Medienservice vom: 01.03.2022

Förderungen der Stadt Linz 10,7 Millionen Euro für 88 Vereine für die kommenden drei Jahre

  • Größtmögliche Planungssicherheit für die heimischen Vereine 

Vereine sind für das gesellschaftliche Leben in der Stadt besonders wichtig. Ohne sie wären soziale, kulturelle, sportliche und umweltschützende Maßnahmen im gewohnten Ausmaß nicht möglich. Die heimischen Vereine brauchen deshalb die Unterstützung der öffentlichen Hand in Form von Förderungen. Sie benötigen zudem auch größtmögliche Planungssicherheit, um ihre Projekte über einen längeren Zeitraum entwickeln und verfolgen zu können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Beschlüsse herbeizuführen, die über den einjährigen Planungshorizont hinausgehen. Nach sorgfältiger Prüfung wurde nun der neue „Förderungskatalog“ der Stadt für die Jahre 2022, 2023 und 2024 ausgearbeitet, der am 17. März im Linzer Gemeinderat beschlossen werden soll.

„Mit den Drei-Jahresförderungen setzt die Stadt Linz in herausfordernden Zeiten ein positives Zeichen. Denn diese freiwilligen Subventionen der Stadt Linz zeigen auch positive Auswirkungen auf die regionale Wertschöpfungskette. So können Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen werden. Die bereitgestellten Mittel kommen nicht nur den Vereinen zugute, sie sorgen auch für positive Effekte auf die regionale Wirtschaft. Darüber hinaus werden neben Initiativen in allen gesellschaftlichen Bereichen auch neue und innovative Ideen unterstützt“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

„Das mit den StadtregierungskollegInnen erarbeitete Subventionspaket trägt dazu bei, dass auch in Krisenzeiten Leistungen wie psychosoziale Beratungen, Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration sowie soziale und kulturelle Freizeitangebote für die Linzerinnen und Linzer angeboten werden können. Da diese Subventionen auch einen beschäftigungsfördernden Aspekt und damit Effekte auf das regionale Bruttoinlandsprodukt haben, leistet die Stadt Linz hier nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen konjunkturell und gesellschaftlich sehr förderlichen Beitrag und setzt damit ein Statement für den sozialen Zusammenhalt“, so Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl.

„Vor allem für das soziale Gefüge sind unsere Vereine besonders wichtig. Sie ergänzen durch ihr Engagement das umfangreiche Angebot an sozialen Leistungen der Stadt und bilden somit einen wichtigen Anker in Krisenzeiten, an den sich in Not geratene Menschen wenden können. Gerade die letzten beiden Jahre der Pandemie haben gezeigt, dass sich die Linzerinnen und Linzer in unterschiedlichen Lebenslagen auf das dichte soziale Netz der Stadt verlassen können“, sagt Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. 

„3,3 Millionen Euro sind im Förderungspaket für die Kultur vorgesehen. Vor allem die Kulturschaffenden haben unter den Folgen von Covid 19 gelitten. Sie brauchen daher Unterstützung und langfristige Perspektiven für ihre geplanten Projekte. Neben etablierten Kulturinstitutionen betrifft ein bedeutender Schwerpunkt des aktuellen Förderpakets die ,Freie Szene‘, ergänzt Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer. 

Das Förderpaket 

Das Förderpaket soll in der Gemeinderatssitzung am 17. März 2022 beschlossen werden.  Insgesamt 10,7 Millionen Euro für die Jahre 2022 bis 2024 (also rund 3,6 Millionen Euro pro Jahr) gehen an 88 Vereine, Organisationen und Institutionen der Bereiche Soziales, Kultur, Sport, Bildung, Wirtschaft und Umwelt. 

Der Förderzeitraum von drei Jahren soll den Vereinen beziehungsweise Organisationen Planungssicherheit geben, um auch länger andauernde Projekte abwickeln zu können. Darüber hinaus ist dieser langfristige Förderhorizont wichtig für die finanzielle Stabilität des Vereinswesens. So können sie aktuellen und künftigen Unwägbarkeiten vorbauen. 

Bei der Schwerpunktsetzung für Subventionen wurden diese im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht einfach fortgeführt, sondern so gestaltet, dass auch neue Vereine und Initiativen bei diesem Förderpaket zum Zug kommen. Damit wird auf veränderte Rahmenbedingungen eingegangen. Und neue Ideen und neue Zugänge stoßen in der innovationsfreudigen Stadt Linz auf offene Ohren und Arme bei der Stadt. Ebenso erfolgten „Flurbereinigungen“, indem Förderungen, die nicht der Zielsetzung der 3-Jahres-Förderung entsprechen, auf eine formal-rechtlich neue Basis gestellt werden und aus den jeweiligen Ressorts direkt unterstützt werden.

