Medienservice vom: 21.12.2021 |Downloads zum Medienservice

Ausblick 2022: Digitale Offensive für Linz, Innovationen und Klimaschutz Forcierung von Spitzentechnologien und Wasserstoff

  • Ausbau des Verkehrsnetzes und des sozialen Wohnbaus

„Linz hat zwei Jahre des Kampfes gegen die Covid-19-Pandemie hinter sich. Eine Challenge, die wir, wie die Wiedererstarkung der Linzer Wirtschaft zeigt, bisher so weit als möglich erfolgreich gemeistert haben. Und die uns auch in den kommenden Monaten alles abverlangen wird. Wir stehen jedoch vor einer noch größeren Herausforderung als jener durch Covid-19, die uns ebenfalls alle betrifft: es gilt mit aller Kraft den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und rasch Maßnahmen zu setzen. Die Stadtregierung hat sich festgelegt, wir werden entschlossen handeln“, betont Bürgermeister Klaus Luger.  

„Ich bin überzeugt, dass wir uns mit diesen Eckpfeilern für die weitere Entwicklung als moderne, innovative und starke Lebensstadt auf dem richtigen Weg befinden. Ich vertraue dabei auf die Unterstützung der gesamten Stadtregierung wie beim Pakt für Linz. Tragen wir dazu bei, gemeinsam Linz weiterzuentwickeln – zum innovativen Hotspot für Digitalisierung, Wasserstoff, Wissenschaft und Forschung. Wir führen Linz mit neuen Technologien zu einer klimaneutralen und sauberen Industriestadt, um die Arbeitsplätze der Zukunft mitzugestalten. Linz soll die beste Stadt zum Leben bleiben, in der Vielfalt und Solidarität statt Einfalt und Engstirnigkeit dominieren. Wir haben mit diesen Perspektiven allen Grund, mit Mut und Zuversicht dem neuen Jahr entgegenzusehen“, gibt Bürgermeister Klaus Luger einen optimistischen Ausblick auf das kommende Jahr. 

Klimaschutz und Digitalisierung spielen für die künftige Entwicklung unserer Stadt eine Hauptrolle. Eine Photovoltaik-Offensive für Linz, weitere Maßnahmen gegen Hitzeinseln, 5.000 zusätzliche Bäume im Straßenraum bis 2030, die grundlegende Digitalisierung von Serviceleistungen und der Aufbau der Universität für digitale Transformation in Linz sind nur einige der gesetzten Ziele für die nähere Zukunft.  

Neben diesen Schritten auf dem Weg zur Digital- und Klimahauptstadt stehen der Erhalt bzw. die weitere Verbesserung der Lebensqualität in Linz im Vordergrund. So gibt die Stadt Linz im kommenden Jahr nicht weniger als 302 Millionen Euro für Soziales aus. Das ist mehr als jeder 3. Euro des Gesamtbudgets. Auch die Infrastruktureinrichtungen werden ausgebaut. So setzt die Stadt ihr Kinderbetreuungs-Ausbauprogramm fort. Das oberste Ziel lautet: den Kindern und Jugendlichen Stadt beste Bedingungen für Bildung und Betreuung zu bieten.

Mit der Förderung von zukunftsweisenden Innovationen, des 5G-Netzes und wegweisender auf dieser Technologie basierender Verkehrssysteme setzt Linz 2022 weitere Markenzeichen.  

1. Infrastruktur: Arbeitsplätze

3.000 Arbeitsplätze in der Tabakfabrik, neue Brauerei, Raum für 2.000 Personen zusätzlich im Quadrill 

Seine Fortsetzung findet das Wirtschaftswunder in der Linzer Tabakfabrik auch im kommenden Jahr. Seit dem Ankauf durch die Stadt 2010 entwickelt sich das Areal zum Zentrum der Innovation und der Digitalisierung. 

Nach dem Ausbau der Magazine 1 und 2 sowie der Inbetriebnahme der „Linzer Bier“-Brauerei im kommenden Jahr erhalten in der Tabakfabrik knapp 3.000 Personen Zugang zu einem Arbeitsplatz. Nach der Fertigstellung des Neubauprojekts Quadrill bis 2025 werden sogar mehr als 5.000 Personen in der Tabakfabrik leben und arbeiten. Das sind fast 20 Mal so viele wie vor dem Kauf des Areals durch die Stadt Linz. 

