Medienservice vom: 03.06.2022

Borealis verkauft Stickstoffsparte Infrastruktur vor Ort absichern

  • Bürgermeister Klaus Luger: „Bund ist gefordert, die Infrastruktur für alle Unternehmen im Chemiepark durch Übernahme durch die ÖBAG abzusichern!“

Mit dem Verkauf der Düngemittelsparte will sich die Borealis verstärkt auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Dieser Tatsache spreche nichts dagegen, bleibe nicht die Frage über die dort vorhandene Infrastruktur offen. Es sei wichtig, so Bürgermeister Klaus Luger, die gemeinsame Infrastruktur der dort ansässigen Betriebe abzusichern. „Diese lag bisher in österreichischen, Händen, eben der Borealis. Mit dem Verkauf an einen tschechischen Konzern ginge auch die Infrastruktur zur Gänze ins Ausland. Mit der Österreichischen Bundes-Beteiligungs-Gesellschaft (ÖBAG) gäbe es die Möglichkeit, diese Infrastruktur für den gesamten Chemiepark unter heimischer Prämisse abzusichern. Denn davon abhängig sind auch zahlreiche Arbeitsplätze“, setzt Luger fort. 

Nun ist der Deal vom Tisch und die Borealis verkauft die Dünger-Sparte an einen tschechischen Konzern, nachdem der Verkauf an den russisch-schweizerischen Produzenten EuroChem geplatzt ist. Was aber fehlt, sei die Absicherung der vorhandenen Infrastruktur, die von allen anderen Unternehmen im Chemiepark mitbenutzt wird. „Diese darf keinesfalls darunter leiden. Dafür soll die Bundesregierung durch ihre Beteiligungs-AG (ÖBAG) möglichen negativen Auswirkungen auf den Linzer Produktionsstandort entgegenwirken. Dies kann am effizientesten durch den Kauf dieser Anlage durch die ÖBAG ermöglicht werden. Einerseits sind damit alle Chemiebetriebe am Standort unabhängig von einem ausländischen Konzern, andererseits auch Arbeitsplätze in der Standortbetreuung gesichert“, betont Bürgermeister Klaus Luger. 

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