Medienservice vom: 11.08.2021

Fast 2.000 Einsätze für den Ordnungsdienst Linz (OSL) im Juli Schwerpunkte betrafen illegale Bettelei und Alkoholverbot

Mit exakt 1.961 dokumentierten Fällen erzielte der Linzer Ordnungsdienst im Juli 2021 den bisher höchsten Wert in diesem Jahr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzeichneten damit 549 Einsätze mehr als im Juli des Vorjahres, was einer Steigerung um fast 40 Prozent entspricht.

Vor allem bei der illegalen Bettelei ist es gegenüber dem Vormonat zu einem merkbaren Anstieg gekommen. Bei insgesamt 206 Einsätzen in diesem Bereich war der Ordnungsdienst zur Stelle. Zum Vergleich: Im „Coronasommer“ 2020 gab es „nur“ 20 derartige Vorfälle mit Bettlern. Der deutliche Anstieg ist einerseits auf das Auftauchen neuer Bettlerclans in Linz aber andererseits vor allem auf die intensive und konsequente Überwachung des Ordnungsdienstes zurückzuführen. Der OSL analysiert die Verhaltensmuster der neu angekommenen Bettlerbanden und passt seine Einsatztaktik dementsprechend an. Damit kann besonders effizient vorgegangen und eine hohe Aufklärungsquote erreicht werden. „Der Linzer Ordnungsdienst wird die konsequente Bekämpfung der illegalen Bettelei und die intensiven Kontrollen auch im August fortsetzen. Wir wollen den Bettlerclans zeigen, dass das organisierte Betteln in Linz nicht geduldet wird und ihre Machenschaften hier keine Chance haben. Ich appelliere nochmals an die Linzer Bevölkerung diese Banden nicht mit ihren Spenden zu unterstützen, weil davon nur die Hintermänner und Drahtzieher profitieren“, betont Sicherheitsreferent Stadtrat Michael Raml.

Ebenfalls ein großer „Posten“ bei der Arbeit des Ordnungsdienstes im Juli waren Kontrollen in Zusammenhang mit ortspolizeilichen Verordnungen. Im Juli 2021 wurden 309 diesbezügliche Überprüfungen durchgeführt. Bezüglich des Alkoholverbotes im Volksgarten und im Schillerpark legt der OSL Wert auf Ermahnung und Belehrung statt sofort Anzeigen auszustellen. Allerdings, musste man im Juli insgesamt 9 Anzeigen wegen Übertretung des Alkoholverbots im Schillerpark bzw. Volksgarten ausstellen. Dabei handelt sich um Personen, die sich trotz mehrmaliger Ermahnung nicht einsichtig und unbelehrbar zeigten.

„Das Alkoholverbot im Volksgarten und im Schillerpark war ein wichtiger Schritt, um diese Flächen den Linzer Familien zurückzugeben. Ich war seit Inkrafttreten des Alkoholverbots selber bereits mehrfach zur Mittagszeit vor Ort und konnte mich überzeugen, dass das Verbot Früchte trägt. Beide Parks sind jetzt viel friedlicher und familienfreundlicher. Die meisten Besucher zeigen Verständnis für das verordnete Alkoholverbot. Es gibt aber leider immer wieder vereinzelte Unbelehrbare, weshalb der OSL gelegentlich auch eine Anzeige ausstellen muss“, sagt Stadtrat Raml. 

Knapp ein Drittel der Ordnungsarbeit im Vormonat betraf mit 611 Einsätzen Service- und Informationsleistungen für die Bevölkerung, gefolgt von 598 Einsatzmeldungen betreffend Verstößen von Autofahrern im ruhenden Verkehr (Parkstrafen).

Weiters wurde im Vergleichszeitraum Juli 2020 auf Juli 2021 ein Rückgang von 72 auf 44 Vorfälle im Zusammenhang mit Vergehen gegen das Hundehaltergesetz verzeichnet. Acht Einsätze, etwa gleich viele wie vor einem Jahr, betrafen illegale Müllablagerungen.