Medienservice vom: 01.07.2021 |Downloads zum Medienservice

Corona-Impfungen in Linz: Größtmögliche Freiheit bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit Mehr als die Hälfte der Linzerinnen und Linzer sind bereits mindestens einmal geimpft

  • Sechs Monate Impfkampagne: Magistrat Linz verabreichte bereits 15.000 Impfungen 

Heute, 1. Juli, treten weitreichende Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft. Für die Linzerinnen und Linzer bedeutet dies, dass sie wieder zusätzliche Freiheiten erlangen. So entfällt etwa die Maskenpflicht in Gastronomie, Fitness-Clubs oder im Kino. Möglich macht diese Lockerungen in erster Linie der aktuelle Fortschritt der Corona-Impfungen. Allein in Linz sind mit 55 Prozent bereits 100.100 Personen zumindest einmal geimpft. Sie können mit entsprechenden Nachweisen das Leben wieder in annähernder Normalität genießen. Darüber hinaus ist die Zahl der Neuinfektionen in der Landeshauptstadt so gering wie seit Monaten nicht: 45 Linzerinnen und Linzer sind derzeit positiv auf Covid-19 getestet, lediglich 128 Personen sind insgesamt in Quarantäne (Stand: heute, 10 Uhr). 

Eine wichtige Rolle im Impfmanagement in der Landeshauptstadt spielt der Magistrat bzw. dessen Geschäftsbereich Gesundheit und Sport. Insgesamt 15.000 Linzerinnen und Linzer, davon etwa 11.000 Über-80-Jährige, wurden in den vergangenen sechs Monaten von städtischem Personal geimpft. Etwa jede fünfte vollimmunisierte Person im Stadtgebiet wurde somit von der Stadt Linz mit einem Covid-19-Vakzin versorgt.

Nicht nur hinsichtlich der Impfungen ist der Magistrat maßgeblich beteiligt: So können Bürgerinnen und Bürger auch Impf-, Test- bzw. Genesungsnachweise online oder direkt und ohne Voranmeldung über die städtische Verwaltung beziehen. Mehr als 1.200 Personen haben dieses Angebot bereits wahrgenommen, welches sie etwa für Auslandsreisen benötigen.

„Als Vertreter eines faktenbasierten Corona-Managements stelle ich fest: Die Impfungen wirken. Alle wesentlichen Indikatoren sind rückläufig und lassen weitreichende und überfällige Öffnungsschritte zu. Ich appelliere an alle, die dies noch nicht getan haben, sich impfen zu lassen – je mehr Menschen sich mit einer Impfung schützen, umso sicherer das Fundament der wiedergewonnenen Freiheiten. Auch hier zeigt sich, dass eine Pandemie nur gemeinsam bekämpft werden kann und dass es auf den Beitrag und die Eigenverantwortung jedes und jeder Einzelnen ankommt“, betont Bürgermeister Klaus Luger. Das Stadtoberhaupt tritt überdies dafür ein, dass bereits in naher Zukunft Impfmöglichkeiten ohne Anmeldungen angeboten werden, nachdem nunmehr genügend Impfstoff vorhanden ist.

„Mein Grundsatz lautet: Wir geben allen Menschen, die das möchten, die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, ohne eine Impfpflicht zu propagieren. Durch unser professionelles epidemiologisches Daten- und Impfmanagement sind wir in der Landeshauptstadt sehr gut aufgestellt, um die Krise so gering als möglich zu halten. Gerade in Pandemiezeiten ist es wichtig, neben Covid-19 nicht auf andere gefährliche Erkrankungen zu vergessen und als Gesundheitsbehörde alle wesentlichen Angebote weiterhin zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen Wochen wurde etwa auch die FSME-Impfaktion abgewickelt, an der sich tausende Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben“, erläutert Gesundheitsstadtrat Michael Raml. 

