Medienservice vom: 13.12.2021 |Downloads zum Medienservice|Fotos zum Medienservice

Pakt für Linz trägt Früchte: Wer schnell investiert, investiert doppelt 65 Millionen Euro Investitionspaket wird umgesetzt

  • 23 Millionen Euro bislang vom Bund refundiert

Mit Erfolgsmeldungen kann die Landeshauptstadt Linz in der schweren und belastenden Zeit der Corona-Krise aufwarten: Aus dem am 10. Dezember 2020 beschlossenen „Pakt für Linz“ lässt sich nach einem Jahr eine sehr erfolgreiche und positive Bilanz ziehen.

Zum einen hat sich der Linzer Arbeitsmarkt dank der dabei beschlossenen 65 Millionen Euro an Investitionen überraschend schnell erholt. Die Zahl der erwerblosen Menschen liegt aktuell mit 7.400 sogar um 5 Prozent unter der Zahl der Arbeitslosen im Vergleichszeitraum Ende 2019, ist also niedriger als vor Beginn der Corona-Krise. An dieser Situation sollte sich auch durch den aktuellen Lockdown auf absehbare Zeit nichts Wesentliches ändern, da anzunehmen ist, dass durch den Abbau von Überstunden und Urlaubsguthaben bzw. durch das temporäre Umstellen auf Kurzarbeit ein gravierender Einbruch verhindert werden kann.

Zum anderen wirkt der „Pakt für Linz“ konjunkturunterstützend und beschäftigungssichernd. Somit setzt dieser Pakt ein deutliches städtisches Zeichen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise. Denn jeder im Rahmen dieses Pakets investierte Euro wirkt doppelt. Unterstützt wird dies in besonders herausfordernden Zeiten auch durch das Kommunale Investitionsgesetz 2020, auf dessen Basis bis zur Hälfte der Gesamtkosten für von Gemeinden getätigten Investitionen in Form von Zweckzuschüssen refundiert werden. 

„Das bedeutet: Wer auf diese Weise investiert, investiert doppelt“, umreißen die Mitglieder der Linzer Stadtregierung Bürgermeister Klaus Luger, die VizebürgermeisterInnen Karin Hörzing, Bernhard Baier und Tina Blöchl sowie die StadträtInnen Eva Schobesberger, Michael Raml, Dietmar Prammer und Doris Lang-Mayerhofer die dem „Pakt für Linz“ zugrundeliegende Strategie der Stadt. Linz ist im Bundesland Oberösterreich bei der Einreichung bzw. Förderung von Projekten zudem Spitzenreiter, vor Wels und Leonding. 

Die bereitgestellten Mittel des „Pakts für Linz“ fließen in Projekte, die der nachhaltigen sowie dauerhaften Verbesserung der Infrastruktur der Stadt nützen und so allen Linzerinnen und Linzern zu Gute kommen. Es handelt sich dabei um Investitionen für konjunkturfördernde Projekte, die in erster Linie die Bauwirtschaft und die gesamten damit zusammenhängenden Produktions- und Lieferketten ankurbeln. Wirksam ist diese Finanz- und Auftragsspritze für die Wirtschaft besonders für Sozial- und Bildungseinrichtungen, den Klimaschutz und diverse Infrastrukturen.


Quelle und Grafik: Agenda Austria

„Zu Beginn dieser Investitionsoffensive habe ich gesagt: Zur Bewältigung der Krise brauchen wir einen New Deal für den Wiederaufbau der Wirtschaft. Wie die nun eingetretene Stabilisierung am Arbeitsmarkt zeigt, lösten wir uns aus einer Abwärtsspirale. Damit legen wir die Basis für Linz von morgen, da eine dauerhaft verbesserte Infrastruktur den Menschen in der Stadt direkt zugutekommt“, zieht Bürgermeister Klaus Luger eine erste Bilanz über den Pakt für Linz. 

