Medienservice vom: 18.06.2021 |Downloads zum Medienservice|Fotos zum Medienservice

Linz setzt auf Sonnenstrom Solaroffensive für nachhaltigen Klimaschutz

  • Photovoltaik wird Markenzeichen vieler städtischer Liegenschaften

Klimaschutz und Digitalisierung spielen für die Entwicklung der Stadt eine wesentliche Rolle. Neben Schritten wie Begrünungsmaßnahmen gegen Hitzeinseln, Sicherung des Grünlandanteils und Förderung der Kreislaufwirtschaft soll mittels einer Photovoltaik-Offensive auf städtischen Gebäuden in Kooperation mit der Linz AG der Verbrauch fossiler Energieträger reduziert werden und so zum Klimaschutz beitragen.

In Kooperation der städtischen Immobilien Linz GmbH mit der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH werden nun weitere Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. 
Gestartet wird mit Anlagen auf den Dächern des Design Center Linz, der Feuerwache Nord, der Edmund-Aigner-Schule und der Theodor-Grill-Schule. 

„Linz war beim Einsatz von Solarenergie ein Vorreiter und hat als eine der ersten Kommunen bereits in den 1990er-Jahren auf städtischen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen errichtet. Mit den gemeinsam mit der Linz AG erarbeiteten Projekten werden nun in großem Stil Maßnahmen für den Einsatz von Sonnenenergie auf den Dächern städtischer Gebäude gesetzt“, kündigt Liegenschaftsreferentin Stadträtin Regina Fechter an.

„Wir müssen uns auch als Stadt auf den Weg zur Klimaneutralität machen. Mit dem forcierten Einsatz von Solarenergie und den dazu entwickelten ausgereiften Techniken können wir einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Trendwende in der Energieversorgung leisten“, betont Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

„Wir freuen uns, dass wir mit den bereits errichteten und noch zu bauenden Sonnenkraftwerken die Stadt Linz beim aktiven Klimaschutz unterstützen können. Zugleich bestätigt uns die bevorstehende Solaroffensive der Stadt darin, dass die Linz AG ein verlässlicher Partner bei allen baulichen Maßnahmen ist, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit verbinden und auf effiziente Weise umsetzen“, sagt DI Andreas Reinhardt MBA in seiner Funktion als Bereichsleiter Energiedienstleistungen der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH.

„Mit der Forcierung von Solarenergie können wir einen wesentlichen Schritt in Richtung einer energiesparenden Bewirtschaftung der eigenen Immobilien erreichen und die Stadt Linz leistet damit auch einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt“, ergänzt Ing. Mag. Peter Ilchmann, Direktor des Geschäftsbereichs Gebäudemanagement und Tiefbau der Stadt Linz.

Linz ist Vorreiter bei der Sonnenenergie 

Bereits in der jüngsten Vergangenheit wurde bei jedem Immobilienprojekt der Stadt die Möglichkeit der Errichtung einer Solarenergie-Anlage inklusive allfälliger Einspeisungen ins Stromnetz geprüft. Nicht nur die städtische Wohnungsgesellschaft GWG setzte sich mit diesem Thema intensiv auseinander, sondern auch in der Stadtplanung hatte die Unterstützung von umweltfreundlichen Solarprojekten und nachhaltigen Ressourcen- und Energiekreisläufen großen Stellenwert. Ein Beispiel dafür ist die vor 16 Jahren entstandene Solar City in Pichling, die den Namen Linz international mit Pionierarbeit in Sachen Sonnenenergie assoziiert. Auch die Forschungen an der JKU von Prof. Niyazi Serdar Sarıçiftçi auf dem Gebiet des Einsatzes organischer Solarzellen sorgten und sorgen weltweit für Furore.

In Linz beginnt‘s

Bereits 1992 wurde auf dem städtischen Kindergarten in der Solar City die erste Photovoltaik-Anlage errichtet. Seit 2012 wird bei jeder Neu- oder Umbaumaßnahme geprüft, ob die Errichtung einer Solarenergie-Anlage möglich und sinnvoll ist. Von der Straßenmeisterei Süd über die Hauptfeuerwache im Zentrum von Linz bis zum Umbau des Kindergartens in der Commendastraße im Norden der Stadt – wo immer es die baulichen Gegebenheiten ermöglichten, investierte die Stadt seither in ressourcenschonende Energieversorgung. 

Weitere Vorreiterprojekte waren Sonnenenergieanlagen auf den Dächern städtischer Seniorenzentren wie jene am SZ Franckviertel, die bereits 2014 entstand und die Solaranlage am Dach der Hauptfeuerwache, die vor zwei Jahren finalisiert wurde. Auch dieses Projekt wurde gemeinsam mit der Linz AG realisiert. Der erzeugte Strom wird unter anderem zur Blackout-Vorsorge genutzt, um Notstromaggregate zu entlasten.

Linz zündet Solar-Turbo 

Da sich seit 2012, als die mögliche Ausstattung mit Photovoltaik-Anlagen fixer Bestandteil jeder Neu- oder Umbauprüfung wurde, der Stand der Technik maßgeblich weiterentwickelt hat, hat sich die Stadt gemeinsam mit der Linz AG zu einer Evaluierung und Neubewertung der bisherigen Vorgangsweise entschieden. 
Die Ergebnisse dazu liegen nun vor und sind Basis für die nun geplanten Maßnahmen. Beim Ausbau der Solarenergie arbeiten die ExpertInnen des Liegenschaftsressorts und der städtischen Immobilien Linz GmbH eng mit den Profis der Linz AG zusammen.