Förderungskriterien 

Die Vergabe der Förderungen erfolgt also nicht in Form einer bloßen Fortschreibung oder auf Grund vermeintlicher „althergebrachter Rechte“, sondern auf Basis von fachlichen und tiefgehenden Analysen. „Mit diesem Förderpaket leistet die Stadt Linz einen wesentlichen Beitrag für ein vielfältiges Angebot, das die Lebensqualität der LinzerInnen und Linzer erhöht“, sagen Bürgermeister Klaus Luger, Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl, Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer. 

Um Förderungen zu erhalten, sind folgende Voraussetzungen ausschlaggebend: 

Wirkungsorientierung: Öffentliche Gelder in Form von Förderungen sollen für die Linzer BürgerInnen nach Kriterien der Effektivität und Effizienz eine größtmögliche Wirkung erzielen.

Linz-Bezug: Die FörderwerberInnen müssen nicht nur ihren (Vereins)Sitz in Linz haben, sondern auch einen Linz-Bezug aufweisen. Dieser „Mehrwert für Linz“ beruht darauf, dass die Linzer BürgerInnen von entsprechenden Angeboten profitieren können.  

Vermeidung von Doppelgleisigkeiten bei der Fördervergabe: Um diese zu vermeiden, muss für die FörderwerberInnen eine klar definierte Ressortzuständigkeit gegeben sein. 

Grafik 3-Jahres-Subventionen 2022 - 2024

Mehr als 42 Prozent für Soziales 

Von den im 3-Jahres Paket enthaltenen Subventionen entfällt mit jährlich 1,5 Millionen Euro und folglich 42,2 Prozent des jährlichen Gesamtbetrags auf soziale Angebote und Leistungen.  Hier liegt der Schwerpunkt unter anderem auf Familien, Senioren sowie Jugendlichen und Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. 

Alleine 245.000 Euro pro Jahr erhält der Verein für Sozial- und Gemeinwesenarbeit. Dieser leistet mittels innovativer Projekte einen Beitrag zur erfolgreichen Arbeitsmarktintegration. Weiters werden unter anderem soziale Institutionen wie das Autonome Frauenzentrum, BILY (Verein für Jugend, Familien und Sexualberatung) und diverse Beratungseinrichtungen (wie zum Beispiel das „Haus für Mutter und Kind“) unterstützt.

Über 31 Prozent für Kunst und Kultur

3,3 Millionen Euro erhalten Kunst- und Kulturinitiativen für die Jahre 2022 bis 2024. Die höchste Förderung entfällt dabei auf das Theater Phönix mit mehr als 460.000 Euro. 
Für das Jugend- und Kulturzentrum HOF und den Kulturverein KAPU stehen jeweils 30.000 Euro pro Jahr als Förderung für den laufenden Aufwand zur Verfügung. Darüber hinaus wurden die Förderung für den Kulturverein Times Up, das Linzer Kellertheater, das Theater des Kindes und auch für das Programmkino Moviemento um rund 10 Prozent erhöht. Neu aufgenommen wurden das Theater in der Innenstadt und der Kulturverein Schlot. 

Sport, Gesundheit und Umwelt sowie weitere Schwerpunkte 

Die jeweiligen Dachverbände des ASKÖ, ASVÖ und UNION werden mit jeweils 144.000 Euro im 3-Jahresbeschluss unterstützt und können dadurch für die LinzerInnen und Linzer nachhaltige Bewegungsangebote bereitstellen. 

Insgesamt sollen im Gesundheitsbereich über 500.000 Euro für die nächsten drei Jahre beschlossen werden. Davon wird die Förderung für das Linzer Frauengesundheitszentrum um 10 Prozent auf 80.000 Euro im Jahr angepasst. 

Für die Förderung von Umweltinitiativen sind, abgesehen von den Förderungen, die die Stadt Linz in ihrem neu geschaffenen Klimafonds bereithält, in Summe über 80.000 Euro vorgesehen. 
Weitere größere Positionen im 3-Jahrespaket stellen der Linzer Zoo mit 290.000 Euro sowie der Linzer City Ring in Höhe von 75.000 Euro dar.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl, Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Thema „3-Jahres-Förderungen der Stadt Linz")

Weiterer Gesprächspartner: 
Finanzdirektor Dr. Christian Schmid 

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