„Der Pakt für Linz beschreibt die durch Corona erforderlich gewordene Investitionsoffensive der Linzer Stadtregierung, die über alle Parteigrenzen hinweg ohne zu zögern in Angriff genommen wurde. Damit werden Arbeitsplätze gesichert, die Wirtschaft gestützt und mit einer modernen Infrastruktur die hervorragende Lebensqualität in unserer Stadt weiter aufgewertet. Die nun sichtbar werdenden Projekte kommen allen Bevölkerungsgruppen zugute. Dafür stehen exemplarisch der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, die Errichtung trendiger Freizeit- und Sportanlagen genauso wie die Modernisierung unserer Alten- und Pflegeheime“, betont Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. 

„Mit dem Pakt für Linz wurde ein gelungenes Instrument zur Abfederung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie geschaffen. Durch dieses zielsichere und kommunale Investitionspaket konnten durch neue Infrastrukturprojekte, Klimaschutz-Initiativen sowie vorgezogene Sanierungsmaßnahmen nicht nur tausende Arbeitsplätze gesichert werden, sondern auch Verbesserungen in allen Lebensbereichen der Linzerinnen und Linzer geschaffen werden“, betont Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl. 

„Neben Ausgaben für die Bildung sind Investitionen in den Klimaschutz und zur Klimaanpassung Investitionen in unsere Zukunft. Mir war es deshalb besonders wichtig, dass im gesamten Investitionsprogramm auf Klimaschutz und Klimaanpassung geachtet wird, etwa durch Energieeffizienz-Maßnahmen, den Ausbau erneuerbarer Energien oder durch Begrünungs- und Beschattungsmaßnahmen. Schließlich müssen wir mit einer ambitionierten Klimapolitik vorangehen, um die Lebensqualität in der Stadt sowie die Job- und Zukunftschancen unserer Kinder zu sichern“, sagt Klimastadträtin Mag.a Eva Schobesberger. 

„Der ,Pakt für Linz‘ hilft, die negativen Folgen der Coronakrise abzufedern, die auch unsere Heimatstadt stark getroffen hat. Es ist wichtig, Akzente zu setzen, die die Wirtschaft ankurbeln und dauerhafte Vorteile für Linz bringen. Einer der Schwerpunkte des kommunalen Investitionspakets betrifft Ausgaben für unsere Sicherheit. So fließen zusätzliche Mittel in die Modernisierung der Straßenbeleuchtung und in die Adaptierung der Hauptfeuerwache. Hier werden die Arbeitsbedingungen verbessert und die Kommunikation auf den technisch letzten Stand gebracht“, informiert Sicherheits- und Gesundheitsreferent Stadtrat Dr. Michael Raml.

„Mit unseren Investitionen modernisieren wir die städtischen Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere die Sanierung und die Digitalisierung unserer Schulen. Wir verbessern dadurch nicht nur die Angebote für alle Linzerinnen und Linzer, sondern unterstützen damit auch die Linzer Wirtschaft“, unterstreicht Liegenschaftsreferent Stadtrat Dietmar Prammer den mehrfachen Nutzen des „Pakts für Linz“. 

„Die Kultur gehört mit den vielen freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern zu den am stärksten von der Krise beeinträchtigten Bereichen. Die Investitionen von einer Million Euro stärken die freien Kulturvereine nachhaltig, um mit einer verbesserten Infrastruktur, besonders auch im digitalen Bereich, wieder durchstarten zu können. Eine starke kulturelle Szene ist ein wesentlicher Teil für einen erfolgreichen Standort Linz“, ist Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer überzeugt.  

87 Prozent aller möglichen Investitionszuschüsse wurden bereits abgeholt

Das Investitionsvolumen des Pakts für Linz umfasst 65 Millionen Euro, von denen nach dem Schlüssel des KIG (Kommunales Investitionsgesetz) 2020 26 Millionen Euro beim Bund zur Förderung beantragt werden können. 

