Medienservice vom: 16.08.2021 |Downloads zum Medienservice

Zahlstadt Linz 2021 Erster Linzer Innovations-Kennzahlenreport liegt vor

  • Bürgermeister Luger: „Lebensstadt Linz in allen ,messbaren‘ Facetten – Wegweiser für die Zukunft“

Linz hat in den vergangenen Jahren die Transformation von der reinen Industriestadt zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Stadt innovativer Technologie, Industrie und Kultur geschafft. Ein Prozess, der mit der zunehmenden Vorreiterrolle der Stadt bei der Digitalisierung in allen Lebensbereichen einhergeht. Die Region verfügt über einen guten Mix aus traditionellen Fertigungsbetrieben, etablierten Leitunternehmen, zahlreichen hoch erfolgreichen mittelständischen Unternehmen und einer lebendigen Start-Up-Szene.   

Der Wandel von der traditionellen Industriestadt der Nachkriegszeit in eine Innovations- und Digitalisierungsstadt mit industriellem Schwerpunkt lässt sich auch eindrucksvoll in Zahlen gießen: unter dem Titel „Zahlstadt Linz“ erscheint nun der erste Innovations-Kennzahlenreport der Stadt Linz. Er ist angelehnt an die 17 Nachhaltigkeits-Ziele der Vereinten Nationen. Diese 17 Ziele bedeuten politische Zielsetzungen, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Dieser Bericht vermittelt interessante neue Einblicke in die Landeshauptstadt und bezieht dabei die Handlungsfelder Digitalisierung, Klima und Soziales ein.

„Besonders als industrielles Herz Österreichs können wir aufzeigen, dass Industrie und höchste Lebensqualität auch weiterhin gut vereinbar sind. Der innovative Kennzahlenbericht ,Zahlstadt Linz 2021‘ symbolisiert die bunte Vielfalt unserer Lebensstadt Linz“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Die verschiedenen Darstellungen zeigen Entwicklungen betreffend Lebensraum, Wirtschaft und Nachhaltigkeit auf. Die Informationsvielfalt auf den 28 Seiten des Kennzahlenberichts soll ermöglichen, die Entwicklung der Stadt zu Linz zu analysieren und sich von den Fortschritten zu überzeugen, die in den verschiedenen kommunalen Aufgabenfeldern erzielt wurden. So können sich die LeserInnen einen umfassenden Überblick über eine Reihe von Eckdaten des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens sowie in Bezug auf Umwelt- und Klimaaspekte verschaffen.

„Es war mir ein persönliches Anliegen, die für Linz besonders wichtigen Aufgabenstellungen, wie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der gesamten Verkehrsinfrastruktur, zu visualisieren. Zudem ist auch die Wohn- und Lebensqualität herausragend, denn Linz verfügt über mehr als 50 Prozent der Stadtfläche als Grünraum. Ich möchte mich für die Erstellung von ,Zahlstadt Linz‘ bei den Teams des Linzer Innovationshauptplatzes sowie der Stadtforschung bedanken. Gegliedert in die Kapitel Leben und Nachhaltigkeit, Menschen und Fähigkeiten, Wirtschaft und Innovation sowie Innovationhauptplatz führt der Innovations-Kennzahlenreport durch Linz in fast allen seinen messbaren Facetten. Der Report ist weit mehr als eine Statistik. Er gibt uns die Möglichkeit, den Status Quo zu beurteilen und gleichzeitig aufzuzeigen, wohin wir ins in Zukunft bewegen“, so Bürgermeister Klaus Luger. 

Die Inhalte des Reports sind auf den folgenden Seiten in Kurzform vorgestellt:

Leben und Nachhaltigkeit

Linz ist Österreichs Stadt der Veränderung und der Zukunft. Deshalb ist sie stets danach bestrebt, sich zu modernisieren und zu verbessern. Im Kapitel Leben & Nachhaltigkeit erfahren wir, dass Linz mit 80.000 Haushalten Fernwärmehauptstadt ist. Und daher der Hausbrand als CO2-Emittent nahezu keine Rolle mehr spielt. Dass Linz mehr Arbeitsplätze als EinwohnerInnen und 110.000 EinpendlerIinnen pro Tag aufweist. Mit dem massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radwegnetzes sowie der Förderung der E-Mobilität stellt sich die Stadt dieser Herausforderung.

