertgesicherten jährlichen Mietzins von 40.000 Euro. 

Die Stadt Linz trägt darüber hinaus die einmaligen Herstellungskosten für die Errichtung des Fundaments und des Elektroanschlusses in der Höhe von 11.000 Euro sowie die laufenden Energiekosten für den Betrieb der Abholstationen. Die gesamte Instandhaltung und Wartung der Stationen wird für die Dauer des aufrechten Vertragsverhältnisses von der Variocube GmbH übernommen (All-in-Servicierung). Der diesbezügliche Mietvertrag zwischen der Stadt Linz und der Variocube GmbH wurde vom Stadtsenat im April 2021 genehmigt.

Der Betrieb der Abholstationen erfolgt durch die „Digitaler Markplatz GmbH“ für die Dauer des aufrechten Vertragsverhältnisses; die Überlassung der Abholstationen zum Zwecke der Bespielung und des Betriebes erfolgt dabei unentgeltlich. 

„Die Stadt Linz leistet mit der Finanzierung der Schließfächer einen maßgeblichen Beitrag, um die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu erweitern. Das Angebot leistet auch einen gesellschaftlichen Beitrag. So kann es auch im Sinne der Nachbarschaftshilfe genutzt werden, etwa um älteren, pflegebedürftigen oder beeinträchtigten Menschen zu helfen“, führt Bürgermeister Klaus Luger aus.

Neuer Vertriebsweg für regionale Lieferanten

Für LieferantInnen eröffnet der Digitale Marktplatz ein interessantes Geschäftsmodell mit neuen Vertriebswegen. Mit minimalem Aufwand besteht für die Händler die Möglichkeit, ihr Geschäft auf viele verschiedene Standorte in Linz zu verteilen – der regionale Handel ist dadurch dem klassischen Onlinehandel ebenbürtig. Den HändlerInnen steht somit eine Online-Plattform zur Verfügung, auf der die KundInnen selbst entscheiden können, ob die Abholung im Geschäft oder über die Abholstation erfolgen soll.

„Der Digitale Marktplatz mit seinen sensorgesteuerten Kühlfächern ist die ideale Kombination zwischen dem Online-Einkauf und der Abholung vor Ort im unmittelbaren Wohnumfeld“, erläutert Hannes Pöcklhofer. Die „Digitaler Marktplatz GmbH“ hat die digitalen Schließfächer gemeinsam mit der „Variocube GmbH“, dem OÖ. Lebensmittelcluster sowie im Rahmen einer AWS-IÖB-Toolbox Förderung bereits an den Standorten St. Florian, Lichtenberg, Gramastetten und Freistadt getestet und umgesetzt.

Die innovative Vertriebsvariante wird vom lokalen Handel und regionalen LieferantInnen erfolgreich genutzt, um ihre Produkte mit entsprechenden Direktvermarktern zu ihren KundInnen zu bringen. Auf einen ausgewogenen Lieferanten-Mix – von der Apotheke über das kleine Lebensmittelgeschäft und der klassischen Paketabholstation bis hin zu den Direktvermarktern – wird Wert gelegt. 

Teilnehmende Betriebe sind unter anderem:

  • Museum-Apotheke Dr. Weixlbaumer KG
  • Nah- und Frisch Heinisch
  • Bäckerei Fenzl
  • Whiskydestillerie Peter Affenzeller
  • FitDin
  • „Verschiedene Betriebe der Region „Wie´s Innviertel schmeckt“ (z.B. Pramoleum) oder „Bio-Region Mühlviertel“ (z.B. Köglerhof, Fam. Bauernfeind)
  • Edelbrände Wakolbinger
  • Obsthof Schurm
  • Wurm Fruchtveredelung
  • Familienbetrieb Sallmann 
  • Familie Zehetner
  • Biohof Achleitner
  • BioObst OÖ
  • Glücksfuchs

„Täglich werden es mehr Betriebe und KundInnen, die diesen nachhaltigen regionalen Service als Zulieferer für Linzerinnen und Linzer nutzen wollen. Weitere potenzielle Lieferanten sind jederzeit herzlich willkommen, über das Digitaler Marktplatz-System ihre Qualitätsprodukte online zu offerieren“, informiert Pöcklhofer. Eine Auswahl jener Betriebe, bei denen bestellt werden kann, findet man im Web unter www.digitalermarktplatz.com

Einfache Bedienung – so funktioniert´s

Die Technologie des Digitalen-Marktplatz-Systems ist einfach in seiner Handhabung. Bestellt werden die Waren online oder telefonisch bei den Lieferanten unter Angabe der Abholstation, zu der die Kundinnen und Kunden die Ware bzw. das Paket geliefert haben möchten. Nach erfolgter Bezahlung und Anlieferung erhalten diese einen Abholcode, mit dem sie ihre Waren aus der Station entnehmen können. 

Die Paketfächer werden für jede Sendung dynamisch vergeben und nach erfolgter Abholung wieder freigegeben. Die Kundinnen und Kunden werden per E-Mail, Push-TAN oder telefonisch über die erfolgte Zustellung informiert. Mittels eines zugesandten Abholcodes kann man die Sendung zu einem beliebigen von der Zustellung vollkommen unabhängigen Zeitpunkt 24/7 aus dem Schließfach in der Abholstation entnehmen.

Linz als digitales Herz der ganzen Region – Programm „Digitales Linz“ 

Dieses Vorhaben ist Teil des strategischen Programms „Digitales Linz“. Ein Team aus magistratsinternen und externen ExpertInnen beschäftigt sich im Auftrag von Bürgermeister Klaus Luger und unter Leitung von Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer damit, die Stadt Linz als zukunftsfähigen Ar-beits- und Lebensraum zu erhalten. Aktuelle Stärken werden dabei mit den Chancen für die Zukunft kombiniert. 

Weitere Informationen unter https://digitales.linz.at

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Stadtrat Michael Raml zum Thema „Digitaler Marktplatz")

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