Insgesamt wurden im Rahmen des Pakts für Linz bereits Investitionen und Projektkosten in Höhe von 45,4 Millionen beim Bund eingereicht, was zum jetzigen Zeitpunkt bereits eine „Erfüllungsquote“ von 87 Prozent aller möglichen Investitionsförderungen bedeutet. Die noch ausstehenden Fördermittel werden sukzessive durch Projekteinreichungen abgerufen. 

„Wir werden somit den vorgegebenen Budgetrahmen nach den Bestimmungen des KIG 2020 auf Euro und Cent, also zur Gänze ausschöpfen“, bringt es Bürgermeister Klaus Luger auf den Punkt. 

Die im Pakt für Linz beschlossenen Investitionsvolumina betreffen im Einzelnen:


Ausgewogene Mischung an Maßnahmen: 35 Millionen für unsere SchülerInnen und unsere SeniorInnen

Die im Rahmen des Pakts für Linz geplanten Investments der Stadt zielen auf das verstärkte Vorantreiben von Infrastrukturprojekten ab, die den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zugutekommen. Einerseits sind Kinder und Jugendliche durch den Ausbau von Schulen und Freizeitangeboten angesprochen und andererseits investiert die Stadt Linz in die Modernisierung und den Umbau von Seniorenzentren. 

Die dafür reservierten 35 Millionen Euro wurden bis jetzt beinahe fast zur Gänze eingereicht bzw. ausgeschöpft. 

Davon entfallen 24 Millionen Euro auf Schulbauten und -erweiterungen, 5,3 Millionen Euro auf den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, 4,2 Millionen Euro auf die bessere Möblierung von Kindergärten, Krabbelstuben und Schulen sowie 1,3 Millionen Euro auf Gebäudemodernisierungen bei den städtischen Seniorenzentren, welche im Rahmen des KIG 2020 bereits eingereicht wurden. 

Für die Zukunft unserer Kinder 

Das Investitionspaket beinhaltet etwa die Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen bei der neuen Sport-Mittelschule Kleinmünchen (Ballsporthalle), bei der Dorfhalleschule, die Erweiterung der Rennerschule und den Neubau von Volksschule und Hort Pichling. Weiters erfolgten Neubauten beim Kindergarten Pestalozzistraße, beim Hort Robinsonschule und beim Hort Stadlerschule. Ebenfalls auf der Agenda stand die Digitalisierung von Schulen (durch Beamer, W-Lan-Ausstattung, Laptops etc.). 

Schule und Hort Pichling, Rendering dworschak+mühlbachler architekten

Für die Zukunft unserer SeniorInnen 

Zu den 1,3 Millionen Euro bereits eingereichten Mitteln für Gebäudemodernisierungen bei den städtischen Seniorenzentren kommen noch weitere 3,7 Millionen Euro für Projekte, die ab dem kommenden Jahr umgesetzt werden.

Die baulichen Maßnahmen in den Seniorenzentren erfolgen großteils durch die städtische ILG in Kooperation mit der SZL Linz GmbH

Neben Großprojekten sind hier laufende Instandhaltungs- und Sanierungsar-beiten wie beispielsweise Zimmer- und Pflegeausstattung, Pflegebäder, Flachdach- und Bodensanierungen sowie Spülmaschinen in den Küchen vorgesehen. Weiters wurden heuer auch mobile Endgeräte zur Entlastung der Pflegekräfte angekauft, die eine direkte Dateneingabe in den BewohnerInnenzimmern ermöglichen. Damit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenzentren mehr Zeit, sich der Pflege und Betreuung der BewohnerInnen zu widmen. Zudem wurde der „Lichtruf“ in allen Häusern erneuert, sowie die Telefonanlage.

Nun stehen für das kommende Jahr Sanierungsschritte in den Seniorenzentren Neue Heimat (1,3 Miillionen Euro) und Spallerhof (rund 350.000 Euro) sowie Adaptierungsmaßnahmen in den SZ Dornach und Kleinmünchen um insgesamt zwei Millionen Euro bevor.

