Medienservice vom: 03.08.2021

Vizebürgermeister Hein für mehr Verkehrssicherheit an Kreuzungen Sofortprogramm soll Fußgänger in Linz wirksamer schützen

Fußgänger gehören zur Gruppe der besonders gefährdeten, weil ungeschützten Verkehrsteilnehmer. So führen bereits Kollisionen bei geringen Geschwindigkeiten zu Verletzungen. Besonders Kinder, Jugendliche und ältere Menschen verunfallen dabei besonders häufig. Im Auftrag des städtischen Infrastrukturressorts wurde daher eine Untersuchung zur Verkehrssicherheit für Fußgänger in Linz bei von Uni.-Prof. Pfleger vom Institut für Verkehrswesen in Wien in Auftrag gegeben. Es wurden dabei neuralgische Kreuzungen genauer auf Unfallhäufigkeit bzw. potentielle Gefahrenpotentiale untersucht und Sanierungsvorschläge erarbeitet. Diese sollen im Rahmen eines vom Linzer Infrastrukturreferenten Markus Hein initiierten Sofortprogramms umgesetzt werden.  

„Wo es möglich und zielführend ist, werden wir im Rahmen dieses Prioritätenkatalogs wirksame Verbesserungen realisieren. Als erste dieser Gefahrenbrennpunkte sollen die Kreuzungsbereiche Graben / Domgasse und Dametzstraße / Pochestraße „entschärft“ werden.

Für den Bereich Graben-Domgasse, wo bereits ein Schutzweg mit Blinklicht existiert, sollen durch eine entsprechende Verbreiterung des dortigen Zebrastreifens die Sichtbeziehungen für einbiegende Autofahrer verbessert werden. An der Kreuzung Dametzstraße / Pochestraße soll der Gehsteig verbreitert werden, was querende Fußgänger für die dort einbiegenden Autofahrer früher und besser sichtbar macht. 

„Nach Durchführung eines straßenpolizeilichen Verfahrens auf Basis der Empfehlungen der Verkehrsplanung sollen die entsprechenden baulichen Maßnahmen ehestmöglich eingeleitet werden“, sagt Vizebürgermeister Hein. „Linz ist bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger österreichweit Vorreiter und erhöht mit begleitenden Konzepten auch die Erkennbarkeit von Schutzwegen. Wo es möglich und sinnvoll ist, soll durch zusätzliche Kennzeichnungen sowie durch optische Einengung der Fahrbahn die Aufmerksamkeit in Richtung der Fußgänger gelenkt werden“ erläutert Vizebürgermeister Markus Hein. 

Dies geschieht durch die Schaffung von Aufstellflächen bzw. vorgezogenen Gehsteigen, das Aufstellen der Tafeln „Kennzeichnung eines Schutzweges“ in reflektierender Ausführung sowie mit blau-weiß gestreiften reflektierenden Pollern. Das Umrüsten dieser Schutzwege erspart in vielen Fällen die Aufstellung von Lichtsignalanlagen. 

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger ist die Einfärbung von Schutzwegen mit einem roten Rahmen. Der verbesserte Kontrast und die auffällige Farbe am Boden tragen zur besseren Erkennbarkeit für die Verkehrsteilnehmer bei. Der Schutzweg ist dadurch schon aus weiter Entfernung sichtbar. Immer mehr städtische Schutzwege, speziell bei Schulwegen, wurden und werden so sicherer gemacht. Derzeit gibt es schon mehr als 20 dieser bunten „Zebrastreifen“. Weiters wurden bestehende Tempo-30-Zonen ausgeweitet, was neben der Verbesserung der Lebensqualität auch zu mehr Verkehrssicherheit in Wohngebieten beiträgt. Aktuelle Beispiele dafür sind die Tempo-30-Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Stockhof-, Rudigier- und Mozartstraße sowie in der Nebenfahrbahn der Unteren Donaulände.

„Gerade dem Schutz der Fußgänger, die zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern zählen, muss unser besonderes Augenmerk gelten“, betont Vizebürgermeister Markus Hein.