Medienservice vom: 19.10.2021 |Fotos zum Medienservice

Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis 2021 Cornelia Hülmbauer Preisträgerin für ihr Werk „Ö30“

  • Verleihung am 2. November 

Der mit 3.600 Euro dotierte „Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis“ der Stadt Linz geht heuer an Cornelia Hülmbauer. Die in Wien lebende Autorin erhält die Auszeichnung für ihre Einreichung „Ö30“. Die Stadt Linz stiftet im Gedenken an die Autorin und Briefpartnerin Johann Wolfgang von Goethes, die aus Linz stammende Marianne von Willemer – geborene Jung, einen Preis für Frauenkunst. Mit Marianne von Willemer ist damit eine historische Persönlichkeit der Weltliteratur würdige Patin des jährlich verliehenen Preises. Auf den „Preis für digitale Medien" in den geraden Jahren folgt in den ungeraden Jahren – so auch heuer – ein „Frauen.Literatur.Preis“.

„Überall dort, wo es um Macht und Geld geht, sind Frauen in Österreich unterrepräsentiert. Das gilt auch für den Kunst- und Kulturbereich. Deshalb wollen wir mit dem Marianne.von.Willemer-Preis Frauen vor den Vorhang holen und für Ihre hervorragende Leistungen auszeichnen. Alle Linzerinnen und Linzer sind herzlich zur Verleihung des Preises an Cornelia Hülmbauer eingeladen“, informiert Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. Der Preisverleihung findet im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am Dienstag, 2. November 2021, um 19 Uhr im Lentos Kunstmuseum statt und wird von DORF TV übertragen.  

Auswahl aus 74 eingereichten Arbeiten

Teilnahmeberechtigt waren in Österreich lebende Frauen, die sich dem Schreiben widmen und durch Geburt, Wohnsitz oder ihr literarisches Schaffen in besonderer Weise der Stadt Linz verbunden sind. Eine dreiköpfige Fachjury bestehend aus Dr.in Petra Maria Dallinger / Direktorin Adalbert-Stifter-Institut des Landes , Sabine Weißensteiner / Geschäftsführerin Buchhandlung Fürstelberger und Claudia Romeder / Verlagsleiterin Residenz Verlag, Wien bewertete und sichtete die eingereichten Arbeiten.

Von den 74 eingereichten Werken sind zehn Arbeiten von der Jury in die engere Auswahl genommen worden. Die Jury entschied sich einstimmig für die Einreichung von Cornelia Hülmbauer mit dem Titel „Ö30“ mit folgender Begründung: „Mit ,Ö30‘ ist Cornelia Hülmbauer ein sprachlich und formal sorgfältig gebauter und sehr origineller Text gelungen. Mit großer Leichtigkeit erzählt uns die Autorin von dem Leben einer jungen, selbstbewussten Frau in einer Autowerkstätte ohne dabei gängige Klischees zu bedienen.“ Besonders erfrischend fand die Jury die Lakonie der Momentaufnahmen, die einen erzählerischen Bogen über die Jahre des Heranwachsens in einem männerdominierten, kleinen Kosmos spannen.

Kurzbiografie 

1982 in Amstetten (Niederösterreich) geboren, studierte die Preisträgerin Cornelia Hülmbauer Anglistik und Kunstgeschichte in Wien und Malta sowie Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Autorin von Lyrik, Kurzprosa und Hörstücken promovierte in angewandter Linguistik zum Thema der europäischen Mehrsprachigkeit und war einige Jahre in internationalen Forschungsprojekten tätig. 2018 erhielt sie den Theodor Körner Preis für Literatur. Sie war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift JENNY. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Ihre Texte wurden in verschiedenste Sprachen übersetzt. 2018 erschien ihr Lyrikdebüt MAU OEH D bei Sukultur, Berlin. 2020 wurden ihre Texte in der Literaturpassage des Museumsquartier Wien ausgestellt.

Aufgewachsen in einem kleinen Ort, nicht weit von der oberösterreichischen Grenze, machte sie beinahe alle ihre kindlichen Stadterfahrungen in Linz, da den Eltern diese Stadt – in jeglicher Weise – näher lag als andere. In der Jugend setzte sich dies nur noch verstärkt fort – mit einem Wahl-Linzer als erstem Freund. So gab es dort unter anderem auch ein einschneidendes – ästhetisches wie feministisches – Erweckungserlebnis rund um ein Foto von VALIE EXPORT in der damaligen Neuen Galerie, das bis heute nachhallt und so auch gewissermaßen eine Schreibhaltung mitgeprägt hat.

Marianne von Willemer – Die Namenspatronin

Marianne von Willemer wurde 1784 in Linz geboren. Als 14-Jährige kam sie mit ihrer Mutter nach Frankfurt am Main, wo sie Johann Wolfgang von Goethe kennen lernte. 1819 erscheint Goethes „Westöstlicher Diwan“ und erst neun Jahre nach Marianne von Willemers Tod erfährt die Nachwelt, dass mehrere der schönsten Gedichte daraus eigentlich aus ihrer Feder stammten. Die Leistungen der Autorin blieben im Schatten und wurden von der Fachwelt kaum bis gar nicht beachtet.

Der Marianne.von.Willemer-Preis

Ursprünglich wurde der Preis – die erste Vergabe erfolgte im Jahr 2000 – alle zwei Jahre ausgelobt, jedoch als Literatur- und Netzkunstpreis gemeinsam. Seit 2004 sind die Sparten „Literatur“ und „Digitale Medien“ getrennt. Die Verleihung erfolgt mittlerweile jährlich: In den ungeraden Jahren wird der Frauen-Literaturpreis vergeben, in den geraden Jahren der Netzkunstpreis. Der Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis hat sich mittlerweile in der Frauenliteraturszene etabliert und ist aus dem österreichischen Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Die Ausschreibung erfolgt österreichweit.

Der Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis wird heuer am 2. November 2021 um 19 Uhr im Lentos Kunstmuseum verliehen. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis spätestens 29. Oktober 2021 unter +43 732 7070 1191 oder per E-Mail unter frauenbuero@mag.linz.at gebeten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger anlässlich der Vergabe des Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur.Preis 2021)

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Preisträgerin Dr.in Cornelia Hülmbauer, BA
Juryvorsitzende Dr.in Petra-Maria Dallinger
Frauenbeauftragte der Stadt Linz, Mag.a Jutta Reisinger 

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