Medienservice vom: 02.12.2021

Magistrat setzt neues Arbeitszeitmodell mit 1. Jänner 2022 um Neue Gleitzeitregelung bricht starre Systeme auf und schafft neue Annehmlichkeiten für die LinzerInnen

Die Arbeitswelt unterliegt einem ständigen Wandel. Das führt zu veränderten Bedürfnissen und Erwartungen der LinzerInnen sowie auch der MagistratsmitarbeiterInnen. Um diesen gerecht zu werden und auch aktuelle technologische Möglichkeiten einsetzen zu können, hat das Personalressort der Stadt Linz eine neue Gleitzeitregelung geschaffen. 

Diese „Gleitzeit 2.0“ tritt mit 1. Jänner 2022 in Kraft und ersetzt die aktuellen Gleitzeitmodelle des Magistrat Linz. Die Programmierungs- und Umsetzungsphase ist bereits voll im Gange.
„Die neue, flexible Arbeitszeitgestaltung bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Zuerst ermöglicht das Auflösen der alten Strukturen der so genannten ‚langen und kurzen Tage‘ eine verbesserte Betreuung unserer LinzerInnen, die sich noch stärker an den Bedürfnissen der BürgerInnen orientiert. In Kombination mit der verstärkten Möglichkeit, sich Termine im Vorhinein zu vereinbaren, werden Wartezeiten verkürzt. Gleichzeitig wird dadurch auch der Arbeitsanfall für unsere MitarbeiterInnen besser planbar“, erläutert Bürgermeister Klaus Luger. 

„Mit der neuen Gleitzeitregelung ist Linz genau am Puls der Zeit und wird so den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes hinsichtlich Arbeitszeitflexibilisierung gerecht. Das gemeinsam mit der Personalvertretung erarbeitete neue Arbeitszeitmodell ist ein gelungenes Gesamtpaket. Es sorgt für mehr Kundenorientierung hinsichtlich Erreichbarkeit und persönlicher Beratung. Ab 1. Jänner 2022 sind wir dadurch noch näher am Menschen“, unterstreicht Personalreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl.

„Der Entfall der Kernzeit und der großzügige Gleitzeitrahmen ermöglichen es den MitarbeiterInnen, ihre Arbeitszeit an den Arbeitsanfall anpassen zu können. Dadurch gestalten wir das Arbeiten für unsere MitarbeiterInnen deutlich flexibler und erhöhen somit auch unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Wir befinden uns, so wie alle Unternehmen, in einem wahrhaften „War for Talent“ am Arbeitsmarkt. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit und die flächendeckende Einführung der Möglichkeit von Home-Office sind wichtige Schritte auf dem richtigen Weg zu einem erfolgreichen Employer Branding“, freut sich Magistratsdirektorin Ulrike Huemer.

Start von Gleitzeit 2.0 mit Jahreswechsel

Derzeit gibt es im Magistrat Linz zwei Gleitzeitregelungen. Einerseits die Gleitzeitregelung ALT (GZR ALT) aus dem Jahr 1991. Andererseits startete mit 1. Jänner 2020 im Rahmen eines Pilotprojektes ein neues Gleitzeitmodell, das eine zeitgemäße Arbeitszeitgestaltung ermöglicht und den geänderten Bedürfnissen und Erwartungen der MitarbeiterInnen der Stadt Linz an eine moderne Arbeitszeitgestaltung besser als bisher entsprechen soll. Alle ab diesem Zeitpunkt neu aufgenommene MitarbeiterInnen arbeiten bereits heute im neuen Gleitzeitmodell. MitarbeiterInnen mit einem am 1. Jänner 2020 bereits bestehenden Dienstverhältnis konnten frei wählen, ob sie in das neue Gleitzeitmodell wechseln oder im bisherigen blieben. Durch Covid-19 haben sich die Rahmenbedingungen maßgeblich verändert. Homeoffice ist ein fixer Bestandteil des Arbeitslebens geworden. Darüber hinaus hat die Krise insgesamt einen Digitalisierungsschub gebracht, der auch die Maßstäbe im Hinblick auf Öffnungszeiten und auch die persönliche vor Ort Beratung/Betreuung unserer KundInnen verändert hat. 

