Medienservice vom: 21.06.2021 |Fotos zum Medienservice

LINZimPULS Jahresthema „1 + 1 > 2“ zeigt Wirkung Neue Kulturkooperationen versprechen spannende Projekte

  • 10 von 27 Einreichungen wurden von einer Jury prämiert und zur Förderung empfohlen

“1 + 1 > 2” war das Jahresmotto des von der Linz Kultur ausgeschriebenen Sonderförderprogramms LINZimPULS. Passend zu den Erfahrungen der Pandemie ging es dabei um die Förderung der Zusammenarbeit im freien Kulturbereich. Bewerben konnten sich Projekte, bei denen zumindest zwei Partner gemeinsam agieren. Es galt das mathematische Paradoxon, dass eins plus eins immer mehr als zwei ist. Denn durch aktive Kooperationen innerhalb der Freien Kulturszene werden Netzwerke gestärkt, Ressourcen geteilt und neue Qualitäten eingebracht. 
Ingesamt haben sich heuer 27 Initiativen für LINZimPULS, der mit 90.000 Euro dotiert ist, beworben. 10 Einreichungen wurden von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt und vom Stadtsenat bereits beschlossen. 

 „Als Impuls für eine Vielzahl an neuen Kulturkooperationen mit spannenden Projekten wirkte das heurige Sonderförderprogramm LINZimPULS. Die vielen Einreichungen zeigen einmal mehr, dass die Sonderförderprogramme der Linz Kultur gerade in Zeiten der Pandemie punktgenau die Innovationskraft der Freien Szene unterstützen. Die Bandbreite der Themen reicht von soziokulturellen Projekten bis hin zur kreativen Auseinandersetzung mit Digitalisierung. Ich bin überzeugt, dass die Freie Szene Linz den Schwung des Frühjahres nach der Panedmie voll mitnehmen kann und in den kommenden Jahren eine ganz wichtige Säule des Linzer Kulturlebens bleibt“, sagt Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer. 

Von den prämierten Projekten seien Einige angeführt, die die Bandbreite der Einreichungen beispielhaft darstellen.

„Street Art – Soziale Randgruppen ‚ins Bild setzen‘“ der ARGE für Obdachlose – Straßenzeitung Kupfermuckn

In Kooperation mit dem Mural Harbor und zum 25-Jahr-Jubiläum ihres Bestehens hat es sich die Straßenzeitung Kupfermuckn zum Anliegen gemacht, gesellschaftliche Randgruppen im öffentlichen Stadtraum „ins Bild zu setzen“. Das kreative Zusammentreffen von Street-Art-KünstlerInnen mit Obdachlosen soll ein Fest der Kreativität ermöglichen. Mittel dazu sind Graffiti- und Stencil-Crashkurse, eine Porträt-Malwerkstatt und Aktionen im öffentlichen Raum der Graffiti- und Muralismo Galerie von Mural Harbor im Linzer Hafen.

„Die Betrachterin & Die Darstellerin“ der Künstlerin Margit Greinöcker

In Zusammenarbeit mit Kooperationspartner aus dem Umfeld der Katholischen Privatuniversität, dem Kunstreferat der Diözese und den leitenden Zuständigen des Linzer Mariendoms widmet sich die Künstlerin Margit Greinöcker einem zeitgenössischen Diskurs über die Geschlechterkonstruktionen und das Frauenbild des Katholizismus des 19. Jahrhunderts. Dies wird anhand der neogotischen Sakralbaukunst und Innenraumgestaltung des Linzer Mariendoms exemplarisch sichtbar gemacht. 

„Roboterliteratur“ des Vereins Original Linzer Worte 

Gemeinsam mit dem Poetry Slam Verein „Post Scriptum“, dem AEC Futurelab und dem Kepler Salon widmet sich der Verein „Original Linzer Worte“ unter dem Motto „Man vs. Machine“ der Roboterliteratur. In der Auseinandersetzung mit KI generierten Texten und traditioneller Literatur verbindet dieses Projekt Poetry Slam, Wissenschaft und aufklärende Satire in einer ganzjährigen Reihe von Talks, Performances und Lesebühnen.

„Pygmalion“ von Silk Fluegge Kliscope 

Die Performance „Pygmalion“ wird von Silk Fluegge Kliscope in Kooperation mit dem Labor für kreative Robotik der Kunstuniversität Linz, dem Performer Adil Embaby und dem Clown Anatoli Akerman entwickelt. Dieses Projekt greift mit der Figur des Pygmalion das aus der altgriechischen Mythologie entstammende Motiv des Künstlers auf, der sich in seine selbstgeschaffene Statue verliebt und sie zum Leben erweckt. In seiner zeitgenössischen Adaptierung und Neudeutung verschränkt das Projekt Tanz, digitale Kunst und Robotik, Performance und clowneske Akrobatik. Auf dem Prüfstand steht das Verhältnis des Menschen zu den von ihm geschaffenen Robotern und digitalen Animationen, seine Wünsche, Sehnsüchte und Ängste gegenüber dem artifiziellen Spiegelbild.

Die jurybewerteten Sonderförderprogramme wurden in den letzten Jahren um neue Schwerpunkte erweitert und heuer finanziell nochmals deutlich aufgestockt. Im Rahmen von sechs Schwerpunktprogrammen und Förderpreisen standen heuer 233.000 Euro für Projekteinreichungen, die von Fachjurys bewertet werden, zur Verfügung.

Für das Förderprogramm LinzKultur/4 werden noch Einreichungen gesucht, die bis spätestens 7. Oktober auf postalischem, elektronischem (Beilagen maximal 5 MB oder via wetransfer) oder persönlichem Weg möglich sind. Dieses Förderprogramm ist für Kulturinitiativen sowie Volkskultur- und Brauchtumsvereine gedacht, die in Linzer Stadtteilen innovative Kultuakzente setzen wollen. Einreichstelle ist: Magistrat Linz / Büro Linz Kultur Förderungen, Pfarrgasse 7, 4041 Linz, E-Mail: lkf.kb@mag.linz.at.

Alle Details zu den einzelnen Förderprogrammen finden Interessierte unter https://www.linz.at/kultur/34809.php.