Linz versteht sich als eine Stadt der Chancen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Teilhabe berufstätiger Frauen mit Kindern am Arbeitsmarkt. Mit der Garantie eines Kindergartenplatzes wie der generellen, von der Arbeiterkammer bescheinigten 1A-Qualität der Kinderbetreuung, ist sie gegeben.

119 Kilometer ist das Radwegenetz lang. Das entspricht beinahe der Entfernung von Linz nach Salzburg. Dazu kommen 17,46 Kilometer Radfahr- oder Mehrzweckstreifen. 

Mehr als 750.0000 RadlerInnen überqueren alljährlich die Nibelungenbrücke. 
 
98,5 Prozent der LinzerInnen haben einen bequemen Zugang zum öffentlichen Verkehr, denn die nächste Haltestelle ist in einem Umkreis von 500 Metern erreichbar.
 
192 Liter Wasser pro Kopf werden in Linz täglich verbraucht. Das ist der Inhalt einer gut gefüllten Badewanne, liegt jedoch unter dem Durchschnittsverbrauch der Industrieländer von 272 Litern. 
 
540 Kilometer umfasst das Linzer Wasserleitungsnetz. 63 Millionen Liter Trinkwasser werden dafür täglich von der Linz AG gefördert. In Spitzenzeiten können es sogar bis zu 85 Millionen Liter sein.
 
53,2 Prozent beträgt der Grünflächenanteil. Das sind umgerechnet 7.000 Fußballfelder (5.113,92 Hektar). Die Linzer Grünflächen fangen Schadstoffe auf, reduzieren den „Wärmeinsel“-Effekt und sind für die LinzerInnen wichtige Erholungsräume.

6.700 Anfragen verzeichnete im Vorjahr der Chatbot ELLI. Dieser antwortet in Echtzeit und wird laufend ausgebaut.

Bis zu 4.000 Anfragen werden auf der Plattform „Schau auf Linz“ online registriert. Ob es sich um eine defekte Straßenlaterne oder illegale Müllablagerung handelt, mit diesem Tool haben LinzeInnen einen raschen Draht zur Stadtverwaltung.

Fast 80 Prozent der LinzerInnen haben Zugang zu Breitbandinternet per Kabel.

Menschen & Fähigkeiten

Unter diesem Titel wird darauf eingegangen, dass Linz Österreichs Stadt der Vielfalt und der Chancen ist. Und eine Stadt der Arbeit. 

210.000 Jobs stehen 208.000 EinwohnerInnen gegenüber. Damit gehört Linz zu den einkommensstärksten Städten. Im Jahr 1971 hatten noch mehr als die Hälfte der LinzerInnen über 15 Jahren keine höhere abgeschlossene Ausbildung als die Pflichtschule. Heute umfasst dieser Anteil nur mehr 29 Prozent. Menschen mit Hochschulabschluss haben sich seitdem versechsfacht. Dieser große Zuwachs an „brainpower“ schlägt sich auch in der Zahl von Patenten und Erfindungen nieder. Für ihre Zukunft als High-Tech-Stadt investiert Linz auch in die Jüngsten. Tausende Kinder nutzen die Technologie-Frühförderangebote.

Die Linzer Bevölkerung ist im Laufe der letzten 10 Jahre um insgesamt 9,5 Prozent gewachsen. Die Lebenserwartung beträgt 79 Jahre bei Männern und 83 Jahre bei Frauen.

569 Millionen Euro pro Jahr werden in Linz in Forschung und Entwicklung investiert. Das sind 2.735 Euro pro Kopf.

19 Patente und 17 Erfindungen wurden deshalb 2020 auch pro 100.000 EinwohnerIinnen veröffentlicht. Ein überdurchschnittlich hoher Output.

