Medienservice vom: 18.05.2022

2023 Start für größte Sommerbaustelle Mona Lisa-Tunnel muss für drei Monate gesperrt werden

Im kommenden Jahr wird eine der größten Sommerbaustellen der Stadt Linz anlaufen: in der Zeit von Juni bis September muss der Mona Lisa-Tunnel im Verlauf der Umfahrung Ebelsberg und der anschließende Straßenabschnitt bis zur Kreuzung mit der Lunzerstraße gesperrt werden. Diese Sperre ist erforderlich, um unaufschiebbare und im Hinblick auf die Tunnelsicherheit gesetzlich vorgeschriebene Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.  

Rechtzeitige Vorbereitung und Umsteigen auf Öffis

„Da es sich beim Mona Lisa Tunnel um eine neuralgische Verkehrsverbindung in den Süden von Linz handelt, würde es hier in Spitzenzeiten ohne entsprechende Alternativen zu enormen Verkehrsstaus kommen. Es kommt daher darauf an, die Bevölkerung rechtzeitig vorzubereiten. So sollten nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel benützt werden. Mit der Straßenbahn ist während der gesamten Bauzeit von drei Monaten ein rasches und staufreies sowie von Bauarbeiten unbeeinträchtigtes Erreichen Ihrer Wohngebiete im Süden von Linz möglich. Für jene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die unbedingt auf das Auto angewiesen sind, kommt es darauf an, Umfahrungsmöglichkeiten zu schaffen“, informiert Mobilitätsreferent Martin Hajart und appelliert an die Bewohner*innen, die im Sommer 2023 bestehenden Alternativen in Anspruch zu nehmen. 

Die entsprechenden Verkehrsmaßnahmen sollen von der Stadt Linz bis zum Baubeginn Mitte Juni 2023 gemeinsam mit der Polizei geplant und vorbereitet werden. Dabei soll besonderer Wert auf die größtmögliche Flüssigkeit des Verkehrs gelegt werden.

Denkbar sind spezielle Schaltprogramme für die Verkehrslichtsignalanlagen entlang der Umleitungsstrecken. Diese veränderten Schaltprogramme können zum Zeitpunkt der Tunnelsperre aktiviert werden und sicherstellen, dass die Grünphasen an die veränderten Verkehrsmengen angepasst sind.

Tunneleinfahrt im Norden, Foto Stadt Linz/Dworschak

Intensive Bürger*inneninformation im Vorfeld

Zudem soll ein Begleitmaßnahmenpaket erstellt und zeitgerecht umgesetzt werden. Es sollen in diesem Projekt wirksame Mobilitätsmaßnahmen geprüft werden. „Die dreimonatige Tunnelsanierung wird die Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten der Stadt Linz logistisch fordern und viele Bewohner*innen des Linzer Südens vor eine Belastungsprobe stellen. Durch entsprechende Vorankündigungen und Bürger*inneninformation sollte jedoch ein Minimieren von Verkehrsstaus möglich sein“, sagt Mobilitätsreferent Hajart. 

Technische Hintergründe 

Die 775 Meter lange unterirdische Verbindung wurde 2000 eröffnet und wird täglich von mehr als 20.000 PKW benützt. Im Zuge der regelmäßig durchzuführenden Überprüfungen hat sich herausgestellt, dass die elektromaschinelle Ausrüstung und die Leit-, Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen des Mona-Lisa-Tunnels am Ende ihrer Lebensdauer angelangt ist. Es ist daher unumgänglich, die elektromaschinelle Ausrüstung und die Leit-, Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen zu erneuern, damit der Tunnel wieder auf den Stand der Technik gebracht werden und den gesetzlichen Vorschriften entsprechend betrieben werden kann. 

Auch aufgrund der in den letzten Jahren erhöhten Benutzungsfrequenz ist es erforderlich, die geplanten Maßnahmen zu setzen. Für die ebenfalls notwendige, dauerhafte Videoüberwachung ist der Tunnel in die Tunnelüberwachungszentrale des Landes einzubinden. 

Dadurch ist eine durchgehende, dem heutigen Stand der Technik entsprechende, Sicherheit gegeben. 

Weiters muss die bestehende Hochdruck-Vernebelungsanlage, die im Brandfall als Löscheinrichtung fungiert, erneuert werden. 

Um die Beeinträchtigung der Bevölkerung möglichst gering zu halten, wurden im Vorfeld verschiedene Bauzeitvarianten hinsichtlich deren Durchführbarkeit und optimierten Kostengestaltung untersucht.

Tunneleinfahrt im Süden, Foto Stadt Linz/Dworschak

Arbeiten im Schichtbetrieb an 7 Tagen in der Woche

Als technisch am sichersten umsetzbar, aus Baukostensicht und aus Sicht der Beeinträchtigung des Individualverkehrs wurde jene Variante ausgewählt, die vorsieht, den Tunnel für 3 Monate zu sperren. Die tägliche Bauzeit wird Im Zwei-Schichtbetrieb an sieben Tagen der Woche erfolgen. 

Aufgrund der bekannten Verkehrsauslastungssituation soll die Wieder-Verkehrsfreigabe im Herbst 2023 – vor dem Schulstart – erfolgen.

Die Kosten dieses Projektes werden sich auf Basis von Berechnungen interner wie externer Experten auf 8.180.000 Euro belaufen. Diese Berechnungen wurden nach derzeitigen Wissenstand entsprechend einer Detailkostenplanung erstellt.

Kosten von knapp 10 Millionen Euro

Mit dem für Unwägbarkeiten eingeplanten Rahmen für Unvorhergesehenes und Preissteigerungen durch den Baukostenindex ergibt sich damit ein maximaler Kostenrahmen in der Höhe von 9.792.000 Euro. 

Kreisverkehr im Süden, Foto Stadt Linz/Dworschak

Bei der ursprünglichen Errichtung der Umfahrungsstraße Ebelsberg hat sich das Land Oberösterreich mit rund 30 Prozent an den Kosten beteiligt. Es soll daher mit den übergeordneten Gebietskörperschaften, insbesondere dem Land Oberösterreich, eine Co-Finanzierung erreicht werden. 

Damit während der Sperre der Verkehr rund um den Mona-Lisa Tunnel möglichst gering beeinträchtigt wird, soll ein Begleitmaßnahmenkonzept erstellt und zeitgerecht umgesetzt werden. Es sollen in diesem Projekt mögliche Mobilitätsmaßnahmen untersucht und der Bevölkerung ein möglichst breites Angebot zur Verfügung gestellt werden. Die Kosten dafür sind mit 300.000 Euro veranschlagt.

Mit der technischen Projektplanung, -steuerung und Projektoberleitung soll die Stadt Linz bzw. der Geschäftsbereich GMT seitens der „UEB“ Umfahrungsstraße Ebelsberg Errichtungsgesellschaft mbH beauftragt werden. Dies ist auch deshalb vorteilhaft, weil der Geschäftsbereich GMT seit jeher für die Instandhaltung und den Betrieb der Umfahrungsstraße Ebelsberg verantwortlich ist und deshalb über die entsprechenden Erfahrungswerte verfügt.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, MBA zum Thema „Mona Lisa-Tunnel – 2023 Start für größte Sommerbaustelle“. Weiterer Gesprächspartner: Ing. Mag. Peter Ilchmann, Direktor Geschäftsbereich Gebäudemanagement und Tiefbau)
 

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