SZL Spallerhof © Michael Dworschak / Stadt Linz

SZL Neue Heimat © Michael Dworschak / Stadt Linz

 
SZL Kleinmünchen © Michael Dworschak / Stadt Linz

Für die Zukunft unserer Infrastruktur
14 Millionen für nachhaltige Infrastruktur

Infrastrukturell bilden die Modernisierung der Kinder- und Jugendsportanlagen Schwerpunkte, weiters die Adaptierung von Grünanlagen, ein Bewegungspark am Weikerlsee, die Attraktivierung des „Stern-Parks“ sowie die Modernisierung von Schulsportanlagen. Ebenso erfolgen Adaptierungsmaßnahmen bei der Hauptfeuerwache sowie die Attraktivierung von Straßen, Geh- und Radwegen und der Beleuchtung.

Von insgesamt 14 Millionen Euro, die unter dem Titel „Für die Zukunft unserer Infrastruktur“ im Pakt für Linz reserviert sind, wurden 5 Millionen Euro bereits im KIG 2020 eingereicht. Im Rahmen des Pakts für Linz befindet sich der überwiegende Teil der Projekte aktuell in Umsetzung oder ist bereits abgeschlossen. Bis auf etwa 1 Mio. Euro, die für geplante Projekte im nächsten Jahr noch vorgesehen ist, wurde das Budget somit ausgeschöpft.

Beispiele für bereits fertig gestellte und/oder in Umsetzung befindliche Projekte sind der neu geschaffene Bewegungspark beim Kleinen Weikerlsee, der mit Ausnahme weniger finaler Arbeiten der Bevölkerung bereits zur Verfügung steht. Beim Bewegungsprojekt „Sternpark“, das die Erneuerung bestehender sowie die Realisierung zusätzlicher Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für Menschen aller Generationen inkludiert, erfolgt derzeit die Abnahme der installierten Geräte.

Modernisierungen Sternpark Franckviertel

Sternpark Franckviertel - Spielplatz

Die mit Mitteln aus dem Pakt für Linz in Höhe von 6 Millionen Euro unterstützte Ballsporthalle bei der Mittelschule Kleinmünchen wurde vor kurzem fertiggestellt. In zwei weiteren Etappen mit geplanter Gesamtfertigstellung bis August 2023 erfolgt nun noch die Sanierung des Schul-Hauptgebäudes.

Rendering Eingang Ballsporthalle (ILG)

Ebenfalls weit fortgeschritten ist die Modernisierung der Sportanlage Lissfeld. Nach Umbau- und Anpassungsmaßnahmen in den bestehenden Garderobenbereichen, dem Belegen eines Kunststoff-Hartplatzes mit Kunstrasen und der Erneuerung des Bodenbelags der Tennishalle erfolgen im kommenden Jahr der Bau einer Flutlichtanlage beim Fußballfeld, die Schaffung eines zusätzlichen Fußball-Trainingsfeldes und das Instandsetzen des bestehenden Technikgebäudes im Bereich der Rasenspielfelder. 

© Dietmar Tollerian / sps-Architekten zt GmbH

© Dietmar Tollerian / sps-Architekten zt GmbH

Mobilität: Ausbau sowie Sanierung von Rad- und Gehwegen 

Zwei große Budgetansätze von jeweils zwei Millionen Euro aus dem Pakt für Linz ermöglichen die forcierte Sanierung von Rad- und Gehwegen sowie von Stadtstraßen. Von diesen 4 Millionen Euro wurden bereits 3,7 Millionen Euro eingereicht, davon 2,5 Millionen für die Sanierung von Stadtstraßen und 1,2 Millionen Euro für die Sanierung von Geh- und Radwegen sowie Signalbeschichtungen für Schutzwege / Radwegübergänge. 

Größte Investitionsprojekte dabei sind mit 760.000 Euro der Beitrag für den neuen Radweg auf der Florianerbahntrasse, 600.000 Euro für die Großbaustelle Industriezeile sowie 340.000 bzw. 300.000 Euro für die Sanierung einer Geh- und Radwegbrücke in Auwiesen sowie die Erneuerung der Fußgängerunterführung Prunbauerstraße. 

