Medienservice vom: 21.07.2021 |Fotos zum Medienservice

LINZ_sounds 2021 Höchst innovative Linzer Musikprojekte werden mit 30.000 Euro unterstützt

Im Kontext der UNESCO City of Media Arts Linz wurde vor drei Jahren zur nachhaltigen Förderung von Musikgruppen und MusikkünstlerInnen im Bereich Digitalisierung und Musik das Förderprogramm LINZ_sounds ins Leben gerufen. Jährlich werden daraus Förderungen in Höhe von insgesamt 30.000 Euro für digital unterstützte Musikprojekte vergeben. 

„Linz hat eine innovative aufstrebende Musikszene, die im Bereich Digitalisierung eine Vorreiterrolle hat. Dies zeigt sich auch an den 27 Einreichungen für das Förderprogramm Linz_sounds und den sechs von einer Jury ausgewählten Förderprojekten. Diese reichen vom neuartigen Einsatz von NFT-Technologie in der Musikvermarktung, einem KI-basierten Synthesizer-Plug-in, der interaktiven Verschmelzung von Live- und Online-Konzerten, einem neuen Präsentationsformat für junge MusikerInnen bis zu neuen Produktionen von Newcomern und Szenegrößen“, zeigt sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer begeistert. In Kombination mit dem Musikfestival „Stream“ sollen die Linz_sounds Projekte auch eine Bühne und Auftrittsmöglichkeiten bekommen.

Die Ausschreibung des Förderprogramms erfolgte im heurigen Februar, Einreichfrist war der 6. Mai. Die LINZ_sounds-Jury – dazu zählen Mieze Medusa, Markus Reindl und Marie-Therese Rudolph – konnte aus insgesamt 27 Einreichungen auswählen. Folgende sechs Projekte von Michael Mayr, Wolfgang Dorninger, Xing Li, servus.at – Kunst & Kultur im Netz, TEXTA und DORF TV kamen zur Auswahl.

Michael Mayr – „LoopGAN“

Im Rahmen dieses Projekts wird das Software-Synthesizer-Plug-in „LoopGAN“ entwickelt. Dieses Computerprogramm ist KI-basiert und erlaubt das experimentelle und spielerische Generieren von Sounds. Die Software findet in elektronischen Kompositionen und Live-Performances Anwendung und wird Sound-KünstlerInnen in einem anwenderfreundlichen und günstigen Format zur Verfügung gestellt.

Wolfgang Dorninger – „24 Stunden live/Streaming/NFT/The Studio“

Das 24-Stunden-Konzert aus dem so genannten Sonic Sound Studio in Linz experimentiert mit einer neuartigen Aufführungsform. Der Künstler geht sowohl bei der Aufführungstechnik als auch bei der Verwertung neue Wege. Die Musikstücke werden im Laufe des Konzerts live oder algorithmisch generiert abgespielt. Das Konzert ist live oder als Stream konsumierbar. Ein Mitschnitt kann in zwei verschiedenen Soundvarianten mittels Non Fungible Token ersteigert werden. Mit diesem NFT-System kann auch das Sonic Sound Studio selbst ersteigert werden.

Xing Li – „Albumproduktion von XING“

Die Linzer Sängerin Xing Li und Komponistin bereitet ihr erstes Musikalbum mit Titeln zwischen Hip-Hop, Rhythm & Blues und Soul vor. Die Eigenkompositionen umfassen Texte mit persönlichem und gesellschaftskritischem Inhalt. Neben der Platten- und CD-Produktion sind ein Musikvideo und ein Release-Konzert geplant.

servus.at – Kunst & Kultur im Netz – „a.space (for distributed parties)“

Die geplante Verschmelzung von Live- und Online-Formaten sowohl in der Performance als auch auf Seiten des Publikums ergibt eine neuartige audiovisuelle Bühne. In sechs Solo-Performances wird die Entwicklung einer interaktiven Kommunikationsebene von analogen und digitalen Räumen probiert. Das Publikum ist dabei physisch und virtuell anwesend, die MusikerInnen spielen live oder online. Alle diese Ebenen werden miteinander zu einem einzigen virtuell-analogen Raum der künstlerischen Begegnung verbunden. Das Projekt will damit unter Einbindung der Linzer Freien Szene ein zukunftsfähiges Konzertformat entwickeln.

TEXTA – „Album ‚Mehr Oder Weniger‘“

Die Gruppe TEXTA ist Aushängeschild und Förderer der Linzer Hip-Hop Szene. Nach dem Tod eines Gründungsmitglieds wird nun wieder ein Album mit eigenen Texten veröffentlicht, in dem technische und persönliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte verarbeitet werden. Die Produktion erscheint auf Vinyl, als CD und in Form von Musikvideos.

DORF TV – „Table Ronde“

In diesem Fernseh- und Streaming Format in DORF TV präsentiert der Linzer Rapper Average die lokale Hip-Hop-Szene. In den drei Musik- und Diskussionssendungen treffen sich junge MusikerInnen, werden in Interviews vorgestellt und haben die Gelegenheit für einen Gruppen- oder Einzelauftritt. 

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