Medienservice vom: 03.02.2022

Linz erhält Käthe-Recheis-Weg Verkehrsfläche in Kleinmünchen wird nach bekannter Schriftstellerin benannt

Mit der Erschließung eines neuen Wohnprojektes im Westen Kleinmünchens wird eine 200 Meter lange Verkehrsfläche nach einer beeindruckenden Frau benannt. Auf Vorschlag des Archivs und auf Antrag von Bürgermeister Klaus Luger wird laut Beschluss des Stadtsenats vom 3. Februar 2022 diese Straße in „Käthe-Recheis-Weg“ nach der oberösterreichischen Autorin Käthe Recheis (1928 – 2015) benannt.

Bürgermeister Klaus Luger begrüßt die Neubenennung aus zweierlei Gründen: „Zum einen freue ich mich, dass die Neubenennung dieser Verkehrsfläche nach einer Frau erfolgt, und zum anderen werden damit die Leistungen einer Kulturschaffenden mit Weltruf gewürdigt, die in Linz zur Schule gegangen ist, hier maturiert hat und die auch Zeit ihres Lebens in enger Verbindung zu unserer Stadt gestanden ist“. Seit seiner Amtsperiode 2014 ist es dem Stadtoberhaupt ein großes Anliegen, auch Frauen in der Benennung von Verkehrsflächen Platz zu geben. Somit herrscht aktuell in der Regierungszeit Lugers ein ausgeglichenes Verhältnis der neu benannten Straßen. Von 17 Verkehrsflächen sind sechs nach Frauen, sechs nach Männern und fünf nicht nach Personen betitelt.

Käthe Recheis wurde 1928 in Engelhartszell geboren, übersiedelte jedoch bald mit ihrer Familie nach Hörsching. Sie besuchte in Linz das Gymnasium und arbeitete anschließend einige Jahre beim Veritas-Verlag und im Büro des International Catholic Migration Committee, zunächst in Linz, später in Salzburg und Wien. 1961 entschied sie sich, freiberuflich als Schriftstellerin zu arbeiten und sich in erster Linie der Kinder- und Jugendliteratur zu widmen. Ihr besonderes Engagement galt der Kultur und Lebensweise der UreinwohnerInnen Amerikas, die sie auf zahlreichen Reisen kennenlernte. Ihrer Feder entstammen über 60 eigene Bücher, sieben gemeinsame Werke mit anderen Autorinnen und Autoren, über 200 Beiträge in deutschen und österreichischen Lesebüchern sowie 53 von ihr aus dem Englischen übersetzte Bücher. Ihre Publikationen wurden in über 20 Sprachen übersetzt und erlebten teilweise bis über 30 Auflagen.

Käthe Recheis erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für ihr Werk, darunter zehn Mal den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Sie ist damit eine der bekanntesten und profiliertesten Kinderbuchautorinnen Österreichs. Käthe Recheis verstarb am 19. Mai 2015 in Linz. 1991 bekam die Autorin den Professorentitel verliehen.

Für ihren autobiografischen Roman „Lena, unser Dorf und der Krieg“, der die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Menschen im Österreich der Jahre 1938 bis 1945 beschreibt, und für das Buch „Wolfsaga“ erhielt sie 1988 und 1995 den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. 1999 bekam sie für ihr Gesamtwerk den Heinrich-Gleißner-Preis verliehen. Im September 2007 wurde sie mit dem Adalbert-Stifter-Preis des Landes Oberösterreich geehrt.

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