Medienservice vom: 06.12.2021 |Fotos zum Medienservice

Ausgezeichnete Stadtteilkulturarbeit 2021 Städtisches Sonderförderprogramm Kultur/4 zeichnet zwei junge Initiativen im Makartviertel und Neustadtviertel aus

Der Förderpreis LinzKultur/4 unterstützt innovative Kulturarbeit und fördert den kulturellen Austausch in den Stadtteilen, die mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen die Identität unserer Stadt prägen. Einreichungen waren bis 7. Oktober möglich. Das Sonderförderprogramm war mit 10.000 Euro dotiert. Zwei engagierte Stadtteilprojekte von jungen Initiativen wurden von der Jury mit je 5.000 Euro ausgezeichnet. 

„Es ist besonders erfreulich, dass sich mit den prämierten Projekten zwei so junge Initiativen für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung in ihrem Stadtteil engagieren“, hebt die Linzer Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer hervor.

Der Verein für Kunst, Kultur und Politik „makart“ wurde im Frühjahr 2021 gegründet. Ganz im Sinne des Sonderförderprogramms LinzKultur/4 möchte der Verein die BewohnerInnen im Stadtteil um den Bulgariplatz anregen, ihr kreatives Potenzial auszuloten, sich aktiv in die lokale Kulturarbeit einzubringen und ihr gesellschaftspolitisches Engagement zu reflektieren. Das Stadtteilprojekt mit dem Titel „Wem gehört die Stadt?“ setzt sich intensiv mit den lokalen Gegebenheiten auseinander.

So bilden die Straßennamen des Makartviertels die Basis für eine historische und literarische Erkundung durch die BewohnerInnen. Gemeinsames Singen und Musizieren wird im Volkshaus Kandlheim möglich sein und Personen jeden Alters sind aufgerufen, sich an der Erarbeitung eines Theaterstücks und den Theateraufführungen an Schulen des Stadtteils sowie im Theater Phönix zu beteiligen. Literaturnachmittage für Kinder und Jugendliche sowie Lesungen für Erwachsene runden das kulturelle Programm ab. 

Neben künstlerischen Aspekten setzt sich das Projekt auch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Auch hier wird auf Kooperation gesetzt. In breit angelegten Gesprächsrunden wird überlegt, wie sich das Leben im Stadtviertel und in der Stadt Linz weiterentwickeln kann. Fahrräder, Spielsachen, Haushaltsgeräte können in einem geplanten Reparatur-Café repariert werden und eine Tauschbörse bietet eine weitere Möglichkeit, Nachbarn zu treffen.

Ebenfalls auf gemeinschaftliche Stadtteilarbeit setzt der Kulturverein Raumteiler im Neustadtviertel rund um die Humboldtstraße. Das Projekt „HUMBUM-Parade“ will Kulturvereine, BewohnerInnen, Geschäftstreibende und Initiativen, die im Stadtteil angesiedelt sind, zusammenführen. Am Beginn der nachhaltigen Stadtteilarbeit steht die gemeinsame Organisation einer Parade und eines Stadtteilfests, an dem lokale DJs und MusikerInnen beteiligt sind. Das Projekt will identitätsstiftend wirken und durch die Einbeziehung der BewohnerInnen zur gesellschaftlichen Inklusion beitragen. Die Zusammenführung von unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen in einem Stadtteil, der von großer Diversität gekennzeichnet ist, steht im Mittelpunkt dieses Projekts. Der Verein Raumteiler will damit den Anstoß für eine positive Weiterentwicklung des Stadtteils geben.

2021 wurden von der Stadt Linz die Sonderförderprogramme LINZimPULS, LinzEXPOrt und LinzIMpORT, LINZ_sounds, LinzKultur/4, die Kunstförderpreise und erstmals heuer das Sonderförderprogramm an_TON_Linz vergeben. Diese Förderungen waren mit 233.000 Euro dotiert. Entsprechend dem aktuellen Kulturentwicklungsplan stehen die nachhaltige Stärkung, die kulturelle Innovation und die Förderung des kreativen Potenzials der Linzer Kunst- und Kulturschaffenden im Zentrum der sechs Förderprogramme und der Kunstförderpreise. Insgesamt wurden bei den Sonderförderprogrammen 103 Anträge eingebracht und 37 davon von den Jurys prämiert.

„Die Sonderförderprogramme der Stadt Linz sind eine Erfolgsgeschichte. Bei einer gestiegenen Zahl von Einreichungen, wurde im Vergleich zum Vorjahr auch ein Drittel mehr Kunstprojekte von der Jury zur Förderung vorgeschlagen. Dies bestätigt die anhaltend hohe Qualität der Einreichungen und das Engagement der Linzer Kulturszene auch in Zeiten der COVID-19-Krise. Mit der hohen Dotierung der Sonderförderprogramme bekennt sich die Stadt Linz klar zu einer offensiven Unterstützung von Kunst- und Kulturschaffenden“, so die Linzer Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

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