4.700 MusikschülerInnen besuchen die Linzer Musikschule.

63 berühmte Linzerinnen sind im „Walk of Fem“ zwischen Lentos und Brucknerhaus verewigt. 

Wirtschaft & Innovationen

Linz ist Österreichs Stadt der Technologie und der Start-Ups. Als Zentrum des zweitgrößten Wirtschaftsraumes Österreichs fungiert sie als Motor für die Produkte und Jobs der Zukunft.

Die Stadt Linz und ihr Umland bilden die Region mit den meisten weltweit in ihren Märkten führenden Unternehmen der Republik. Eine Region, die die größte Wertschöpfung nach der Bundeshauptstadt Wien erzielt. Viele dieser Unternehmen weisen eine technologische Ausrichtung auf, verweigern sich jedoch einer einseitigen Kategorisierung.

Linz ist Stahl, Kunststoff und Software zugleich. Mit ihren Chancen auf hochwertige Arbeitsplätze, Möglichkeiten zur unternehmerischen Entfaltung, ihrer generellen Zugewandtheit auf das Morgen statt auf das Gestern.

Sowohl Symbole als auch reale Kraftzentren dafür sind das Ars Electronica Center und die Tabakfabrik. Die Innovationsdrehscheibe hat sich als erste „kollaborative Fabrik“ innerhalb kürzester Zeit internationale Aufmerksamkeit erworben. 

33 verschiedene Nationen arbeiten oder studieren in der Tabakfabrik Linz. 

Mehr als 190.000 BesucherInnen jährlich verzeichnet das AEC – Museum der Zukunft, davon zahlreiche SchülerInnen.

3 Linzer Start-ups sind unter den Top 10 aller Start-ups Österreichs (Storyblock, Blockpit, Newsadoo).

31,4 Jahre ist das Durchschnittsalter der Linzer GründerInnen. Sie sind damit um 6 Jahre jünger als der österreichische Durchschnitt.

Fast 800 Unternehmensneugründungen gab es 2020 in Linz, ein Viertel davon in der Sparte „Information und Consulting“. Trotz der Pandemie ist die Anzahl an Unternehmensneugründungen auch im Vorjahr leicht angestiegen.

Innovations-Hauptstadt

Linz ist Österreichs Stadt der Tradition und Innovation. So ist es kein Zufall, dass das „Innovationsbüro“ der Stadt Linz am geschichtsträchtigen Linzer Hauptplatz liegt.

Am 2. Juli 2019 wurde der Linzer Innovations-Hauptplatz eröffnet. Sein Ziel von Anfang an: Innovation in Linz sichtbarer zu machen und diese zu fördern. Sich dabei nicht in den Elfenbeinturm der Insider und Experten zu flüchten, sondern, ganz im Gegenteil, offensiv auf alle Linzerinnen und Linzer in allen Stadtteilen zuzugehen. Partizipation ist deshalb ein Wert, der hier ganz großgeschrieben wird und Früchte trägt.

Mit der digitalen Bürgerbeteiligungsplattform https://innovationshauptplatz.linz.at, bei der mittlerweile 4.500 LinzerInnen registriert sind, gewann die Stadt Linz den Österreichischen Verwaltungspreis 2021 in der Kategorie „Partizipation und Co-Creation“.

Neben der Aufgabe, die Umsetzung und Weiterentwicklung des Innovationsprogrammes der Stadt Linz zu koordinieren, hat sich der Innovations-Hauptplatz nach 24 Monaten Betrieb als ein wesentlicher Kontaktpunkt von InnovatorInnen zur Stadt sowie als Ermöglicher der Realisierung neuer Ideen und Projekte etabliert. Weil er nicht in den Bürofluchten des Rathauses situiert ist, sondern ebenerdig in der Pfarrgasse, bietet er einen wortwörtlich niederschwelligen Zugang zu Politik, Verwaltung und anderen Institutionen. 

