Medienservice vom: 22.04.2022

Long Covid als Krankheit anerkennen US-Studie zeigt: Erhöhtes Risiko für Ausbruch von Diabetes

  • Bürgermeister Luger fordert: „Ausstehende Therapieprogramme und Beratungsstellen dringend notwendig!“

Nach zwei Jahren Pandemie gehe man davon aus, dass sich auch die Regierung mit den Spätfolgen einer Covid-19-Infektion auseinandersetzt. Die WHO schätzt etwa, dass rund 10 Prozent aller Infizierten an Long Covid leiden. In Österreich sind bereits über 200.000 Menschen davon betroffen. Wenngleich sich der Zustand bei vielen Personen nach wenigen Monaten verbessert, dürfte dies bei etwa 5.000 Betroffenen nicht der Fall sein. Wegen mangelnder Datenerhebungen seitens des Bundes sind jedoch keine exakteren Analysen verfügbar. Zudem besteht augenscheinlich für den Gesundheitsminister kein Handlungsbedarf. Keine Versorgungskonzepte, keine Beratungen und keine Therapieprogramme verunsichern die Betroffenen über mögliche Spätfolgen und deren Behandlung. Hinzu kommt eine erhöhte Anfälligkeit für Diabetes.

„In der bisher größten Welle der Infektion ließ bekanntlich die Regierung beinahe alle Maßnahmen fallen. Damit nimmt sie weitere Long Covid PatientInnen in Kauf. Über 200.000 Menschen weisen bereits chronische Auswirkungen auf. Daten dazu werden nicht systematisch erfasst. Es ist längst an der Zeit, damit anzufangen und diese empirisch-wissenschaftlich zu bearbeiten. Dadurch können Long Covid-Folgen erkannt werden und entsprechende Programme generiert werden“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

Aus diesem Grund beschäftigen sich unter anderem Grazer Forscher*innen mit der Entwicklung einer „Long-Covid-App“. Diese soll dazu dienen, Betroffenen mittels kognitiver und körperlicher Trainingsaktivitäten den negativen gesundheitlichen Folgen entgegenzuwirken. Derzeit besteht die Möglichkeit für den weiteren Erkenntnisgewinn der App-Entwicklung an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Siehe Link: https://cognireha.at/

Für das Linzer Stadtoberhaupt ist klar, dass Bund, Länder und Krankenversicherungen umgehend handeln müssen. Unser Versicherungssystem erlaubt es, in jedem Bundesland die notwendige Infrastruktur zu schaffen, um Menschen mit Spätfolgen einer Infektion beraten und behandeln zu können. „Dies darf nicht weiter verschlafen werden. Es ist unabdingbar, Long Covid als Krankheit anzuerkennen. Alles andere wäre nun politisch grob fahrlässig“, konkludiert das Linzer Stadtoberhaupt Luger.

Zudem zeigt bereits eine Studie aus den USA, dass ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für den Ausbruch von Diabetes nach einer Covid-Infektion vorliegt. Daran nahmen je 4,2 Millionen gleichaltrige Menschen ohne Covid-19-Erkrankung bzw. mit Covid-19-Erkrankung teil. Ebenso liegt die Erkenntnis darin, dass mehr neue Diabetesfälle unter hospitalisierten Covid-19-Patient*innen registriert wurden. Es handle sich hierbei um das Auftreten des Typ-2-Diabetes innerhalb eines Jahres.

„Dies zeigt einmal mehr, dass der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen oberste Priorität haben muss“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

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