Medienservice vom: 28.03.2022

Neue Silberweide an der Gleißner-Promenade Nachpflanzung mit einer fünf Meter großen Weide in die Wege geleitet

Die Silberweidenallee an der Heinrich-Gleißner-Promenade trägt maßgeblich zum attraktivem Erscheinungsbild der Donau an Urfahraner Seite bei. Da Weiden jedoch verglichen mit anderen Bäumen nicht sehr alt werden (in der Regel 80 bis 100 Jahre) und ab dem Alter von etwa fünfzig Jahren beginnen, vermehrt Äste abzuwerfen, müssen die Bäume aufgrund des Rad- und Fußweges genau kontrolliert werden. Einzelne Bäume müssen immer wieder zurückgeschnitten werden und wenn sie krank sind, auch durch junge Weiden ersetzt werden, um die Allee auf Dauer in einem vitalen Zustand zu erhalten. 

Bereits im Februar wurde bei einem gemeinsamen Ortsaugenschein eine Schallmessung an einer 40 bis 50 Jahre alten pilzbefallenen Weide durchgeführt. Die Bilder der Messung zeigten deutlich den Pilzbefall. Da bereits im vergangenen Jahr benachbarte Weiden durch einen Sturm entwurzelt wurden, war die Gefahr unmittelbar neben dem Fuß-und Radweg durch diesen Baum mittlerweile zu groß. Die Weide wurde nunmehr gefällt und die Schnittfläche bestätigt die Ergebnisse der Messung. Die Nachpflanzung mit einer jungen fünf Meter großen Weide ist bereits in die Wege geleitet. Zuletzt wurden an der Urfahraner Seite bereits 16 Weiden gepflanzt um das Ensemble insgesamt zu verjüngen und zu erhalten. 

Schalltomographie 

Oft sind den Bäumen Krankheiten von außen nicht anzusehen. Auch sieht man von außen nicht, dass ein Baum zum Beispiel im Inneren des Stammes hohl oder faul ist. Manchmal erkennt man solche Schäden nur mit modernen technischen Mitteln wie Schalltomographen, die derartige Defekte im Baum aufzeigen. Dieses Verfahren wird seit Ende der 1990er Jahre angewandt. 

An den zu untersuchenden Stellen am Stamm oder Ast werden kleine Nägel in die äußersten Holzschichten eingeschlagen. Auf jeden Nagel wird leicht geklopft, der eingebrachte Schallimpuls wird dabei von Sensoren an den übrigen Nägeln empfangen. Aus dem so gewonnenen dichten Netz von Schalllaufzeiten errechnet ein Programm, dem auch die Geometrie des Baumes eingegeben wurde, ein Querschnittsbild, das den Holzzustand zeigt. Ist das Holz morsch oder bei einer Höhlung nicht mehr vorhanden, braucht der Impuls länger als in gesundem Holz. Die Software liefert so vor Ort ein Bild über den Zustand im Baum.

Messung mit Schalltomographie, Foto: Stadt Linz Messung mit Schalltomographie, Foto: Stadt Linz 

Die Schalltomographie (Impulstomographie) wird überall dort angewandt, wo wegen äußerer Anzeichen, wie etwa bei Verdacht auf Pilzbefall oder Höhlungen die Bruchsicherheit des Baumes in Frage steht und wo andere einfache Untersuchungen durch Sichtkontrolle oder mit Sonden keine aussagekräftigen Ergebnisse zeigen. 

Ergebnis der Schallmessung am 9. Februar

Die Flächen in rot zeigen die betroffenen Stellen Die Flächen in rot zeigen die betroffenen Stellen 

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