Sichtbares Zeichen der Umsetzungskultur ist der Pop-Up-Store am Hauptplatz, in dem sich jeden Monat ein Verein, ein Start-Up oder eine sonstige Initiative präsentieren kann. 

Am Höhepunkt der Covid-Pandemie hielt der Innovationshauptplatz durch digital gestützte Projekte im Sinne des Wortes das Leben für die LinzerInnen am Laufen. Der Pakt für Linz – LinzerInnen helfen LinzerInnen, family business – Familienzeit im Wohnzimmer, eine Sammlung von kreativen und abwechslungsreichen Ideen für mehr Familienzeit, und die Plattform Couchkultur halfen der Bevölkerung sowie auch den KünstlerInnen, die schlimmsten Monate des Lockdowns zu überstehen. Mit der Tour der Linzer Innovation werden neue Technologien erlebbar und greifbar gemacht. Weitere Projekte wie Sciencity – die Brainstage dienen der niederschwelligen Wissensvermittlung im öffentlichen Raum mit Austausch und Vernetzung. 

Das Pop-Up-Store ermöglicht Start-Ups, Unternehmen, Vereinen und diversen anderen Organisationen, sich kostenlos für einen Monat im Herzen von Linz zu präsentieren. 

Mit iCapital 2020 erfolgte die Einreichung zum European Capital of Innovation Award. Unter zahlreichen Bewerbern kam Linz ins Finale unter die 12 innovativsten Städte in Europa. 

Tablet-Workshops für Kinder, die Verwandlung des Hauptplatzes in einen grünen Ort der Erholung mit der „Stadtoase,“ ein Climate Experience Room, Linz hACkT, der Linzer Hackathon und Digital Innovation Hub mit Investitionen in Digitalisierungs-Unterstützung regionaler KMU‘s sind weitere Beiträge des Innovations-Hauptplatzes zur digitalen Transformation der Stadt Linz. 

Stadtoase am Hauptplatz

Auch die Funktion des Innovationshauptplatzes als Sprungbrett in die digitale Zukunft lässt sich in interessante Zahlen und Daten gießen, die im vorliegenden Bericht nachzulesen sind: 

5.000 Personen machten bei der digitalen Bürgerbeteiligung auf der Plattform https://innovationshauptplatz.linz.at mit. 
 
400 Ideen wurden eingereicht.
 
580 TeilnehmerInnen wurden bisher beim „Pop-Up-Store“ verzeichnet.
 
55 Angebote von Nachbarschaftshilfen wurden veröffentlicht.
 
120 Hortkinder wurden mit Tablets ausgestattet und geschult.
 
46 Ideen wurden für den Linzer Klimaplan gesammelt.
 
55 Ideen trafen für das neue Programm „Digitales Linz“ ein. 
 
28 Ideen wurden für das Linzer Sozialprogramm lukriert.
 
115 TeilnehmerInnen waren bei der Linzer Stadtentwicklungsstrategie aktiv. 
 
12 Live-Konzerte und 73 Online-Freizeitangebote für die ganze Familie wurden im Rahmen von Couchkultur & Family Business gebündelt. 
 
3 MitarbeiterInnen waren 20 Mal in den Stadtteilen mit der „Tour der Linzer Innovation“ unterwegs. Sie ermöglichten damit das Testen von neuen Technologien für 3.000 LinzerInnen. 
 
1.000 zusätzliche Jobs werden in Linz durch Coding Communities bis 2025 geschaffen. 

60 KooperationspartnerInnen, 140 VernetzungspartnerInnen und 2.500 AbonnentInnen auf Instagram runden das Zahlenspektrum des Innovations-Hauptplatzes. ab. 

Der Innovationskennzahlenbericht liegt ab sofort beim Portier des Alten Rathauses auf und wird in Kürze auch in allen anderen städtischen Service-Einrichtungen erhältlich sein.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Zahlstadt Linz – erster Innovationskennzahlenreport liegt vor“. Weitere Gesprächspartnerin: Kathrin Obernhumer, Leiterin des Innovationshauptplatzes Linz)

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