Medienservice vom: 05.01.2022

Stadt verlängert Projekt „Zukunft und Integrität“ 100 Jugendliche stellten sich bereits mittels städtischer Initiative ihren Problemen

Seit 2020 betreibt die Stadt Linz das Projekt „Zukunft und Integrität“ (Projekt Z.In). Dieses richtet sich an Jugendliche, die nicht in ausreichendem Maß mit den bestehenden Mitteln der Erziehungsunterstützung erreicht werden können und deren Probleme somit häufig nicht bearbeitet werden können. Häufig äußert sich dies in auffälligem, teils kriminellem Verhalten der Jugendlichen und einer starken Neigung, sich in Gruppierungen zusammenzuschließen. Diese Jugendgruppen treten in weiterer Folge dann als „Jugendbanden“ medial in Erscheinung, deren Verhalten oft ein Einschreiten der Polizei nach sich zog und zu. Nun wurde das Projekt Z.In um ein weiteres Jahr verlängert. 

Die Kinder- und Jugendhilfe des Magistrats Linz bietet gemeinsam mit dem Land Oberösterreich (Förderung 37.000 Euro), der Firma mobile Pädagogik (mopäd) sowie der Bildungsdirektion seit Oktober 2020 gezielt präventive Jugendgruppenarbeit an, um die 12- bis 19-Jährigen in ihrer Lebenswelt zu unterstützen. Neben regelmäßigen Angeboten wie Sport-Treffs, „Talk about“-Treffen oder Einzelberatungen werden auch Erziehungsberechtigte gezielt unterstützt.

Das Augenmerk für eine Teilnahme liegt dabei auf Freiwilligkeit, es geht darum, den Heranwachsenden nachhaltige AnsprechpartnerInnen zur Verfügung zu stellen und eine Vertrauensbasis aufzubauen. An dem Projekt haben bislang etwa 100 Jugendliche teilgenommen, die mitunter direkt an den Treffpunkten ihrer Gruppen in und um Linz zum Mitmachen motiviert werden konnten. 

„Jeden Euro, den die Gesellschaft in sinnvolle Präventionsangebote steckt, erspart man sich hinterher an Folgekosten. Die gezielte Sozialarbeit mit Jugendgruppen hilft jungen Menschen Selbstwert auch außerhalb ihrer Gruppen aufzubauen und ihre Möglichkeiten zu nutzen. Die positiven Rückmeldungen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auch jene der Projektpartner – Land Oberösterreich, Bildungsdirektion, Organisation mopäd, aber auch Verein Neustart oder Landespolizeidirektion – bestätigen uns, diesen ganzheitlichen Ansatz weiter zu verfolgen“, erklärt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

„Die Corona-Pandemie hat viele soziale Probleme wie ein Brennglas verstärkt. Bei Jugendlichen, die bereits vor der Krise Schwierigkeiten bei der Bewältigung ihres Alltags und bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven hatten, sind die negativen Folgen besonders gravierend. Um Probleme und Krisensituationen rechtzeitig abzufangen, sind treffsichere präventive Angebote wichtig. Daher freue ich mich, dass die Stadt Linz dieses erfolgreiche Projekt, das diese junge Zielgruppe auffängt und begleitet, verlängert hat“, sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer. 
 

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