Die beiden Gleitzeitmodelle Alt und Neu werden nun in einem neuen Gleitzeitmodell für den gesamten Magistrat Linz zusammengeführt und ab 1. Jänner 2022 für alle MitarbeiterInnen, die der Gleitzeit unterliegen können verbindlich Dieser Reform ging eine MitarbeiterInnenbefragung und eine intensive Einbindung der Personalvertretung vorher! 

Verkürzte Wartezeiten und mehr Flexibilität durch KundInnen-Termine mit Vereinbarung
Teil des Projekts „Gleitzeit 2.0“ war auch die Prüfung und Optimierung der Öffnungs- und Parteienverkehrszeiten der einzelnen Geschäftsbereiche und städtischen Einrichtungen. Künftig wird es nur mehr einen langen Tag für Parteienverkehr ohne Termin geben, an denen KundInnen ihre Anliegen bis 18 Uhr einbringen können. An allen anderen Nachmittagen ist dies nach Terminvereinbarung möglich. Dies ermöglicht eine bei Weitem höhere Flexibilität bei Beratungen bzw. Betreuung vor Ort für alle unsere KundInnen. Gleichzeitig ist es nicht mehr zwingend notwendig, dass gesamte Abteilungen an gewissen Tagen bis 18 Uhr anwesend sind.

Zeitgemäße Arbeitszeitgestaltung und Flexibilisierung des Dienstbetriebs

Die neue Gleitzeitregelung ermöglicht somit eine zeitgemäße Arbeitszeitgestaltung und soll den geänderten Bedürfnissen und Erwartungen der MitarbeiterInnen der Stadt Linz an eine moderne Arbeitszeitgestaltung besser entsprechen. Die Möglichkeit, die Arbeitszeit flexibel gestalten zu können, stellt außerdem für Arbeitssuchende neben inhaltlichen und finanziellen Aspekten ein weiteres Motiv dar, sich um eine Stelle zu bewerben. Das neue Gleitzeitmodell soll daher auch dazu beitragen, dass sich die Stadt Linz weiterhin als attraktive Dienstgeberin am Arbeitsmarkt positionieren kann, die die Vereinbarkeit von sinnvollen beruflichen Herausforderungen mit Familie und persönlichen Interessen berücksichtigt.

Im Fokus des neuen Arbeitszeitmodells steht der Verzicht auf eine so genannte „Kern-Arbeitszeit“ zu Gunsten einer fiktiven „Normal-Arbeitszeit“. Innerhalb des Gleitzeitrahmens von 6 Uhr bis 22 Uhr gilt für Vollzeitbeschäftigte nun eine Normalarbeitszeit von 7 bis 15 Uhr. Die Sollarbeitszeit für Vollzeitkräfte beträgt somit von Montag bis Freitag acht Stunden. Das maximale Arbeitspensum wurde mit 13 Stunden pro Tag festgelegt. 

Das überholte, für viele ArbeitnehmerInnen nicht mehr nachvollziehbare System mit kurzen (bis 13.30 Uhr) und langen (bis 18 Uhr) Tagen gehört damit grundsätzlich der Vergangenheit an. Die Geschäftsbereiche erhalten damit mehr Gestaltungsspielraum für den Dienstbetrieb und die Öffnungszeiten. Auch die MitarbeiterInnen können von nun an, unter Berücksichtigung der vereinbarten KundInnentermine, flexibel einteilen, wann sie ihr Arbeitspensum erledigen.

(Informationsunterlage zur Online-Pressekonferenz „Neues Arbeitszeitmodell“ von Bürgermeister Klaus Luger, Personalreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl und Magistratsdirektorin Ulrike Huemer)

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Personaldirektorin Brigitta Schmidsberger
Karin Decker, Personalvertretung 

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