Medienservice vom: 17.09.2021 |Fotos zum Medienservice

„Eine Insel für Linz“: Zwischenstand in Planung präsentiert Architekturkollektiv G.U.T. mit Einreichplanung für neue Donaubucht beauftragt

Unter dem Projekttitel „Eine Insel für Linz“ sieht die Stadt Linz als Auftraggeberin auf dem ehemaligen Parkplatz am Urfahrmarktgelände künftig die Gestaltung eines parkähnlichen Erholungsareals vor. Dabei soll den Linzerinnen und Linzern auch eine Wasserbucht als beliebter Freizeit-Treffpunkt mit einem direkten Zugang zur Donau zur Verfügung stehen. Die Logistik sowie der Aufbau des Urfahraner Jahrmarktes wird weiterhin mit dem neu gestalteten Gelände kompatibel sein. Darüber hinaus kann das Projekt der Wasserbucht im Konsens mit der neu zu errichtenden Schiffsstation in diesem Bereich realisiert werden.  

Mit der Planung des Projekts, inklusive der erforderlichen Vorarbeiten für die künftige Nutzung des Urfahraner Jahrmarktgeländes, wurde das Architekturkollektiv G.U.T. beauftragt. Die Eckpunkte dieser Planung der gesamten Neugestaltung am Areal des UrfahranerJahrmarktgeländes sind nach intensiven Vorarbeiten grundsätzlich dargestellt und werden nun in einer noch größeren Detailtiefe auf ihre Umsetzungsfähigkeit vorbereitet. 

Das geplante Areal der Wasserbucht erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern, inklusive Böschungsbereich. Der in dieser Woche von der Planungsgruppe präsentierte Zwischenstand skizziert folgendes Gestaltungs-Szenario für die neue Donaubucht:
Ein geschwungener Wasserzulauf wird mit Gewässerökologen abgestimmt. Eine kleine Brücke soll als Fußgänger- und Radübergang dienen. Mehr Grün in dem neu gestalteten Uferbereich sowie die Renaturierung ausgewählter Teilflächen lassen dieses Areal zu einem neuen Lebensraum an der Donau werden.

Eine in der Vertikalen leicht geschwungene (gegengleiche) Brückenkonstruktion kann Ein- und Ausblick auf die Bucht und deren Umgebung gewährleisten. Die Trennung in zwei Fahrbahnteile soll die Verkehrssicherheit erhöhen und führt FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen mit leichten Abstand barrierefrei über den Mündungsbereich. Die Befahrbarkeit für Einsatzkräfte sowie für notwendige Liefertätigkeitenist dabei gegeben. Auch der Treppelweg bleibt in voller Breite durchgängig erhalten.

Die geschwungene Mündung von Donau zu Wasserbucht ist für den stetigen Wasseraustausch notwendig und vermeidet zugleich den direkten Wellenschlag in die Bucht. Natürliche Verschlammung wird dadurch reduziert. Der natürliche und permanente Grundwasserstrom sollzudem den Erhalt der guten Wasserqualität sichern.

Bestehende Baumstrukturen werden in Abhängigkeit und in Absprache mit den Verantwortlichen des Urfahraner Jahrmarktes gestärkt und zu „so genannten „Cooling-Inseln“ ausgestaltet. Es wird davon ausgegangen, dass viele SchaustellerInnen nicht zwangsweise eine versiegelte Fläche benötigen, daher wird nach Möglichkeiten für ein teilweises Aufbrechen der Asphaltfläche gesucht. Dies bedingt eine enge Abstimmung mit allen NutzerInnen der Fläche und soll nachhaltig kompatible Lösungen für alle Beteiligten darstellen. Eine zentrale Eventfläche mit ca. 9.000 Quadratmetern (für eine ganzjährige Nutzung) bleibt jedoch frei von Bepflanzung.

Die Uferzone wird, in Abstimmung mit der „viadonau“, der Donauschifffahrt und den Pächtern der Länden, durch die Gestaltung von harten Kanten (Kai) und weichen Kanten (Einbuchtungen) punktuell neu gegliedert. Diese Eingriffe eröffnen laut dem Archtiketurkollektiv G.U.T. neue räumliche Qualitäten und Sichtachsen zur Unteren Donaulände hin. 
 
„Das bisher präsentierte Planungskonzept für die Neugestaltung des Urfahraner Jahrmarktgeländes weist bereits die richtige Richtung auf. Die Aufwertung des Areals ist ein wichtiger Schritt für die künftige, urbane Entwicklung und hält viel Potenzial für eine innovative Nutzung und mehr Lebensqualität bereit. Damit entsteht einer der lebendigsten Orte in der Lebensstadt Linz, direkt am Donauufer“, führt Bürgermeister Klaus Luger aus.
 
„Die geplante Attraktivierung des Urfahraner Jahrmarktgeländes ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt. Ziel ist, Linz noch näher an die Donau zu bringen und das Areal zu einem neuen Naherholungsgebiet zu entwickeln. Zentrales Kriterium für die Neugestaltung war und bleibt jedoch, dass dadurch der traditionsreiche Jahrmarkt nicht eingeschränkt wird. Um dies zu gewährleisten, bedarf es noch Detailanpassungen und Abstimmungen, unter anderem auch mit dem zuständigen Marktamt“, betont Marktreferent Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier.
 
„Die neue Donaubucht zeigt, ein qualitätsvolles Naherholungsgebiet ist mit dem Urfahraner Markt vereinbar. Mit dem neuen Entwurf des Architekturkollektiv G.U.T. gibt es einen Kompromissvorschlag, der versucht, diese scheinbaren Widersprüche zu vereinen. Eine Herausforderung liegt hier sicherlich noch in den konkreten Details der Wegführungen, Begrünung und Entsiegelung. Es wird hier also noch einiges an Arbeit zu leisten sein“, sagt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.
 
„Das Team des Architekturkollektivs hat einen sehr durchdachten Plan auf den Tisch gelegt, mit dem wir die brachliegende Betonwüste Jahrmarktgelände aufblühen lassen können und zugleich viele Nutzungen ermöglichen. Ich wünsche mir, dass jetzt alle an einem Strang ziehen, damit wir den LinzerInnen diesen wunderbaren Ort im Herzen unserer Stadt endlich wieder zurückgeben können und mit der neuen Bucht die Donau ein Stück näher zu den Menschen bringen können“ betont Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
 
„Linz ist eine Stadt der kurzen Wege. Viele der Freizeit-, Sport- und Naherholungsangebote, die am Jahrmarktgelände entstehen soll, gibt es auf die eine oder andere Art und Weise auch in den anderen Stadtteilen und Wohngebieten. Als Liegenschaftsreferentin freue ich mich, dass das städtische Immobilienmanagement zahlreiche dieser Einrichtungen für die Linzerinnen und Linzer frei zugänglich oder zu sehr günstigen Konditionen zur Verfügung stellt. Ich hoffe, dass es auch am Jahrmarktgelände gelingt, die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse in Einklang zu bringen“, meint dazu auch Liegenschaftsreferentin Stadträtin Regina Fechter.

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