Eine Million für die Sicherheit unserer LinzerInnen

Bedeutende Mittel aus dem kommunalen Investitionspaket betreffen auch die Verbesserung der Sicherheit und des Sicherheitsempfindens der Linzerinnen und Linzer. Zur Optimierung der Straßenbeleuchtung (zur Gänze in Umsetzung, eine Million Euro) kommen 350.000 Euro an Ausgaben für die Modernisierung der Hauptfeuerwache. Unter anderem soll hier die Garage erweitert sowie ein neuer Umkleide- und ein Lagerraum errichtet werden. Die vor kurzem fertiggestellte Sprach- und Kommunikationsanlage (für Telefonie, Funk, Alarmierung und Ortung) wird ab 2022 noch durch ein verbessertes Einsatz-Leitsystem ergänzt. Die Investitionen in die Hauptfeuerwache stellen einen bedeutenden Beitrag für die nachhaltige Optimierung von Einrichtungen dar, die der Sicherheit der Bevölkerung dienen. 

Für die Zukunft unserer Kulturschaffenden 

Auch die Kulturschaffenden in der Stadt profitieren vom Pakt für Linz, sowohl durch die Kulturförderung als auch durch bauliche Maßnahmen für Vereine. Fünf Millionen Euro sind für diese Zwecke im Pakt für Linz vorgesehen. Davon wurden bereits 2,7 Millionen Euro an förderungswürdigen Mitteln eingereicht. Damit wird ein Konjunktureffekt zur Belebung der Wirtschaft erzielt und gleichzeitig in die nachhaltige Verbesserung der Infrastruktur von Linzer Kultureinrichtungen investiert.

So wurde die „Freie Szene“ mit Mitteln in der Höhe von 1.000.000 Euro unterstützt, davon 700.000 Euro an Investitionsförderungen und 300.000 Euro als städtische Investitionen in Gebäuden der „Freien Szene“. Die Gelder dafür wurden an die Antragsteller bereits ausbezahlt, die meisten Projekte sind bereits umgesetzt bzw. in Umsetzung. Die Investitionserfordernisse dabei reichen von Gebäudesanierungen bis zur Erneuerung überalterter Bühnentechnik und Investitionen in neue Quartiere. Teil des Kulturpaketes stellen auch Maßnahmen wie Kunstankäufe heimischer KünstlerInnen, Ateliermietbeihilfen, der Ausbau der kulturellen Sonderförderprogramme und geplante Schwerpunktprogramme für Digitalisierung oder das Projekt Mural City dar.

Einrichtungen der Unternehmensgruppe Linz (UGL), wie unter anderem die Musikschule, das AEC, das Brucknerhaus, der Posthof und das Nordico, erhalten ebenso Verbesserungen in ihrem Erscheinungsbild bzw. ihrer Gebäudeerhaltung. Diese Projekte werden großteils von der ILG abgewickelt. So wird die Brucknerhaus-Beleuchtung in den kommenden zwei Jahren um 500.000 Euro erneuert, ebenso diverse Anlagen im AEC (ebenfalls mit 500.000 Euro). Aktuell ist die Erneuerung der Böden im Posthof (200.000 Euro) und ab Februar 2022 die Neuverkabelung der Musikschule (100.000 Euro Investitionsvolumen). Ihren Abschluss fanden bereits Adaptierungsmaßnahmen im Nordico um 100.000 Euro.

Für die Zukunft unserer Wirtschaft & unserer Unternehmen

Weiters stehen Maßnahmen zur verstärkten Unterstützung der wirtschaftlichen Aktivitäten in Höhe von bis zu sieben Millionen Euro zur Verfügung, die insbesondere zur Attraktivierung der Innenstadt, zur Belebung von Stadtteilzentren, zur Adaptierung der Märkte und für Startups vorgesehen sind. Aus diesem Topf wurden bisher 2,5 Millionen Euro an förderungswürdigen Mitteln eingereicht. 

