Medienservice vom: 18.06.2021

LGBTIQ* - Community in den Fokus rücken Grundsatzbeschluss des Linzer Stadtsenates

Ein umfassender Maßnahmenkatalog schafft die Basis zur besseren Unterstützung und Akzeptanz der LGBTIQ*-Community in Linz. Die Stadtsenatsmitglieder der SPÖ und Grünen stimmten in der heutigen Sitzung für ein Programm, welches in sechs Kategorien Maßnahmen beinhaltet. Im nächsten Gemeinderat hoffen die beiden Stadtregierungsmitglieder auf eine mehrheitliche Beschlussfassung durch weitere ParteienvertreterInnen. Die Relevanz dieser Ausarbeitung zeigt sich in der Priorisierung LGBTIQ*-Personen verstärkt in den Vordergrund zu rücken, ihnen gegenüber Akzeptanz und Respekt zu erweisen sowie Präsenz und langfristige Unterstützungsangebote zu verschaffen. Dabei ist es unerlässlich, die Linzer Bevölkerung aufzuklären und zu sensibilisieren.

„Mit dem Beitritt zum Rainbow Cities Network im vergangenen Jahr bekannte sich die Stadt Linz bereits dazu, die Eingliederung, Respekt und Gleichberechtigung der LGBTIQ*-Community in der Stadt zu fördern. Ein umfassender Maßnahmenkatalog dient nun als mehrjähriger Fahrplan, sämtliche Schritte zur Integrierung der Community zu setzen. Damit zeigen wir Solidarität gegenüber einer Personengruppe, die bis dato nur vereinzelt in den Fokus gerückt wurde und immer wieder mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene sexuelle Orientierung und Identität“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger über das heute vorgelegte Konzept.

„Ich freue mich sehr, dass wir im Pride Monat Juni erstmals ein Konzept zur Stärkung und Förderung der LGBTIQ* Community dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegen. Linz ist eine offene und tolerante Stadt, in der alle Menschen ihren Platz haben. Ich wünsche mir, dass das Konzept nicht nur beschlossen, sondern dann auch unter breiter Einbindung der Initiativen und Vereine der Community mit Leben erfüllt wird. Linz soll in den nächsten Jahren zu einer echten Rainbow-City werden!“ so Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Eine Kategorisierung in sechs Säulen stellt die Themenschwerpunkte dar, die entsprechende Maßnahmen beinhalten. Beispielsweise sind in der ersten Säule „Aufklärung & Prävention“ Programmpunkte vorgesehen, die die Sensibilisierung in Freiwilligenvereine, medizinischen und pädagogischen Einrichtungen sowie den Ausbau von Beratungsstellen beinhalten.

Aufgrund der unterschiedlichen Erarbeitungsdauer und Vorbereitungszeit lassen sich die einzelnen Maßnahmen in einer kurz-, mittel- und langfristigen Planung umsetzen. So ist in den kommenden zwei Jahren geplant, Vorbereitungen für eine Koordinierungsstelle „Queer Referat“ zu treffen und vermehrt im City Branding sowie auf öffentlichen Plätzen visuelle Präsenz voranzutreiben. In weiterer Folge sollen Unterstützungsprojekte für Jugendgruppen, Vereine und Initiativen gestartet werden. Ziel ist in der langfristigen Planung jedenfalls auch, die Finanzierung von Therapieangeboten für Transgender-Personen zu sichern.

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