„Die Stadt Linz ist seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 treibende Kraft, wenn es darum geht, Bestimmungen der Bundesregierung möglichst bürgerInnenfreundlich und für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen entsprechend anzubieten. Wie auch in vielen anderen Bereichen ist gerade bei den Corona-Impfungen die Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich sowie den Rettungs- und Einsatzorganisationen positiv hervorzuheben. Alle beteiligten Bereiche ziehen an einem Strang und arbeiten über Organisationsgrenzen hinweg ziel- und lösungsorientiert zusammen, um bestmögliche Fortschritte zu erzielen“, erklärt Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.

Corona-Impfung in Linz: Mehr als 100.000 sind zum Teil immunisiert

Ein Blick auf die Statistik belegt, dass die Impfungen in Linz sowie in Oberösterreich schon weit fortgeschritten sind. Die Impfquote der Linzer Bevölkerung (über 12 Jahre), die mindestens eine Impfdosis erhalten hat, liegt bei 55 Prozent. Insgesamt sind damit etwa 100.100 Linzerinnen und Linzer zumindest einmal geimpft. Damit liegt Linz im Oberösterreich-Schnitt, welcher ebenfalls 55 Prozent beträgt. Besonders hoch ist die Impfquote mit knapp 92 Prozent in Linz bei den Menschen über 80 Jahren. Auch bei den Linzerinnen und Linzern zwischen 50 und 80 Jahren liegt der Anteil mit 71 Prozent über dem Gesamtschnitt – in absoluten Zahlen bei über 48.200 Menschen. 

„Ein relativ hoher Prozentsatz der Linzerinnen und Linzer wurde vom städtischen Gesundheitsservice geimpft, nämlich 22 Prozent der Vollimmunisierten. Bisher haben wir etwa 11.000 Menschen über 80 Jahre, etwa 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Unternehmen sowie 2.800 Menschen aller Altersgruppen geimpft“, erläutert Bürgermeister Klaus Luger.

Die Stadt Linz stellte seit Beginn der Impfkampagne wesentliche Ressourcen: Bereits unmittelbar nach Jahresbeginn 2021 begannen die Impfungen der besonders gefährdeten Linzerinnen und Linzer in den städtischen Seniorenzentren. Somit ist der Magistrat seit mittlerweile sechs Monaten im Impf-Einsatz. 

„Ich möchte betonen, dass das städtische Impfservice nicht allein in Corona-Impfungen involviert war. In den vergangenen Wochen wurde darüber hinaus die FSME-Impfaktion abgewickelt, an der sich tausende Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben. Gerade in Pandemiezeiten ist es wichtig, neben Covid-19 nicht auf andere gefährliche Erkrankungen zu vergessen und als Gesundheitsbehörde alle wesentlichen Angebote zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Gesundheitsstadtrat Michael Raml. 

Die direkte Terminbuchung des Impftermins für alle Linzerinnen und Linzer ab dem vollendeten 12. Lebensjahr mit Hauptwohnsitz Oberösterreich ist seit 2. Juni auf der offiziellen Terminvergabeplattform des Landes unter www.ooe-impft.at möglich. Hier können alle Linzerinnen und Linzer, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchten, direkt einen Termin buchen. Verfügbare Impftermine werden für sechs bis acht Wochen im Vorhinein angezeigt und laufend ergänzt. 

Für die nähere Zukunft tritt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger dafür ein, Impfmöglichkeiten auch ohne Terminvereinbarungen anzubieten: „Nachdem jetzt endlich genug Impfstoff zur Verfügung steht, ist es organisatorisch sinnvoll, auch ohne tagelange Terminanmeldung Impfmöglichkeiten anzubieten. Vor allem für jüngere Menschen könnte dies motivierend wirken, sich stärker als bisher impfen zu lassen!“

Darüber hinaus arbeitet die Stadt Linz gemeinsam mit dem Land Oberösterreich sowie den Rettungsorganisationen daran, zusätzliche, niederschwellige Impfangebote an stark frequentierten Standorten zu schaffen.