Projekt Quadrill, Rendering Tabakfabrik/Zechner und Zechner Projekt Quadrill, Rendering Tabakfabrik/Zechner und Zechner 

Öffentlich zugängliche Freizeit- und Erlebnisräume am Linzer Hafen: Eröffnung 2022 

Nach der Fertigstellung eines Parkhauses mit sieben Ebenen im Rahmen des Großprojekts „Neuland“ im Linzer Stadthafen für 650 Fahrzeuge gehen die Arbeiten zur Neunutzung und Öffnung des Hafengebietes weiter voran. Auf dem Dach der neuen Kühlhalle auf der Verlandungsfläche im Hafenbecken 2 sowie am Freigelände im Vorhafen werden öffentlich nutzbare Freizeit- und Erlebnisräume geschaffen. Im Endausbau soll zudem eine begehbare Verbindung vom Posthof über Hafenturm, Hafenportal und Lagerhallen bis hin zur Wasserfläche entstehen.

Aktueller Projektstand Neuland, Foto Webcam Linz AGAktueller Projektstand Neuland, Foto Webcam Linz AG

2. Infrastruktur Lebensqualität 

Neues Hallenbad für Ebelsberg

Nach der erfolgten Präsentation eines neuen Hallenbads für Ebelsberg werden nun die erforderlichen Beschlüsse im Gemeinderat der Stadt Linz zu dessen Realisierung gefasst. Der Neubau ergänzt zukünftig die bestehende Bäderoase der Linz AG mit ihrem Sauna- und Eislaufangebot. Der Siegerentwurf für das Projekt stammt von der Delta Holding (Wels/Wien). 

Neues Hallenbad in Ebelsberg, Rendering: Delta Holding GmbHNeues Hallenbad in Ebelsberg, Rendering: Delta Holding GmbH

Ebelsberg: Bebauungsplan für 3.000 Wohnungen

Es handelt sich um das größte Stadterweiterungsprojekt auf Linzer Boden. Auf 330.000 Quadratmetern am Areal der ehemaligen Hiller-Kaserne und der sogenannten „Sommergründe" sind etwa 3.000 Wohnungen für mehr als 6.000 Menschen geplant. Im neuen Stadtteil wird gewohnt, gearbeitet und die Freizeit verbracht werden. Das Ziel liegt dabei darin, eine Stadt der kurzen Wege zu errichten. 50.000 Quadratmeter sind deshalb für Gewerbeflächen vorgesehen. Mit Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen entsteht ebenso unmittelbar die notwendige Infrastruktur für die BewohnerInnen.  

Neues Zentrumsquartier für Ebelsberg, Rendering Froetscher/Lichtwenwagner Neues Zentrumsquartier für Ebelsberg, Rendering Froetscher/Lichtwenwagner 

Gleichzeitig schafft die Anbindung zur Straßenbahnlinie 2 und zwei neu eingesetzte Buslinien die nötige Verkehrserschließung. Ein Fuß- und Radweg soll von Ebelsberg Richtung SolarCity durch das Gelände führen. Das Bauvorhaben richtet sich nach der Idee des Wiener Architekturbüros Froetscher und Lichtenwagner, welches als Siegerprojekt bei einem internationalen Architekturwettbewerb glänzte.

Franckviertel: erste 100 Wohnungen in Bau

Nach dem Spatenstich im Sommer wird der erste Neubauabschnitt des Reconstructing-Projekt Wimhölzel Hinterland mit 101 Wohnungen errichtet. Davon sind 28 altersgerechte Wohnungen. Die Neubebauung umfasst zwischen vier und acht Geschoße. Die Mieterinnen und Mieter der Altbauwohnungen erhalten im Rahmen eines von Stadt Linz und GWG entwickelten Sozialplans Unterstützung bei der Übersiedlung. 

Im Wimhölzel Hinterland entstehen 400 neue Wohnungen, Foto: PTU, Pertlwieser Im Wimhölzel Hinterland entstehen 400 neue Wohnungen, Foto: PTU, Pertlwieser 

Die „vierte Donaubrücke“ nimmt Konturen an; Foto PTU / H.P.

3. Infrastruktur Verkehr

S-Bahn und O-Buslinien, Finanzierungsvertrag mit Land Oberösterreich in Ausarbeitung
Zur infrastrukturellen Stärkung des Wirtschaftsstandortes, zur notwendigen Reduktion von CO2 und zur Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung wächst in Linz stetig den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Zur Verdichtung des Liniennetzplanes stehen weitere Schnellbuslinien bzw. O-Buslinien und die Errichtung der Stadtbahn im Fokus. Elektrisch angetriebene Hybridbusse der Linien 13 und 14 werden einerseits Pichling mit Urfahr und andererseits den Hafen mit dem Linzer Süden verbinden. Unterstützung bieten zudem neue Linien wie 47 und 48, die zwischen Karlhof bzw. Reindlstraße und der Neuen Welt verkehren werden. 