Photovoltaikoffensive auf städtischen Gebäuden

Die Photovoltaikoffensive der Stadt Linz ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klima- und Innovationshauptstadt Europas.

Da die Sonnenenergie eine unerschöpfliche Quelle darstellt, sollen in naher Zukunft auf einer Vielzahl an städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert und in Betrieb genommen werden. Damit möchte auch die Stadt Linz eine Vorbildfunktion für die Linzerinnen und Linzer einnehmen, um gemeinsam einen grünen Weg für die Stadt zu ebnen.

Es gibt mehrere Gründe, die für Photovoltaikanlagen sprechen: Sie haben eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren und erzeugen das ganze Jahr über Strom.  

Mit Photovoltaikanlagen werden der CO2-Ausstoß und die damit verbundenen Treibhausgase verringert.  Zudem ist eine Photovoltaikanlage eine emissionsfreie und lärmfreie Stromquelle und somit ideal für die Stadt geeignet, da die Bewohnerinnen und Bewohner nicht in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werden. Aufgrund der Montage am Dach wird kein zusätzlicher Boden versiegelt. 

Bereits jetzt kann die Stadt Linz eine Gesamtfläche von über 1.000 Quadratmetern an PV-Anlagen aufweisen. Diese haben eine Gesamtleistung von ca. 211.000 Kilowattstunden, was dem Verbrauch von etwa 100 Haushalten entspricht. Darüber hinaus betreibt die Linz AG weitere PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1500 kWp auf Gebäuden im Stadtgebiet.

Als Startschuss der geplanten Solaroffensive auf städtischen Gebäuden werden nun das Design Center Linz, die Feuerwache Nord und die Edmund-Aigner-Schule sowie die Theodor-Grill-Schule mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. 

Design Center Linz 

Das Design Center Linz fungiert als multifunktionelle Eventlocation, es wird für Kongresse, Messen, Galas, Events etc. genutzt. Da es nicht nur für nationale, sondern auch für internationale Projekte genutzt wird, ist hier eine Montage und Nutzung einer PV-Anlage der Stadt Linz nicht nur von praktischem Nutzen, sondern hat auch besonderen Symbolcharakter.

Die PV-Anlage soll an der höchsten Stelle des Gebäudes angebracht werden. Um die Aerodynamik des Daches nicht zu ändern, sollen hier biegsame und rahmenlose Module zum Einsatz kommen. Durch die geringe Dicke der Module wird auch das äußere Erscheinungsbild nicht beeinflusst.

Die Generatorfläche wird circa 1.000 Quadratmeter betragen. Somit sollen pro Jahr über 161.000 Kilowattstunden erwirtschaftet werden, damit kann man allein mit dieser Anlage über 96 Tonnen/Jahr an CO2 einsparen. 

 
Design Center mit Photovoltaikanlage

Mit Photovoltaikanlagen auf Schulen und Horten möchte die Stadt auch ein klares Zeichen für die jüngere Generation setzen. Damit sollen die Kinder ihr Wissen über nachhaltige Stromerzeugung am praktischen Beispiel erweitern.

Edmund-Aigner-Schule (Froschberg)

130 Kinder frequentieren den Hort Aignerschule in der Händlerstraße. Dort sollen insgesamt 48 Module verbaut werden. Diese haben eine Anlagenleistung von mehr als über 18 Kilowatt-Peak kWp *. Für diese Schule ist eine Gesamterzeugungsmenge von ca. 19.000 kWh/a möglich.

* Während Kilowatt-Peak oder kWp ein Maß für die Leistung einer Photovoltaikanlage ist, geben Kilowattstunden, kurz kWh, die durch die Anlage erzeugte Strommenge an.
Theodor-Grill-Schule (Auwiesen)

In der VS 46 (Theodor-Grill-Schule) im Scharmühlwinkel sind insgesamt 80 Module vorgesehen. Bei dieser Schule sind über 32.000 kWh/a möglich.

Feuerwache Nord (Dornach)

Auch für die Berufsfeuerwehr Linz (Feuerwache Nord) ist eine weitere Anlage geplant. Die Anlage soll rechnerisch einen Ertrag von circa 70.700 kWh/a erreichen. Damit sollen die bestehenden elektrischen Anlagen der Feuerwehr gut versorgt werden.

Neben der Errichtung, der Betriebsführung, Anlagenüberwachung und Gesamtprojektabwicklung wird die LINZ STROM GAS WÄRME GmbH auch den reibungslosen Betrieb der Anlage gewährleisten.  


Feuerwache Nord

In der folgenden Tabelle sind die Werte der einzelnen Anlagen dargestellt. Zusätzlich ist angegeben, wie viele Einfamilienhäuser (Verbrauch zirka 5.000 kWh/a) mit der jeweiligen Anlage mit Strom versorgt werden können.

 

Allein mit der Anlage am Design Center Linz lässt sich Strom für mehr als 32 Einfamilienhäuser erzeugen. Danach kommt mit Feuerwache Nord, wo die Anlage bis zu 14 Einfamilienhäuser versorgen könnte.

Mit den diesen vier geplanten neuen Anlagen können gesamt 57 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Liegenschaftsreferentin Stadträtin Regina Fechter und Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „Photovoltaik–Offensive der Stadt Linz“)

Weitere Gesprächspartner:
Ing. Mag. Peter Ilchmann, Direktor des Geschäftsbereichs Gebäudemanagement und Tiefbau der Stadt Linz
DI Andreas Reinhardt MBA, Bereichsleiter Stromdienstleistungen, Linz Strom GmbH

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