Covid-19-Situation: Tägliche Neuinfektionen im einstelligen Bereich

Derzeit verzeichnet die Gesundheitsbehörde der Landeshauptstadt im Vergleich zu den abgelaufenen Monaten äußerst geringe Infektionszahlen. So lagen nach Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) die täglichen Neuinfektionen in den vergangenen Tagen jeweils deutlich im einstelligen Bereich. Insgesamt sind derzeit 45 Linzerinnen und Linzer mit dem Coronavirus infiziert, 128 Personen sind derzeit in Quarantäne. 

Auch wurden Verdachtsfälle der so genannten „Delta-Variante“ in zwei Linzer Schulen professionell gehandhabt – eine Schulklasse des Peuerbach-Gymnasiums sowie eine Klasse am Fadinger-Gymnasium sind vorsorglich auf Distance-Learning umgestellt worden. 

Öffnungsschritte und Erleichterungen – gültig ab heute, 1. Juli

Seit heute, 1. Juli, gelten laut neuester Verordnung des Gesundheitsministeriums im ganzen Land umfassende Lockerungen. So fällt etwa die Maskenpflicht an sehr vielen Orten, wie etwa in der Gastronomie, in Fitnessstudios oder im Kino. Auch bei den körpernahen Dienstleistern wie beispielsweise Friseuren oder Physiotherapeuten benötigt man keine Maske mehr.

Eine Maskenpflicht wird es nur noch in Öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Museen geben. Also an Orten, an denen kein 3-G-Nachweis (Geimpft, Getestet, Genesen) erbracht werden muss. An diesen Orten reicht laut Verordnung ein Mund-Nasen-Schutz, eine FFP2-Maske ist nicht mehr vorgeschrieben. Auch in Pflegeheimen und Spitälern wird es eine MNS-Pflicht geben.

Ein 3-G-Nachweis muss an folgenden Orten erbracht werden:

  • Gastronomie, Hotellerie und Beherbergung
  • Freizeiteinrichtungen (zum Beispiel Tanzschulen, Tierparks)
  • Kulturbetriebe (mit Ausnahme von Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archiven)
  • Sportstätten
  • Zusammenkünfte von über 100 Personen 
  • Messeveranstaltungen

Ein PCR-Test wird wie bisher 72 Stunden gelten, ein Antigentest – beispielsweise aus einer Teststraße oder Apotheke in Linz – 48 Stunden und ein Selbsttest 24 Stunden. Die Impfung wird weiterhin ab dem 22. Tag als Nachweis gelten, Genesene sind sechs Monate von der Testpflicht befreit. 

Eine erfreuliche Erleichterung gibt es für Familien, Jugendliche und Kinder. Seit 1. Juli gilt die Verpflichtung zur Vorlage eines Nachweises erst für Personen ab zwölf Jahren. Bisher galt das für Kinder ab zehn Jahren.

Bei Veranstaltungen fielen die Obergrenzen. Ab 1. Juli können Veranstaltungen in Kunst, Kultur und Sport mit Sitz- oder Stehplätzen samt Gastronomieangebot wieder voll ausgelastet stattfinden. Für Veranstaltungen ab 100 Personen besteht eine Anzeigepflicht, ab 500 Personen eine Bewilligungspflicht. 

Im Einzelhandel sind die Quadratmeterbeschränkungen ab 1. Juli obsolet. Außerdem muss keine FFP2-Maske mehr getragen werden, es reicht ein Mund-Nasen-Schutz.

„Die Bundesregierung hat nach vielen undurchsichtigen und nicht zielführenden Maßnahmen wie etwa der Corona-Ampel, mit den aktuellen Lockerungen die richtige Entscheidung getroffen. Die Menschen haben sich nach langen Monaten der Corona-Pandemie einen weiteren Schritt Richtung Normalität verdient. Gleichzeit muss die Devise lauten: Größtmögliche Freiheiten bei größtmöglicher Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger“, bilanzieren Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat Michael Raml.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Stadtrat Michael Raml sowie Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer zum Thema „Fortschritt der Corona-Impfungen in Linz“)

 

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