Medienservice vom: 29.07.2021 |Fotos zum Medienservice

Frauen erhalten um knapp 42 Prozent weniger Pension Linzer Aktion zum Equal Pension Day am 29. Juli

Der Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten haben werden. Dieser Tag fällt 2021 österreichweit auf den 1. August 2021. Damit hat sich die Höhe der Frauenpensionen im Vergleich zum Vorjahr österreichweit um einen Tag nach hinten verschoben, also „verbessert“. Dennoch bekommen Frauen immer noch durchschnittlich um 978 Euro im Monat weniger Pension als Männer, das entspricht einer Differenz von knapp 42 Prozent.

„Frauen erhalten in Österreich um knapp 42 Prozent weniger Pension als Männer. Auf die bereits vorherrschende Einkommensungerechtigkeit im Erwerbsleben – Stichwort Equal Pay Day – folgt eine Pensionsungerechtigkeit. Die Zahlen sprechen für sich und zeigen klar auf, dass so genannte Frauenberufe zwar dringend notwendig sind, diese aber nach wie vor schlecht entlohnt werden“, führt Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger aus.

Durch die mangelnde Aufteilung der unbezahlten Arbeit ist Teilzeitbeschäftigung mittlerweile fast zur Norm unter erwerbstätigen Müttern geworden. Das österreichische Sozialversicherungssystem – ausgerichtet auf vollzeiterwerbstätige Männer ohne Lücken in der Erwerbsbiographie – bestraft jedoch jede Abweichung von dieser Norm. Frauen haben im Durchschnitt zehn Beitragsjahre weniger als Männer, größtenteils bedingt durch betreuungsbedingte Erwerbsunterbrechungen . Dazu kommt noch die Lohnschere, die dafür sorgt, dass Frauen immer noch um 18,3 Prozent weniger verdienen wie ihre – gleich qualifizierten – männlichen Kollegen . Dazu kommt, dass typische Frauenberufe – während der Pandemie gern systemerhaltend genannt – schlecht bezahlt sind. All diese Einflussfaktoren gipfeln dann in der gewaltigen Pensionslücke, wie der Gender Pension Gap von knapp 42 Prozent, zeigt. 

Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, verteilt das Frauenbüro der Stadt Linz am Donnerstag, 29. Juli 2021 anlässlich des Equal Pension Days am Taubenmarkt die Broschüre „Frauen und Pension“. Überdies wird an diesem Tag auch das breitgefächerte Angebot der präventiven Rechtsberatung für Frauen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dieses Service-Angebot, das vom städtischen Frauenbüro finanziert und von Juristinnen des autonomen Frauenzentrums in Linz durchgeführt wird, stößt bereits seit 2012 in der Landeshauptstadt auf großes Interesse. 

Bereits im Frühjahr startete das Frauenbüro die von fifititu% konzipierte Kampagne „Kein Witz. Ist so. Close the gap“ um vor allem auch junge Personen über Social Media frühzeitig zu sensibilisieren. https://www.linz.at/frauen/109661.php 

Die Broschüre „Frauen und Pension“ kann auch kostenlos über den Linz Shop bestellt werden unter https://www.linz.at/shop/product.asp?id=2038

Creative Commons-Lizenz (neues Fenster)
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.