Medienservice vom: 26.07.2021

Opferschutzkommission: 195.000 Euro Entschädigung an Betroffene ausbezahlt Vielfältige Unterstützung durch städtische Sozial-, Jugend- und Familienberatung

Betroffenen, die leidvolle Erfahrungen in Form von physischer und psychischer Gewalt in Kinderheimen ertragen mussten, spricht die Stadt Linz gemeinsam mit der Opferschutzkommission des Landes Oberösterreich eine finanzielle Geste als Ausdruck des Bedauerns zu. Seit dem Jahr 2015 hat die Stadt Linz insgesamt knapp 195.000 Euro an 29 betroffene LinzerInnen als finanzielle Geste ausbezahlt. 

„Wir sind uns bewusst, dass das Erlebte der Betroffenen nicht ungeschehen gemacht werden kann. Die Kinder- und Jugendhilfe sowie die städtischen Gewaltschutzeinrichtungen setzen die nötigen Schritte, dass jetzt und in Zukunft solche Vorfälle so weit wie möglich verhindert werden“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Ehemalige Heim- oder Pflegekinder, die in oberösterreichischen Einrichtungen bzw. in Pflegefamilien Opfer von physischer, psychischer und/oder sexueller Gewalt geworden sind, haben die Möglichkeit, sich über die Opferschutzkommission des Landes Beratung und Unterstützung einzuholen sowie Informationen über zuständige Stellen bzw. Träger zu erhalten.

Die Stadt Linz bietet darüber hinaus vielfältige Unterstützung für Menschen, die physische oder psychische Gewalt erleiden müssen. Die SozialarbeiterInnen sind im engen Austausch mit der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Polizei. Ziel ist es, neben dem Opferschutz auch Gewalttäter dahingehend zu unterstützen, damit diese aus dem Gewaltkreislauf aussteigen. Beraten werden Kinder und Jugendliche, die gegenüber anderen Menschen gewalttätiges Verhalten zeigen sowie Eltern, die gegenüber ihren Kindern oder in der Beziehung Gewalt ausüben.