Medienservice vom: 31.03.2022

Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart: „Mobilitätskonzept für den Linzer Süden Die Bürger*innen sollen mitreden!“

Der Linzer Süden ist aktuell von reger Bautätigkeit geprägt. Derzeit entstehen allein in Pichling mehr als 700 neue Wohneinheiten. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Auf dem Areal der Kaserne Ebelsberg und auf den Sommergründen sollen in den kommenden Jahren zusätzlich mehr als 3.000 Wohnungen entstehen.

„Die Verkehrssituation sowie die Bauvorhaben im Linzer Süden machen eine vorausschauende Planung im Mobilitätsbereich notwendig“, sagt der Linzer Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart. „Bei Gesprächen mit den Planerinnen und Planern der neuen Wohnanlagen am Kasernenareal konnte ich mir bereits persönlich ein Bild machen. Als eine meiner ersten Handlungen im Mobilitätsressort habe ich daher die Entwicklung eines Verkehrskonzepts für den Linzer Süden in Auftrag gegeben“, so Hajart.

Dies wurde in der Sitzung des Linzer Stadtsenats am Donnerstag, 31. März 2022, beschlossen. Mit der Vergabe wurde das Büro Rosinak u. Partner beauftragt, das bereits über einschlägige Erfahrungen in der Erstellung von Konzepten im Bereich der Mobilitätsplanung verfügt.

„Die Bürgerinnen und Bürger sollen intensiv bei der Erstellung des Konzepts miteinbezogen werden. Eine nachfrageorientierte Verkehrsinfrastruktur ist aus Gründen des Platzbedarfes und der Kosten nicht mehr möglich. Dies erfordert einen Paradigmenwechsel weg vom kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur, hin zu einer besseren und effizienteren Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und der Entwicklung von Optimierungsmöglichkeiten“, begründet Hajart die Richtung, in die die Planung gehen wird.

Aufbauend auf einer umfassenden Verkehrsanalyse sollen unter intensiver Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung und der Stakeholder im Wohnbaubereich Vorschläge und verkehrsträgerübergreifende Maßnahmen für Verbesserungen ausgearbeitet werden, die schließlich in das definitive Mobilitätskonzept für Pichling und Ebelsberg münden.

Bei der Erstellung dieses Konzeptes ist eine aktive und möglichst umfassende Miteinbeziehung der Bürger und Bürgerinnen der betroffenen Stadtteile in mehreren Stufen vorgesehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die zu setzenden Maßnahmen unter einer größtmöglichen Akzeptanz der Betroffenen erfolgen.

Das Mobilitätskonzept wird die Stadtteile Pichling und Ebelsberg umfassen. Zusätzlich wird die Kreuzung Lunzerstraße / Umfahrung Ebelsberg mit einbezogen werden, da die Verkehrsabläufe an dieser Kreuzung hohen Einfluss auf die Verkehrsflüsse südlich davon haben.

Im Besonderen sollen Verkehrslenkungsmaßnahmen wie Einbahnführungen und Tempolimits hinsichtlich ihrer Zweckmäßigkeit und Aktualität überprüft werden. Auch bessere Phasenabläufe an bestehenden Ampeln könnten Erleichterung bringen. Zudem sollen Verkehrszählungen sowie Geschwindigkeitsmessungen Erkenntnisse für potentielle Verbesserungen bringen.

„Wir erlegen uns dabei keine Denkverbote auf. Auch neue technische Möglichkeiten und intelligente Ampelsysteme, die auf Verkehrsströme flexibel reagieren, können Verbesserungen bewirken. Ganz wesentlich für den Linzer Süden ist auch die Planung einer zusätzlichen Brücke für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie öffentliche Verkehrsmittel über die Traun. Wir werden nicht den Fehler machen, dass Wohnanlagen gebaut werden, ohne die entsprechende Verkehrsinfrastruktur mit zu denken und mit zu planen“, schließt Hajart. 

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