Mehr als 500.000 Euro sind für die City Management Linz GmbH vorgesehen, welche auf die Belebung und Attraktivierung der Linzer City fokussiert. Das geänderte Kaufverhalten, die zunehmende Digitalisierung und der Druck durch den wachsenden Online-Versandhandel machen neue Strategien und Zugänge notwendig, um die Linzer City als Einkaufsstandort konkurrenzfähig zu erhalten. Die City Management GmbH bietet die Chance, bestehende Stärken zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Attraktivierung der Märkte 

Von drei Millionen Euro, die im Pakt für Linz für die Sanierung, den Ausbau und die Digitalisierung der Märkte vorgesehen sind, wurden rund zwei Millionen Euro für die Sanierung und Attraktivierung der Märkte eingereicht. Darüber hinaus befinden sich Digitalisierungsmaßnahmen am Südbahnhofmarkt in Höhe von 300.000 sowie 650.000 Euro für diverse Instandhaltungsmaßnahmen in Umsetzung.

Sanierungsschritte am Südbahnhofmarkt

Für die Zukunft unseres Klimas  

Der Pakt für Linz umfasst nicht zuletzt einen klaren Klimaschwerpunkt. So muss im gesamten Investitionsprogramm auf Klimaschutz und Klimaanpassung geachtet werden, etwa durch Energieeffizienz-Maßnahmen, den Ausbau erneuerbarer Energien oder durch Begrünungs- und Beschattungsmaßnahmen. Neben diesem allgemeinen Gebot des Klimaschutzes sind im „Pakt für Linz“ für konkrete Maßnahmen und Begrünungsprojekte in der Stadt vier Millionen Euro vorgesehen.

Davon befinden sich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro bereits in Umsetzung, für das Projekt „Insel für Linz“ laufen intensive planerische Vorarbeiten.  

Begrünung Kroatengasse 

Im Rahmen der Linzer Baumpflanzoffensive sollen in der Kroatengasse Begrünungsmaßnahmen erfolgen. Dafür ist etwa eine Million Euro reserviert. Hier sollen großkronige Bäume mit einer Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren gepflanzt werden. Die Bauarbeiten sollen abschnittsweise erfolgen, damit auch während der Bauphase weiterhin Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

 
Kroatengasse © Stadt Linz / 3:0 Landschaftsarchitektur

Für eine entsprechende Entfaltung der Bäume soll das sogenannte „Schwammstadt-Prinzip“ angewandt werden. Dabei werden die Baumwurzeln mit ausreichend Regenwasser bei geringstmöglichem Verkehrsflächenbedarf versorgt. Der Wurzelraum unter den Straßen, Parkplätzen und Gehwegen wird erweitert. Dadurch kann Regenwasser länger gespeichert und zurückgehalten werden und steht den Bäumen ebenfalls länger zur Verfügung.

Schwammstadtprinzip © Stadt Linz / 3:0 Landschaftsarchitektur

Winterhartes Mobiles Grün

Bereits umgesetzt wurde die Umstellung des „Mobilen Grüns“ auf winterharte Pflanzen mit Kosten von 90.000 Euro.  

Im Linzer Stadtgebiet werden an etwa 30 Standorten jährlich 150 Pflanzen in Töpfen als Mobiles Grün aufgestellt. Dabei handelt es sich um nicht winterharte Pflanzen, die im Frühjahr ausgeliefert und im Herbst wieder abgeholt werden müssen, um im Glashaus zu überwintern. Dies erfordert jedes Jahr einen hohen logistischen und personellen Aufwand. Darüber hinaus gibt es im Glashaus kaum noch Platz für die bestehenden Pflanzen. Um künftig Personal- und Energiekosten zu sparen und auch die Kapazitäten des Glashauses der Stadtgärtnerei nicht zu überlasten, erfolgte im Sommer und Herbst dieses Jahres an acht Standorten die Umstellung auf winterharte Pflanzen. Dafür wurden 22 Bäume benötigt. 