Ein wichtiger Meilenstein für das Linzer Verkehrsnetz bedeutet der Finanzierungsvertrag zwischen Stadt und Land Oberösterreich. Damit schnüren die handelnden AkteurInnen ein zukunftsweisendes Mobilitäts-Paket für Oberösterreich. Im Fokus dabei steht die oberösterreichische Regional-Stadtbahn. 

4. Infrastruktur für ein soziales Linz

302 Millionen für ein soziales Linz

Ausbau der Kinderbetreuung, von Schulen und Seniorenzentren

Im kommenden Jahr gibt die Stadt Linz nicht weniger als 302 Millionen Euro für Soziales aus. Jeder 3. Euro des Gesamtbudgets stärkt somit den sozialen Zusammenhalt. Besondere Investitionen zeigen sich im Ausbauprogramm von Kinderbetreuungseinrichtungen. Oberstes Ziel besteht darin, den Kindern und Jugendlichen beste Bedingungen für Bildung und Betreuung zu bieten. Darunter fallen etwa der Ausbau der VS 28, also der Dr. Karl-Rennerschule in der Neuen Heimat, wofür 3,5 Millionen Euro investiert werden, sowie Adaptierungen in der Löwenfeldvilla in Kleinmünchen. 

Zudem erfolgt in Pichling die Erweiterung der dortigen Volksschule. Hierbei fungiert die dworschak + mühlbachler architekten zt gmbh als zentraler Generalpartner. Die Gesamtkosten für den Neubau inklusive Möblierung sind mit knapp zehn Millionen Euro veranschlagt. 

Ausbau der Rennerschule, Rendering: Dornstädter ArchitektenAusbau der Rennerschule, Rendering: Dornstädter Architekten

VS und Hort Pichling, Rendering dworschak + mühlbachler architektenVS und Hort Pichling, Rendering dworschak + mühlbachler architekten

Beinahe 3 Millionen für Linzer Seniorenzentren

Die Dächer der Linzer Seniorenzentren sollen ebenso in neuem Glanz erscheinen. Dabei liegt der Fokus im kommenden Jahr auf den SZ Neue Heimat, Kleinmünchen und Dornach. Wichtige Sanierungsmaßnahmen nimmt die ILG im SZ Spallerhof vor. Daraus resultiert gesamt ein Investitionsbetrag von etwa 2,75 Millionen Euro.  

SZ Neue HeimatSZ Neue Heimat

Geplante Dachsanierung beim SZ KleinmünchenGeplante Dachsanierung beim SZ Kleinmünchen

5. Infrastruktur Innovation

Schwerpunkt-Förderung der Digitalisierung in Linz 

Umfeld der Johannes-Kepler-Universität – beste Voraussetzungen für Standort der neuen Technischen Universität für Digitale Transformation

Die zur Diskussion stehende Standortfrage über die Technische Universität in Oberösterreich soll im kommenden Jahr entschieden werden. Der absolute Schwerpunkt der neuen Universität liegt in der Digitalen Transformation. Linz zeigt sich als optimaler Standort mit der dafür notwendigen Infrastruktur sowie den Synergieeffekten und Kooperationschancen. Der bereits bestehende Universitätscampus erstreckt sich auf mehr als 365.000 Quadratmetern und ist somit der größte in Österreich. Bei einer Verschränkung der TU mit der JKU könnten auch die bestehenden Lehr- und Verwaltungsinfrastrukturen gemeinsam genutzt werden.

„Digitales Linz“: Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt

Mit diesem Standortanspruch einher geht auch die schrittweise Umsetzung des Programms „Digitales Linz“. Es handelt sich dabei um eine strategische Initiative, die zielgerichtet und in Kooperation mit Forschung und Wirtschaft weitere Digitalisierungsschritte setzen wird. Durch Digitalisierung und nutzenstiftende Projekte soll die Stadt Linz ein zukunftsfähiger Arbeits- und Lebensraum bleiben. „Künstliche Intelligenz" spielt dabei eine zentrale Rolle. 

Besonders die Covid-19-Pandemie erforderte verstärkt auf digital-technisch gestütztes Arbeiten zurückzugreifen. Zudem erfolgten in den letzten Jahren Veränderungen in der Arbeitswelt. So liegt der Fokus auch stark auf Shared-Spaces, also sogenannte Gemeinschaftsarbeitsplätze. Ebenso lockern sich vermehrt fixe Arbeitszeiten auf und werden durch Vertrauensarbeitszeit ersetzt. Das heißt, es liegt in der Selbstverantwortung der Beschäftigten, wann und wo das zu erwartende Ergebnis erbracht wird. 

Digitale Innovationen verändern fortlaufend und nachhaltig Produktionsprozesse und Dienstleistungen in der Arbeitswelt. Zur Stärkung des Wirtschaftsraumes, zur Verbesserung der Lebensqualität sowie zur stärkeren gesellschaftlichen Teilhabe fördert die Stadt Linz Projekte für fundierte Ausbildungen für die Berufe der Zukunft sowie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der IT-Branche. 

Digitale Bildungsplattform Linz 

Ebenso stark zeigte sich der Aufholbedarf von Angeboten und Technologien der digitalen Bildung in Österreich. Demzufolge setzt sich die Stadt Linz das Ziel, mithilfe einer neuen Bildungsplattform für SchülerInnen, Lehrkräfte und Eltern einen zeitgemäßen Bildungsalltag zu unterstützen. Dies reicht von der Online-Nachhilfe über die Vermittlung von Unterrichtsinhalten bis zur Förderung von Innovationen im Schulbetrieb. 2022 legt dafür ein Pilotprojekt die Weichen, um spätestens 2023 in den Regelbetrieb übergehen zu können. 

Förderung von „Coding Communities”

Damit Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig das Programmieren erlernen, werden gemeinsam mit privaten Initiativen Programmier- und Coding Kurse, Hackathons und andere Angebote außerhalb des Schulbetriebs aufgebaut. 

Codinggruppen für Kinder und Jugendliche, Foto: Stöbich/honorarfrei Codinggruppen für Kinder und Jugendliche, Foto: Stöbich/honorarfrei 

6. Klimaneutrale Zukunft

Solaroffensive 

Neben den aktuellen Begrünungsmaßnahmen gegen Hitzeinseln und der Förderung der Kreislaufwirtschaft wirkt ab dem Jahr 2022 eine Photovoltaik-Offensive auf städtischen Gebäuden in Kooperation mit der Linz AG positiv auf die Reduktion des Verbrauches fossiler Energieträger. Beginnend mit den Dächern des Design Centers Linz führt der Ausbau der PV-Anlagen weiter über die Dächer der Feuerwehrwache Nord und den beiden Schulen Edmund-Aigner am Froschberg sowie Theodor-Grill in Auwiesen.

Jahrmarktgelände – Insel für Linz 

Die Neugestaltung des Jahrmarktgeländes in Urfahr tritt 2022 in ihre entscheidende Phase. Dafür sollen aus Mitteln des Pakts für Linz etwa 2,7 Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Projekt sieht auf dem ehemaligen Parkplatz am Urfahrmarktgelände ein parkähnliches Erholungsareal vor, unter anderem mit einer Wasserbucht, wodurch ein direkter Zugang zur Donau besteht. Diese erstreckt sich auf rund 7.000 Quadratmeter. Eine kleine Brücke dient als Fußgänger- und Radübergang. Der neu gestaltete Uferbereich lassen das Areal zu einem Freizeit-Treffpunkt werden. Der Abhaltung des Urfahranermarktes steht dabei nichts im Wege.

Forcierung von Spitzentechnologien - Wasserstoff und „grüner Stahl“

Besonders wichtig ist die Einbeziehung der Industrie als wichtige Säule der Stadtentwicklung. Bereits in der Vergangenheit leisteten die CO2-intensiven Produktionsbetriebe viel, um Linz zur saubersten Industriestadt zu etablieren. Nun muss ein erneuter großer Sprung gelingen, um Linz nicht nur sauber, sondern auch klimaneutral zu machen. Dazu werden Forschung und Entwicklung vorangetrieben. 