Begrünung des Nordico-Vorplatzes

Ebenfalls in Umsetzung befindet sich die Begrünung des Nordico-Vorplatzes mit 86.000 Euro. Durch diese Maßnahme wird der Platz klimatisch und gestalterisch eine völlig neue Aufenthaltsqualität bekommen und damit auch die Nutzung durch das Stadtmuseum verbessert. Konkret werden Kletterpflanzen an der Fassade angebracht und der vorhandene Baumbestand um Amberbäume, einen Lederhülsenbaum sowie Schirmplatanen ergänzt. Die Kronen der Schirmplatanen dienen als natürliche Schattenspender und sorgen so für die Kühlung des Vorplatzes.

Rendering Nordico Begrünung © Karin Standler - Landschaftsarchitektur

Nordico Begrünung © Karin Standler - Landschaftsarchitektur

Begrünung der Goetheschule

Konkret in Planung ist das Projekt „Begrünung der Goetheschule“ (davon kommen 100.000 Euro aus dem Pakt für Linz): die VS 8 Goetheschule im Stadtzentrum wird im Juni 2022 flächendeckend begrünt. Damit geht die Immobilien Linz GmbH (ILG) als Eigentümerin effektiv gegen übermäßige sommerliche Überhitzung vor. Die Volksschule dient damit auch als Pilotprojekt für andere Liegenschaften der ILG. Durch die umfassenden Begrünungsmaßnahmen, die in drei verschiedenen Varianten an Boden, an der Fassade und am Dach der Schule in üppiger Pflanzenvielfalt vorgenommen werden, wird dessen längerfristige Praxistauglichkeit – etwa Pflegeaufwand und Kosten – untersucht. So sollen die Unterschiede und Effekte zwischen den einzelnen Begrünungsmaßnahmen aufgezeigt und gegebenenfalls an anderen Liegenschaften ausgeweitet bzw. optimiert werden. 

Sonderfördertopf E-Mobilität: Erfolgreiche Bilanz, neuer Schwerpunkt ab 2022

Eine wesentliche Eigenschaft der Maßnahmen des Pakts für Linz ist seine Funktion, als Initialzündung für Projekte und nicht nur als Einmal-Effekt zu wirken. Das Ziel besteht darin, langfristige und nachhaltige positive Auswirkungen auf das städtische Klima zu generieren. Dazu zählen auch jene 100.000 Euro, die für die E-Mobilität sowie einen Masterplan für E-Ladestationen und E-Car-Sharing-Initiativen in Linz vorgesehen sind.

Denn in den vergangenen Jahren ist die jährliche Zulassungszahl an E-Autos beständig zwar konstant, aber in überschaubarem Ausmaß gestiegen. Bis Ende 2020 sind in Linz insgesamt etwa 1.000 E-Autos zugelassen worden. Das Jahr 2021 zeigt jedoch eine Wende nach oben hin, da die Anzahl der Neuanmeldungen von E-Autos sprunghaft ansteigt. Bis dato wurden zusätzlich zu jenen Fahrzeugen Privater, deren Ankauf vom Bund unterstützt wird, von der Stadt Linz heuer bereits mehr als 200 Anträge für E-Autos in verschiedenen Betrieben bearbeitet bzw. größtenteils bereits positiv erledigt. Dieses Fördervolumen ist durch die erwähnte Aufstockung der Mittel aus dem Pakt für Linz möglich geworden. Damit wurde ein weiteres Signal für die Forcierung klimafreundlicher Mobilitätsformen gesetzt. 

Um den Ausbau des E-Carsharings und der Ladeinfrastruktur zu unterstützen, wird es im nächsten Jahr dazu einen neuen Förderschwerpunkt geben. Die Rahmenbedingungen dafür befinden sich bereits in Erarbeitung. 

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Vizebürgermeisterin Tina Blöchl, Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger, Stadtrat Mag. Dr. Michael Raml, Stadtrat Dietmar Prammer und Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Thema „Pakt für Linz“)

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