Wasserstoffpilotanlage der voestalpine, Foto: voestalpineWasserstoffpilotanlage der voestalpine, Foto: voestalpine

Eine große Chance bietet die Anwendung von zukunftsweisenden Wasserstoff-Technologien in den Betrieben. Das Spektrum reicht vom möglichen Einsatz von Wasserstoff-Bussen im öffentlichen Verkehr bis zu Brennstoffzellen in der Strom- und Wärmeerzeugung. Dass Linz auf dem besten Weg dazu ist, beweist nicht zuletzt, dass die derzeit weltgrößte Pilotanlage zur CO2-freien Herstellung von Wasserstoff am voestalpine-Standort in Linz erfolgreich ihren Betrieb aufgenommen hat. Mit dem EU-geförderten Projekt „H2FUTURE“ erforschen die Partner voestalpine, Verbund, Siemens, Austrian Power Grid, K1-MET und TNO die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff, der langfristig fossile Energieträger in der Stahlproduktion ablösen soll.  

Linz als Kompetenzzentrum für Wasserstoff-Technologien 

Die im Oktober durch den Bürgermeister Klaus Luger vorgelegte und vom Gemeinderat beschlossene Leitlinie beinhaltet zentrale Eckpfeiler auf dem Weg zur klimafreundlichen Industriestadt. Diese große Aufgabe, die Zukunft des Industriestandortes Linz durch klimafreundliche Technologien zu sichern, kann nur ressortübergreifend bewältigt werden. Zentrale Kernpunkte der Leitlinie beziehen sich auf die Entwicklung von Linz zum Kompetenzzentrum für Wasserstoff-Technologien sowie auf die Bewerbung für den Titel „European Green Capital“. 
Für die klimafreundliche Umrüstung der Stahlerzeugung und anderer Industrien steht der Einsatz von Wasserstoff-Technologien an erster Stelle. Sowohl im Hinblick auf die Herstellung, die Lagerung und Distribution als auch die Anwendung von Wasserstoff in der Produktion zeigen sich stark expandierende Forschungs- und Wirtschaftszweige. Linz verfügt mit den bereits ansässigen Industriebetrieben und Forschungseinrichtungen eine gute Ausgangsposition, um in diesem Markt eine wichtige Nische erfolgreich zu besetzen.

Leitlinien für klimafreundliche Industriestadt

Die Leitlinie dient als gemeinsame Handlungsanleitung für die Funktionsperiode bis 2027. Konkret sollen nun Projekte entstehen und umgesetzt werden, welche die in Linz ansässige Industrie zu den Vorreiterinnen bei der weltweiten Umstellung auf klimafreundliche Produktionstechnologien zählen lässt. Dabei liegt der Fokus unter anderem darauf, mit internationalen und nationalen Unternehmen in den jeweiligen Segmenten zu kooperieren sowie Forschungs- und Produktionsstätten sowie Ausbildungseinrichtungen zu errichten. Die Stadt Linz nimmt selbst eine wegweisende Rolle ein, indem sie auf klimafreundliche Technologien, etwa im öffentlichen Verkehr oder bei öffentlichen Gebäuden, umstellt.  Besonders wichtig bleibt in dieser Transformation die Berücksichtigung gesellschaftlicher und sozialer Effekte. Mit zielgerichteten Projekten werden Betroffene und Beschäftigte im Zuge derer unterstützt. 

Auf dem Weg zum Kompetenzzentrum für Wasserstoff-Technologien benötigt es das Zusammenspiel mehrerer AkteurInnen. Allen voran bedarf es einer breiten Unterstützung durch Land und Bund, um die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Weiter soll ein Linz Hydrogen Board gebildet werden. Die wichtigsten Player der Linzer Industrie, akademischer Einrichtungen, die Verwaltung und Banken entwickeln Strategien und sorgen dafür, dass alle relevanten Handlungsfelder aufeinander abgestimmt werden. 

„Ein weiteres wichtiges Kernelement in diesem Prozess ist die Einbindung der Linzer BürgerInnen. Mittels Bürgerbeteiligung, koordiniert durch den Innovations-Hauptplatz, wollen wir der Expertise und den Vorschlägen aus der Bevölkerung ihre Stimme geben und diese einbeziehen. Schließlich steckt in den LinzerInnen unser größtes Potenzial und macht unsere Lebensstadt zu dem, was sie ist“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

Finanzierung 

Die in der Leitlinie definierten Maßnahmen bedürfen entsprechender Investitionen. Mithilfe unterschiedlicher Finanzierungsquellen soll so die Umsetzung gewährleistet werden. Diese reicht von Umschichtungen im Budget der Stadt Linz und Kooperationen mit dem Land Oberösterreich und dem Bund über die Beteiligung an internationalen Projekten und Förderinstrumenten bis hin zu Investitionen aus Industrieunternehmen.  

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus Luger zu „Ausblick auf 2022“)

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